CDU will Metrobuslinie 6 mit Alsterschiffen entlasten

Die CDU will die Metrobuslinie 6 mit Schiffen auf der Alster entlasten. Die Fähren sollen morgens zum HVV-Tarif zwischen Winterhude und Jungfernstieg pendeln.
Alsterschiff auf der Alster in Hamburg
Das Alsterschiff "Saselbek" auf der Alster in Hamburg

Die Metrobuslinie 6 gehört zu den am stärksten belasteten Buslinien Hamburgs. Jeden Morgen drängen dort tausende Pendler im Fünf-Minuten-Takt von Winterhude Richtung Innenstadt.

Die Hamburger CDU-Politiker Christoph Ploß und Dennis Thering wollen diese Buslinien jetzt morgens entlasten – mit einem Schiffsverkehr auf der Alster. In einem zweijährigen Pilotprojekt sollen morgens im Berufsverkehr zwischen 6.00 Uhr und 9.30 Uhr die Touristenbarkassen der ATG-Reederei im 10-Minuten-Takt zwischen Winterhude und der Innenstadt pendeln.

Angedacht sind laut einem NahverkehrHAMBURG vorliegenden Fahrplan zwei Ringlinien mit Halten am Mühlenkamp, Mundsburger Brücke, Jungfernstieg, Alte Rabenstraße und Fährdamm. Die beiden Ringlinien sollen jeweils alle 20 Minuten in jeweils gegensätzlicher Richtung fahren.

Busse sind knapp schneller als Schiffe

Fahrzeit vom Mühlenkamp bis zum Jungfernstieg: 20 Minuten. Die Metrobusse der Linie 6 sind etwas schneller: Sie brauchen morgens zwischen Mühlenkamp und Rathausmarkt (Jungfernstieg wird nicht angefahren) laut Fahrplan 16 bis 18 Minuten.

Laut Konzept sind für die Fahrten insgesamt fünf Schiffe nötig. Sie sind bei der Alstertouristik-Reederei bereits vorhanden und seien “in der morgendlichen Berufsverkehrszeit frei verfügbar”, heißt es.

“Unser langfristiges Ziel ist eine Wiederbelebung des öffentlichen Nahverkehrs auf der Außenalster und die bessere Anbindung aller alsternahen Stadtteile”, so Ploß und Thering im Hamburger Abendblatt. “Mit dem Pilotprojekt…

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21 Antworten auf „CDU will Metrobuslinie 6 mit Alsterschiffen entlasten“

Zugegeben, die Idee hat Charme, egal von wem sie zuerst vorgebracht wurde. Morgens elegant mit der weißen Alsterflotte von zu Hause zum echtholzfurnierten Büroschreibtisch chauffiert zu werden, das könnte so manchem Hanseaten gefallen.

Wir sollten aber nicht vergessen, dass der Linienverkehr auf der Alster Anfang der 80er Jahre aus betriebswirtschaftlichen Gründen eingestellt wurde – weil die Fahrgastzahlen immer stärker zurückgingen. Schneller wäre man vom Mühlenkamp zwar nicht als mit dem Bus, aber schicker wäre es allemal. Ein Hauch von Entschleunigung in unserer immer schnelllebigeren Zeit?

Ich bin mir sicher, das Angebot würde in erster Linie nicht von Sozialhilfeempfänger/inne/n sondern – angesichts der potenziellen Anlaufstellen – eher von Besserverdienenden genutzt. Von diesen pro Fahrt den aktuell fälligen Schnellbuszuschlag von 2 Euro pro Fahrt zu verlangen, halte ich für zumutbar. Ich unterstelle nämlich, dass es sich bei den Fahrgästen zwischen 6 und 9 Uhr ganz überwiegend um Berufspendler handeln würde, die in der Regel eine Abo- oder Proficard des HVV besitzen. Zusätzlicher Einzelfahrkartenverkauf wäre selbstverständlich willkommen.

Eine durchschnittliche tägliche Fahrgastzahl von 200 Fahrgästen würde im Jahr bei ca. 254 Werktagen beispielsweise (ohne Einzelfahrkartenverkauf) Einnahmen von etwa 100.000 Euro generieren. Ließen sich damit die durch den Linienbetrieb verursachten Mehrkosten refinanzieren? Wohl kaum.

Daher wäre es m. E. wichtig, zunächst mal eine Befragung im potenziellen Einzugsgebiet der Anlegestellen durchzuführen (vielleicht übersteigt das Potenzial der Einnahmen ja meine konservative Schätzung um ein Mehrfaches – immerhin wurden 1983 bei ganztägigem Betrieb auch an Wochenenden noch ca. 690.000 Fahrgäste gezählt).

Umgekehrt wäre äußerst interessant, vom Betreiber der Alsterflotte (z. Zt. die Alster Touristik GmbH) zu erfahren, welche Zusatzkosten ein werktäglich 3-stündiger Einsatz von fünf Schiffen tatsächlich verursachen würde. Auch zu bedenken ist die stärkere Wetterabhängigkeit der Alsterschiffe. Dem Klimawandel zum Trotz könnte die Außenalster ja mal wieder wochenlang zufrieren …

Überhaupt findet der heutige stündliche Alster-Kreuzfahrt-Verkehr (hier kostet der Normalfahrpreis mit beliebigem Aus- und Einsteigen übrigens auch nur 2 Euro!) nur in der Zeit von Ende März bis Ende Oktober statt. Sollen fünf Schiffe in den Wintermonaten für nur drei Stunden Fahrzeit täglich – bei ungewisser Witterung – eingesetzt werden? Fragen über Fragen, die alle vorab zu klären wären, bevor ein solches nostalgisches Wagnis gestartet wird.

Untersuchungen etc müssen gemacht werden, keine Frage.
Wenn mann das aber dann anfängt, sollte in der HVZ ein anständiger Takt gewährleistet sein. Sonst hat das ganze Ausflugscharakter.
ÖPNV geht nicht kostendeckend, insofern wird das etwas extra kosten, aber vielleicht ist das Geld besser angelegt, als wenn sich Herr Scholz + Co als Unternehmer versuchen und dabei richtig Geld versenken ( z.B. Hapag LLoyd).

was Hapag Lloyd betrifft, so sprengt das eigentlich den Rahmen eines Blogs zum Nahverkehr. Nur so viel dazu: Ich bin mir nicht sicher, ob ein anderer Senat/Erster Bürgermeister sich damals anders verhalten hätteals die SPD mit EBM Scholz. Immerhin ging es um den Mehrheitsverkauf eines der größten Hamburger Traditionsunternehmens in die VR China. Wenn ich nicht irre, gab es eine breite Zustimmung seitens der Kaufmannschaft für eine Beteiligung seitens der FHH, um dies zu verhindern.
Dass sich die globale Wirtschaftslage und damit die Geschäfte im Containerverkehr dann so negativ entwickeln würden, hätten Sie vielleicht voraussehen können … Nein, ich bin auch dagegen, dass die Stadt jetzt ihre Beteiligung mit großem Verlust verkauft – solange sich die Wirtschaftslage der Reedereien aber nicht bessert, versalzen solche Verluste natürlich regelmäßig die Blianz (nicht nur bei Hapag Lloyd), ist ja klar!

Nochmal zurück zur Alsterschifffahrt: Meiner Meinung nach ist das ein verständliches Ansinnen, aber eben auch ein Luxuswunsch, der den gemeinen ÖPNV-Nutzer/inne/n nicht zu Gute kommt. So ein Pendelverkehr müsste nicht wirklich sein. Und diejenigen, die diesen besonderen Komfort regelmäßig in Anspruch nehmen möchten, dürfen dann bitteschön auch stärker zur Kasse gebeten werden (2 Euro war nur dem HVV-Ist-Tarifgefüge entnommen). Die potenziellen NutzerInnen würden es sich vermutlich leisten können. Und dann trügen sich die Kosten für das Ganze vielleicht tatsächlich. Wie gesagt, erst wäre sowieso das Fahrgastpotenzial zu ermitteln.

Warum denn so ein ironischer Unterton? Weil der Vorschlag von der “falschen” Partei kommt? In Hamburg ist meiner Meinung nach eine ganz andere Partei die konservative Staatspartei. Die trägt nur so einen Namen, dass man glauben könnte, dass sie es nicht wäre 😉

Ich finde diesen Vorschlag nachdenkenswert und frage mich schon, warum bisher noch niemand darauf gekommen ist. Das einzige Problem, was ich sehen, ist eine mögliche Frostperiode wie z.B. 2012 mit dem “Alstereisvergnügen”.
Das Gejammer darum, dass es “sich nicht rechnen könnte”, kann ich schon gar nicht mehr hören. ÖPNV ist eben eine “Bringepflicht” des Gemeinwesens für seine Bürger und für die Umwelt und nicht zur Profitmaximierung da. Nach den täglichen (Folge-)Kosten (in jeglicher Hinsicht) des MIV fragen die Betreffenden komischer Weise aber nicht.

„Die Metrobusse der Linie 6 sind etwas schneller: Sie brauchen morgens zwischen Mühlenkamp und Rathausmarkt (Jungfernstieg wird nicht angefahren) laut Fahrplan 16 bis 18 Minuten.“
Ja, theoretisch, im Fahrplan. In der Realität wird wohl das Alsterschiff – auch wenn es noch so nostalgisch sein sollte – schneller sein als der Stehbus Nr. 6. (Vorausgesetzt kein Freizeitkapitän sorgt mit irgend welchen Kapriolen für Stau auf der Alster 😉

“Die Metrobusse der Linie 6 sind etwas schneller: Sie brauchen morgens zwischen Mühlenkamp und Rathausmarkt (Jungfernstieg wird nicht angefahren) laut Fahrplan 16 bis 18 Minuten.”

Interessante Betrachtung: Gemeinhin nutzt man Schiffe, wenn man Sachen billig, aber langsam von A nach B bringen möchte. Kähne sind die schnellsten Verkehrsmittel nun nicht eben.

Das “modernste Bussystem Europas” scheint einen Hybrid geschaffen zu haben: So langsam wie ein Kahn, angesichts der Stehbusse ausgelegt auf Schüttgutbeförderung und dabei Preise wie in der First Class bei Lufthansa.

Man muss sich tatsächlich die Augen reiben: Was für ein unglaubliches Konzept!
Damit wird mal wieder unterstrichen, auf welchem innovativen Dampfer die Experten in Hamburg unterwegs sind. Wahnsinn!

Die zweitgrößte deutsche Stadt ist vollkommen unfähig, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Dass es so schlimm ist, hätte ich nicht gedacht.

Endlich kommt die Alsterschifffahrt mal wieder in den Focus. Ich könnte mir auch ganztägige Fährverbindung von Mundsburger Brücke quer nach Alte Rabenstraße vorstellen, dort eine Verknüpfung mit der Buslinie 15. Der Argumentation, dass es sich wirtschaftlich nicht lohnen würde, stelle ich entgegen, dass sich auch die teure Hafencity-U-Bahn mit den aktuellen Nutzerzahlen nicht wirtschaftlich trägt (dort gibt es soger einen Nachtverkehr – vollkommen ohne Fahrgäste). Also könnte man auch eine Alsterfähre finanzieren.
Ganz abgesehen hiervon, könnte man HVV-Zeitkarteninhabern auch ruhig mal eine Ermäßigung auf dem aktuellen touristischem Verkehr einräumen. Die Alsterschiffe werden schließlich von einer Hochbahntochter betrieben.

Toll, das wird sicher die “schönste Pendel-Strecke von Hamburg”.

Sowohl dieser Artikel als auch diverse andere Quellen und Zitate im Internet schreiben vom Ende der Linienschifffahrt auf der Alster im Jahr 1983, manchmal 1984.

Ich selber bin Jahrgang 1984 und kann mich noch genau an die Linien “blau” und “gelb” erinnern.
Irgendwo muss sich hier also ein Fehler eingeschlichen haben.

Über eine Reaktion würde ich mich freuen!
Grüße und Lob für den tollen Blog.
Michael

Hallo Michael !
Ich kann Dir bestätigen, daß die Alsterdampfer im Winterfahrplan 1983-84 zuletzt regulär zum HVV-Tarif gefahren sind. Allerdings muß man dazu sagen, daß der HVV die Alsterschiffahrt selber kaputtgewirtschaftet hat, denn in den letzten Jahren mußte man einen 1.Klasse Zuschlag lösen (ich weiß nicht mehr genau, wann diese Änderung eingeführt wurde, muß so um 1980 gewesen sein). In den Jahren zuvor fuhren jährlich noch fast 1 1/2 Mio Fahrgäste mit den Alsterdampfern (ich gehörte auch dazu, bin Bj 1966 und wohnte in Winterhude). Durch die Einführung des 1.Klasse Zuschlages hatte der HVV gehofft, das Defizit zu verringern, stattdessen ist aber die Zahl der Fahrgäste auf weniger als die Hälfte geschrumpft, was das Ende der regulären Alsterschiffahrt bedeutet hat.

Zuletzt fuhren noch zwei Linien: 51(gelbe Flagge) Jungfernstieg – Winterhude und 52 (blaue Flagge) Jungfernstieg – Saarlandstraße. Beide fuhren versetzt im 1/2-stundentakt, dadurch ergab sich ein 1/4-stundentakt zwischen Jungfernstieg und Uhlenhorster Fährhaus. Zuvor gab es noch die Alsterfähre Linie 55 (rote Flagge), aber die ist irgendwann in den Linien 51 und 52 aufgegangen. Bis in die 70er Jahre gab es auch noch eine Linie 53 (grüne Flagge) Jungfernstieg – Mundsburger Brücke, aber an die kann ich mich nur noch sehr vage erinnern.

Natürlich war man schneller mit der U-Bahn oder Straßenbahn in der Stadt, aber es war jedes Mal etwas schönes, besonderes, mit dem Alsterschiff in die Stadt zu fahren.

Das Wasser als abnutzungsfreier Verkehrsweg ist vorhanden, so weit, so gut. Bleibt die Frage, ob statt der etwas schwerfällig wirkenden Ausflugsboote der weißen Flotte nicht lieber schnellere Leichtbau-Katamarane mit (diesel-)elektrischem Antrieb verwendet werden sollten. Tische, bewegliches Gestühl und eine Kleinküche stehen einer optimalen Raumausnutzung und schnellem Fahrgastwechsel auch eher im Wege …

Ein prinzipiell sinnvolles Konzept. Es hätte etwas von haseatischem Charme. Eine 20 minütige Fahrt auf der Alster ist allemal entspannender als im überfüllten Schnellbus im Stau zu stehen. Allerdings sind Radler auf der Strecke von Winterhude zum Jungfernstieg über den alsterradweg auch nicht langsamer.
Alsterschffe waren bis in die 80er jahre fester Bestandteil des hamburger nahverkehrs, sie wurden aber genauso abgeschfft wie die Straßenbahn (1979). Wie man Schiffe, U-Bahn, Straßenbahn, Vorortzüge, Busse und Rad zu einem sinnvollen Nahverkehrskonzept integriert kann man sich am Beispiel Rotterdam angucken.ö Aber ein Blick über den Tellerrand, dazu fehlt in hamburg die Perspektive.l

@ Michael
1983 fuhren die Alsterschiffe letztmalig zum HVV-Tarif. Ein Beschluss des Senats beendete dann 1984 die jahrzehntelange Geschichte. Die Hochbahn betrieb die Alsterschiffe mit einer Gesamtlinie, die nicht mehr zur Saarlandstr. fuhr, sondern nunmehr lediglich Mühlenkamp ansteuerte und Fährdamm mitnahm, noch bis 1987 zu einem Sondertarif. Dann übernahm die Alster-Touristik GmbH (ATG) die Flotte. Seither kennt man die sog. Kreuzfahrten. Der Anleger Mundsburger Brücke wurde noch eine Zeitlang angesteuert, bis dies Ende der 90er Jahre aufgegeben wurde.

Danke, Günter!
Das klärt einiges. Gab es diese eine letzte “Gesamtlinie” dann vielleicht als “rechts rum” und “links rum” in zwei verschiedenen Linien-Farben?
Grüße
Michael

Seltsam, vor nicht einigen Wochen mokierte sich dieselbe CDU über den hohen Subventionsbedarf der HADAG und jetzt will sie den Linienverkehr auf der Alster wieder einführen. Meinen die Herren das geht ohne zusätzliche staatliche Unterstützung ab?
Naja, bei der HADAG fahren ja auch fast nur Hafenarbeiter mit, hier währen es eher die Sesselpupser in der Teppichetagen (und somit CDU-Klientel).

Ihr müßt mal wissen, was Ihr wollt ! Einerseits wird hier ständig gemeckert, daß so viele Hamburger Auto fahren, andererseits wird jeder Vorschlag, diesen Autofahrern eine angenehme Alternative zu bieten gleich mit abfälligen Bemerkungen abgelehnt. Es ist doch klar, daß man, wenn man das Geld hat, nicht in einem überfüllten Bus fahren wird, der die gleiche Zeit braucht (oder sogar mehr) als im bequemen eigenen Auto. Ich bin mit meinen Eltern und Großeltern noch Alsterdampfer gefahren und kann bestätigen, daß das sehr schön war, da hat man gerne schon mal 15 Minuten länger in Kauf genommen, und viele Leute die es überhaupt nicht nötig hatten (auch Politiker) sind mit diesen Alsterdampfern gefahren. Vielleicht erinnern sich einige noch, daß man sogar Bürgermeister Hans-Ulrich Klose regelmäßig an der S-Bahnhaltestelle treffen konnte. Der fuhr natürlich 1.Klasse, obwohl er nicht zur “verkehrten” Partei gehörte.
Übrigens, bei der HADAG fahren kaum noch Hafenarbeiter mit, zwischen 80 und 90 % der Fahrgäste sind Touristen und Hamburger, die einfach nur mal einen Ausflug machen wollen.

Zur Klarstellung: Die Idee von Alsterfähren ist sehr gut. Diese allerdings als Heilmittel für den ÖPNV zu verkaufen, ist vollkommene Verkennung der Situation und zeigt… – naja, das habe ich oben schon ausgeführt. Um die 6 sinnvoll zu entlasten, bedarf es eines schienengebundenen Systems. Und zwar an Land. Eine Fähre wäre zwar schön, aber wieder die typische Hamburger Flickschusterei.

Sehr gute Idee, und bitte zum HVV-Tarif!

Einrichtungen wir die HADAG-Fähren machen Hamburg einmalig und bringen auch im Alltag die ganz besonderen Seiten der Stadt zur Geltng – Vor dem Hintergrund sind die Alsterfähren überfällig – Und ziehen vielleicht auch den ein oder anderen Autofahrer aufs Wasser.

Ach ja: Nahverkehr lohnt sich nie, der kostet immer Geld….

Genau ! Zum HVV-Tarif, und OHNE 1.Klasse-Zuschlag, denn dadurch ist die Alsterschiffahrt schon einmal zu Grunde gegangen. Bis ugf. 1980 kosteten die Dampfer keinen Zuschlag und es fuhren jährlich 1 1/2 Mio damit. Dann hat man den Zuschlag eingeführt und statt Mehreinnahmen fuhren plötzlich nur noch 600.000 Fahrgäste jährlich. Dadurch kam dann im Frühjahr 1984 das Aus dieser schönen Hamburgensie.

@ Michael
Eine Rundlinie gab es nicht. Es war vielmehr die gelbe Flagge, die Mundsburger Brücke, Fährdamm und Mühlenkamp mit ansteuerte. Bachstr. und Saarlandstr. wurden stillgelegt. Daraus ging die Kreuzfahrt hervor.

Hamburg muss seine Wasserwege nutzen bzw. wieder entdecken. Das ersetzt natürlich weder U- noch Stadtbahn, ist aber ein Mosaikstein zur Verkehrswende. Im Übrigen: der gesamte Nahverkehrsraum Aussenalster hat heute so gut wie keine ÖPNV-Anbindung – lediglich an der Lombardsbrücke (Haltestelle Kunsthalle) und an der Mundsburger Brücke bzw. an der Haltestelle Graumannsweg. Das ist nicht nur relevant für Tourist_innen, Jogger_innen und Sonntagsausflüge – nein, hier leben und arbeiten auch Menschen.

DAs Problem mit den Schiffen waere der geringe Einzugsbereich. Klar die Linie 6 ist hochbelastet, aber wie viele Leute fahren da den nun von den 2 Haltestellen Muehlendamm und Mundsburger Bruecke zum JUngfernstieg/Rathaus? Drei-vier Minuten extra duerften kein grosses Problem sein (insbesondere wenn man bedenkt dass die Schiffe wohl weniger verspatungsanfaellig waeren). Aber fuer die allermeisten Busfahrgaeste waeren es wohl viel mehr als das.

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