Corona: HVV-Kunden können ihr Abo jetzt pausieren lassen

Wegen der Corona-Krise fahren viele HVV-Stammkunden deutlich weniger oder gar nicht mehr mit Bahnen, Bussen und Fähren. Jetzt kommt der Verbund diesen Fahrgästen entgegen.
Christian Hinkelmann
Fahrkartenautomat der Hamburger S-Bahn
Fahrkartenautomat der Hamburger S-Bahn

Die Fahrgastzahlen im HVV sind seit Ausbruch der Corona-Krise massiv gesunken. Viele Stammkunden meiden derzeit aus Angst vor einer Infektion Bahnen, Busse und Fähren. Dazu kommt, dass viele Betriebe geschlossen sind oder ihre Angestellten aus dem Homeoffice arbeiten lassen. Außerdem sind Schulen, Restaurants und viele Geschäfte flächendeckend geschlossen.

Lange war unklar, was mit HVV-Zeitkarten passiert, die aus diesen Gründen nun nicht mehr genutzt werden aber jeden Monat viel Geld kosten.

Jetzt hat der Verkehrsverbund eine Regelung gefunden und kommt seinen treuesten Kunden mit einem großzügigen Angebot entgegen:

Ab sofort können Fahrgäste ihre Abo-Karten wegen der Corona-Krise pausieren lassen. Dafür müssen sich die Abo-Inhaber lediglich bei der Hochbahn oder der Deutschen Bahn melden und mitteilen, wie lange sie ihre Abo in die Pause schicken wollen. Maximal geht das bis zum 1. Juli 2020. Danach werden alle pausierten Abos automatisch wieder aktiviert, teilt der HVV auf seiner Website mit (siehe hier). Um ein Abo vorzeitig wieder zu reaktivieren reicht demnach eine E-Mail oder ein Telefonanruf.

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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5 Antworten auf „Corona: HVV-Kunden können ihr Abo jetzt pausieren lassen“

Was ich schade finde:
Keinerlei kritische Berichterstattung, dass diese Ankündigung am 31.3., am letztmöglichen Tag einer Kündigung für den April, kam! Wie viele haben bis dahin schon längst gekündigt? Was hat den HVV solange gehindert, dies einzuführen?
Und: warum kann man die HVV-Card nicht weiterhin für Einzelfahrscheine nutzen? Wozu werden die Abos digital hinterlegt, wenn man es nur „ganz oder garnicht“ nutzen kann? Bei einer Kündigung muss man ebenfalls eine neue Karte beantragen!

Durch Corona mache ich seit 14 Tagen sozusagen einen temporären „Seitenwechsel“ und fahre mit dem PKW auf Arbeit (Homeoffice ist leider nicht möglich). Aus dieser neuen Perspektive kann ich jetzt einen kleinen Erfahrungsbericht abgeben.
Der Bezirk Wandsbek ist tatsächlich für den Autoverkehr optimiert. So schnell, wie gegenwärtig auf der ehemaligen B75 kommt man sonst nirgends in Hamburg voran. Morgens ist die Fahrtrichtung stadteinwärts und nachmittags stadtauswärts auf „Grüne Welle“ geschaltet und man darf auch nicht groß unter 50km/h fahren, um diese einzuhalten. Und man sieht aus dieser Perspektive erst recht, wie weit hinten die HVV-Busse in der Wertigkeit rangieren. (Aus der Busperspektive ist es ja auch schon wahrnehmbar.) Selbst an der „berühmten“ Nordmarkstraße muss man als Autofahrer im Normalfall an keiner roten Ampel halten.
Erst nach der Kreuzung, an der der Steindamm beginnt, kommen Behinderungen durch Straßenbau und es ist nicht unbedingt mehr „Grüne Welle“. Und erst ab hier werden auch Radfahrer als Straßennutzer „sichtbarer“.

Ansonsten bin ich beruhigt, das es Loki (Rumpelbahn) und Herrn Jung (Anti-S4) offensichtlich gut geht, da sie weiterhin „die alten sind“…

Lieber HVV-Gegner,

die Nutzung des MIV kann ich aus klimapolitischen Gründen nicht gutheißen, aber wünsche dir alles Gute. Bleib gesund!

Mit systemrelevanten Grüßen
Loki

Lieber Loki,
auch wenn ich die Ablehnung einer Stadtbahn aus klimapolitischen Gründen nicht gutheißen kann, wünsche dir alles Gute. Bleib ebenfalls gesund!
Mit 😉 Grüßen
der „HVV-Gegner“

Ein 365 EUR jahresticket für den Stadtbereich Hamburg und EUR 500 für den gesamten HVV-Bereich wäre jetzt die richtige Antwort, um die treuesten Fahrgäste wieder zurück in den HVV zu holen.

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