Coronavirus: Moia reduziert Passagierzahl in Fahrzeugen

Moia nimmt seit Montag nur noch fünf statt sechs Passagiere mit und ruft Fahrgäste auf, bei Corona-Krankheitssymptomen nicht mitzufahren. Keine Änderungen bei Ioki geplant.
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Ein Moia-Fahrzeug des Ridesharing-Anbieters Moia in Hamburg

Das Coronavirus hat auch Auswirkungen auf die neuen Shuttledienste Moia und Ioki in Hamburg.

Moia verringert die Zahl der Fahrgäste in seinen Kleinbussen. Seit Montagnachmittag werden pro Fahrzeug nur noch maximal fünf statt sechs Fahrgäste transportiert. Das erklärte Moia-Pressesprecher Christoph Ziegenmeyer auf NahverkehrHAMBURG-Anfrage. Damit soll mehr Abstand zwischen den Passagieren geschaffen werden, um die Ansteckungsgefahr zu senken.

Die Fahrer seien durch die Bauart der Fahrzeuge räumlich vom Fahrgastraum abgegrenzt und hätten aufgrund des Verzichts auf Bargeldzahlung auch keinen direkten und indirekten Kundenkontakt.

Passagiere mit Krankheitssymptomen sollen Moia-Shuttles meiden

Zudem würden sich die Türen zum Fahrgastraum automatisch öffnen und schließen, wodurch Hautkontakte zu Oberflächen entfallen. Die Fahrzeuge würden außerdem täglich mehrfach von Innen gereinigt – unabhängig vom Coronavirus.

Darüber hinaus bittet Moia alle Fahrgäste, die Corona-Krankheitssymptome an sich feststellen, keine Fahrzeuge zu buchen. „Wir appellieren an unsere Kunden, sich solidarisch gegenüber Ihren Mitmenschen zu zeigen, denn nur gemeinsam können wir diese besondere Zeit bewältigen“, so Ziegenmeyer.

Ioki: Keine besonderen Vorkehrungen wegen Coronavirus

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8 Antworten auf „Coronavirus: Moia reduziert Passagierzahl in Fahrzeugen“

Also bei den allermeisten Moias, die ich so sehe, müsste man den Fahrer weglassen, wenn man die Personenzahl um 1 reduzieren möchte…

Treffend, musste herzlich lachen :-))
Liebe Leute, auch in Zeiten von Corona nicht den Humor verlieren!

Moia HÄTTE einen Sinn, wenn es wie IOKI betrieben würde, aber nicht als weiteren Zusatz zu einem engen ÖPNV-Netz im verdichteten Kernbereich Hamburgs (und zu den dortigen E-Scootern). Selbst die Hochbahn nimmt wohl Abstand zu ihrem “Liebling” und setzt neuerdings auf den OnDemand-Service der Konkurrenz: https://test.nahverkehrhamburg.de/hochbahn-laesst-on-demand-shuttles-zum-hvv-preis-in-hamburg-untersuchen-14412/
Da dann noch die gegenwärtige Wirtschaftlichkeitseinschätzung der Mutter (VW) dazu kommt, gebe ich Moia keine große Zukunft in HH.

Lustige Antwort.
Aber die Denkweise – sofern man überhaupt von “Denken” reden kann, das 6 Leute im Wagen riskanter sind als 5 ist schon als dümmlich zu bezeichnen.
Aber auch daran ist zu erkennen, wie sehr diesen Leuten dort der Sinn für die Realität fehlt, und wie deren Wunschdenken krampfhaft versucht wird als real hinzustellen.
Ich schätze, das höchstens zweimal am Tag ein Moia Wagen vollbesetzt sein wird in Hamburg.
Das bringts aber…. Und bei Corona Verdacht sollte man nicht mit fahren.. Auf welchem Planeten leben diese Menschen von Moia eigentlich ?!

Fällt Ihnen in diesen Tagen zur brandgefährlichen Rolle des ÖPNV im Fall einer Pandemie nicht mehr ein, als per Leserkommentar auf einen Verkehrsträger einzuprügeln, der im ÖPNV in Hinsicht auf „social distancing“ neue Maßstäbe setzt? Was soll der ständige Hinweis auf die schlechte Auslastung der MOIAs? – Kennen Sie den Wirkungsgrad der ersten Lokomotiven? Der war ähnlich erbärmlich. Hätte man deswegen auf den Bau von Eisenbahnen verzichten sollen? Oder hätte man es wegen der Kinderarbeit in den walisischen Bergwerken tun müssen?

Sie halten offenbar sehr wenig von kleinen ÖPNV-Fahrzeugen, befürworten statt dessen die allseits bekannten großen Fahrzeuge, ich vermute, vorzugsweise auf der Schiene. Ähnlich riskant wie das 100 Jahre alte ÖPNV-System mit 4 Stehplätzen pro m² (nur in der Theorie!), war einst auch die Hamburger Wasserversorgung im 19. Jahrhundert.
Die Stadt war mit Beginn der Industriealisierung gewachsen, es gelangten immer mehr Fäkalien in die Elbe, so dass die Wasserqualität des ungefilterten Elbwassers immer weiter abnahm. Dann kamen ab 1828 die ersten kleineren Cholera-Epidemien auf. Daraufhin verlegte man die Abwassereinleitung um ein paar km stromab und beließ es dabei. In einem heißen Sommer kam es dann 1892 unter den 500.000 Einwohnern zum Ausbruch der großen Cholera-Epidemie. Von 17.000 Erkrankten starb jede/r Zweite.

Inzwischen hat sich unsere Umwelt noch weiter verändert, sie hat sich globalisiert. Millionen Menschen jetten täglich um den Erdball. Gestern noch mit der U-Bahn durch New York, am nächsten Tag schon wieder in HH mit dabei, sich um 7.30 Uhr noch einen Stehplatz in der S3 zu erstreiten. – Das geht 1000 Mal gut – und einmal geht es gründlich schief. Dann kann die Menschheit nur hoffen, dass sie es nicht mit einem wirklich gefährlichen Erreger zu tun hat.

Es ist bekannt, dass Flugzeuge extreme Virenschleudern sind, weil die Luft im Flieger sehr trocken ist, wodurch die Nasenschleimhäute rissig werden und angreifbar sind. Auch beim kollektiven ÖPNV mit Massenverkehrsmitteln ist lt. einer kleinen britischen Studie die Ansteckungsgefahr für eine Erkrankung der Atemwege um das 6-fache erhöht! – https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_44090516/erkaeltungsgefahr-in-bus-und-bahn-besonders-hoch.html – Dergl. Hinweisen wiegelte der Pressesprecher der Hamburger Hochbahn dieser Tage mit den Worten ab, das Infektionsrisiko im ÖPNV sei „nicht höher als im öffentlichen Raum“.

Wenn es dem Cholera-Bakterium bzw. dem Corona-Virus einmal gelungen ist, sich über ein bestehendes System in kürzester Zeit auszubreiten, dann – das ist die Lehre aus der Geschichte – kann und wird es sich wiederholen, und dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir es eines Tages mit einem extrem tödlichen Erreger zu tun bekommen.

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