Das ändert sich zum HVV-Fahrplanwechsel im Dezember

Dichterer Takt, neue Linien: Mehr als 120 größere Veränderungen in Hamburg geplant. Lesen Sie hier alle bisher bekannten Maßnahmen in der Übersicht - Linie für Linie. Einige ehemals versprochene Verbesserungen lassen auf sich warten.
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Display mit Anzeige der nächsten Abfahrten im U-Bahnhof Elbbrücken in Hamburg - im Hintergrund eine U-Bahn

Am 13. Dezember beginnt der neue HVV-Fahrplan für das Jahr 2021 und wie jedes Jahr ändern sich damit auf zahlreichen Linien Abfahrtszeiten und Angebote. Rund 120 größere Änderungen plant der Verbund insgesamt. Das geht aus einer Mitteilung an die Hamburgische Bürgerschaft hervor, die NahverkehrHAMBURG vorliegt.

U-Bahn fährt an Wochenendnächten bis Großhansdorf

Zu den wichtigsten Neuerungen gehört beispielsweise, dass die U-Bahnen in den Wochenendnächten endlich bis nach Großhansdorf hinaus fahren und nicht mehr komplett in Volksdorf enden.

Zwischen dem Hauptbahnhof und Neugraben fahren die S-Bahnen künftig tagsüber alle fünf Minuten und die S3 fährt an den Samstagen abends und an den den Sonntagen sogar ganztags doppelt so häufig wie bisher.

Im Regionalbahnverkehr fahren die Züge zwischen Hamburg und Lübeck ab Dezember auch an den Wochenenden im Halbstundentakt (Einzelheiten hier).

Schnellbus 36 wird durch neue Metrobuslinie ersetzt

Im Busverkehr wird die Schnellbuslinie 36 abgeschafft und durch eine neue Metrobuslinie 16 ersetzt – zumindest auf den wichtigsten Streckenabschnitten. Auch andere Schnellbuslinien werden entweder verkürzt oder seltener befahren. Dafür werden mehrere Metro- und Xpressbuslinien verlängert.

Außerdem führt der HVV mehrere neue Stadtbuslinien ein, unter anderem zwei neue Tangentialverbindungen zwischen Neuallermöhe und Mümmelmannsberg, sowie zwischen Klein Flottbek und Stellingen, bzw. Eidelstedt.

Und: Finkenwerder bekommt zwei neue Quartierslinien und der Quartiersbus in Rissen fährt künftig öfter und auf einem verlängerten Linienweg (alle 120 bisher bekannten Fahrplanänderungen lesen Sie unten im kostenpflichtigen Bereich des Artikels ausführlich).

Im Vergleich zu den großen Angebotsoffensiven der vergangenen Jahre fallen die Verbesserungen in diesem – von Corona geprägten – Jahr allerdings insgesamt etwas geringer aus. Und: Einzelne Verbesserungen, die der Hamburger Senat im Sommer 2019 für den Fahrplanwechsel im Dezember 2020 zugesagt hatte (siehe hier), kommen nun offensichtlich doch nicht.

Ein Beispiel ist die Hamburger U-Bahn. Eigentlich sollte zum kommenden Fahrplanwechsel auf den Linien U1, U2 und U3 auf Hamburger Stadtgebiet eine so genannte Garantie für einen 5-Minuten-Takt (montags bis freitags 6 – 21 Uhr, samstags 9 – 21 Uhr, sonntags 11 – 21 Uhr) eingeführt werden. Doch in den Fahrplanänderungen, die der HVV vor einigen Tagen an die Bürgerschaft kommuniziert hatte, wird diese Maßnahme nicht mehr mehr erwähnt.

Eine Sprecherin der Hamburger Verkehrsbehörde räumte vor einigen Wochen auf NahverkehrHAMBURG-Anfrage ein, dass es bei dieser noch weiteren ehemals zugesagten Angebotsverbesserungen zu Verzögerungen gekommen sei. “Es gibt (…) Maßnahmen, die von den Antragstellern (…) unter dem Begriff ‘Angebotsoffensive II’ subsummiert werden und noch der Umsetzung harren. Dazu gehören beispielsweise die Ausweitung der 5-Minuten-Taktgarantie auf den Linien U1, U2 und U3 sowie die Ausweitung der Betriebszeiten der Linie S2.” Auf die Frage, wan…

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3 Antworten auf „Das ändert sich zum HVV-Fahrplanwechsel im Dezember“

“Im Vergleich zu den großen Angebotsoffensiven der vergangenen Jahre fallen die Verbesserungen in diesem – von Corona geprägten – Jahr allerdings insgesamt etwas geringer aus.”

Lol – vielleicht nicht mehr als in allen der letzten Jahren, aber sich auch nicht am wenigestens. Und sicherlich mehr Verbesserungen als in jedem Fahrplanwechsel vor so 2010…

Nach der Abschaffung der 1. Klasse in der S-Bahn stirbt mit dem Schnellbus jetzt die letzte Möglichkeit aus, sich im Stadtverkehr gegen Zahlung eines kleinen Aufpreises halbwegs komfortabel fortzubewegen. Da wird das eigene Auto leider doch wieder ein Stück attraktiver, vor allem in den Abend- und Nachtstunden.

Da muss ich Ihnen Recht geben.

Ich finde es sehr ärgerlich, dass unter den gegenwärtigen Corona-Bedingungen die Schnellbuslinie 36 abgeschafft und die Linie 37 auf einen durchgehend nur 20-Minuten-Takt reduziert wird. Ich hatte gehofft, dass, nachdem ich erfahren hatte, dass die 36 entfallen wird, dafür die 37 im Bereich Hbf – St. Pauli durchgängig alle 10 Minuten fahren würde.

Um mich möglichst vor einer Ansteckung zu schützen, hatte ich mich dazu durchgerungen, mein ProfiTicket AB auf die 1. Klasse zu erweitern, also freiwillig mehr als 40 Euro im Monat zusätzlich zu bezahlen. Ich benutze die Linie RB 81, die bis zum Fahrplanwechsel, und vermutlich noch weit darüber hinaus, werktags nur auf den halbstündlichen Grundtakt reduziert und damit stark überfüllt ist. Zudem halten sich seit vorletztem Septemberwochenende die Züge Richtung Hbf noch länger in Hasselbrook auf, d.h. ein für die Fahrgäste ungewolltes längeres Verbleiben im abgeschotteten Luftumfeld des Waggons.

In der 1. Klasse ist es da schon etwas sicherer, obwohl es z.B. im Zug, der lt. Plan 7:48 Uhr am Hbf ankommt, einen Fahrgast gibt, der prinzipiell nicht seine Nase bedeckt, auch nicht nach Aufforderung durch andere Fahrgäste. Ich meide deshalb diesen Zug, obwohl er für mich ideal wäre.

Leider sind gerade die Übergänge auf beide Schnellbuslinien von den verbleibenden Zügen der RB 81 ungünstig und mit längerer (bis zu 20 Minuten) Wartezeit verbunden. Meine Hoffnung war, dass diese Übergänge durch einen künftig 10-minütigen Takt des Schnellbusses 37 verbessert würden. Die U3 möchte ich meiden.

Ohne Corona-Pandemie wäre eine Abschaffung der Schnellbusse sicher sinnvoll. Aber durch die veränderten Bedingungen bin ich mir sicher, dass dies jetzt kontraproduktiv ist und mehr Fahrgäste den gleichen Schritt (Übergang auf die 1. Klasse) vollzogen haben, wie ich.

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