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Das hat Hamburg seit 2013 für den Radverkehr getan

Mehr Radwege, mehr Stellplätze, mehr StadtRäder: Hamburg will den Fahrradverkehr in Hamburg in den nächsten Jahren deutlich schneller und umfassender ausbauen als bisher. Gestern zog der rot-grüne Senat schon einmal eine Bilanz der vergangenen zwei Jahre und stellte seinen "Fortschrittsbericht 2015" vor.
Christian Hinkelmann
Neuer Fahrradweg in Hamburg-Wilhelmsburg
Positivbeispiel: Breiter Zweirichtungs-Fahrradweg in Hamburg-Wilhelmsburg

Demnach wurde das StadtRad-System kontinuierlich ausgebaut und verfügt inzwischen über 1.800 Räder an 159 Stationen. Bis Jahresende sollen es 200 Ausleihstationen werden. Außerdem sind laut Senat von den 14 geplanten Velo-Routen (Fahrradhauptverbindungen) bislang 80 Kilometer fertiggestellt. 200 Kilometer sind allerdings noch offen. Sie sollen bis zum Jahr 2020 realisiert werden.

Seit 2013 wurden insgesamt ca. 42 Kilometer Radwege ausgebaut oder instandgesetzt. Zudem erklärte der Senat gestern, dass inzwischen 80 Prozent aller Einbahnstraßen von Radfahrern in der Gegenrichtung befahren werden dürfen. Und: Die Zahl der Fahrradstellplätze ist gewachsen. In den vergangenen zwei Jahren wurden knapp 1.000 Fahrradbügel zum Anschließen der Räder aufgestellt.

Verkehrssenator Horch (parteilos): „Das Fahrrad gewinnt in Hamburg immer mehr an Bedeutung. Für diese Legislaturperiode ist das Thema Radverkehr einer der Schwerpunkte in der Verkehrspolitik des Senats.“

Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Martin Bill, ergänzt: „In den kommenden Jahren sollen mehr als 130 Kilometer Fahrradstrecken saniert und gebaut werden. Das ist fast eine Verdreifachung der Investitionen in den Radverkehr. Damit vollzieht Hamburg die Verkehrswende.“

Kritik kommt von der Opposition: „Die Verkehrswende erreicht man nicht mit der Brechstange. Wenn der Senat jetzt Fahrradstre…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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Das Bildbeispiel zur Radfurt an der Grindelallee („vorbildlich ausgebaut“) zeigt das Dilemma. Nur explizit die Furt wurde gut ausgebaut, drumherum gibt es fast ausschließlich Murks. In Richtung Westen schließt der handtuchschmale Fakeradweg der Bundesstraße an, der dreisterweise sogar benutzungspflichtig, wegen vieler darauf parkender Fahrräder oder abgestelltem Müll aber meistens unbenutzbar ist. In Richtung Innenstadt geht es auf einem Zweirichtungsradweg auf der Edmund-Siemers-Allee weiter, neben dem ein nur 1,5 Meter breiter Gehweg verläuft – und das vor dem Unihauptgebäude und in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Dammtor. Bei jeder Grünphase strömen zu Unibeginn oder Uniende Fußgängermassen über die Straße und dann auf dem Radweg entlang, der für Radler dann kaum benutzbar ist. All das wird mit dem plakativen Bildchen mit etwa 20 Meter neuer breiter Furt verschleiert.

Natürlich hat es Fortschritte gegeben, wie z.B: beim Bau der Veloroute 8in Hamm-Nordund Borgfelde. Was aber durchgreidend fehlt, ist ein nachhaltiges Einwirken auf die vom Wirtschaftswunderdenken geprägte Einstellung der Menschen. Solange sich die Einstellung der BürgerInnen zum Radverkehr nicht ändert, wird sich -bei allen gutgemeinten Maßnahmen- nichts ändern und die Radverkehrsanlagen werden weiterhin als Gehwegfächen oder Reserveparkplätze wahrgenommen und benutzt.

Das Foto von der Hoheluftchaussee ist tatsächlich ein Beispiel für einen SEHR schmalen Radweg.
Dennoch fahre ich als Radfahrer an Hauptverkehrsstraßen deutlich lieber auf einem Radweg auf dem Bürgersteig.
Diese Radstreifen auf den Straßen mag ich nicht.
Und sogar beim dem Beispiel Hoheluftchaussee: ja, er ist sehr schmal, aber man kann da doch fahren.

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