Das sagt die Politik zum neuen S-Bahn-Vertrag

Hamburgs Politik reagiert unterschiedlich auf die geplante Verlängerung des S-Bahn-Vertrags mit der Deutschen Bahn bis zum Jahr 2033.
Christian Hinkelmann
S-Bahn am Hamburger Hauptbahnhof
S-Bahn am Hamburger Hauptbahnhof

Die CDU äußerte sich nach der Bekanntgabe des Ausschreibungsgewinners positiv. „Die Deutsche Bahn hat sich bisher als Betreiber gut präsentiert. Es ist gut, dass sie jetzt noch einmal 60 neue Züge kauft“, erklärte der verkehrspolitische Sprecher Klaus-Peter Hesse.

Grünen-Verkehrsexperte Till Steffen bemängelt, dass die Vergrößerung der Flotte um bis zu 86 Züge nur als Option im neuen Verkehrsvertrag verankert ist. „Die S-Bahn platzt bereits heute oft aus allen Nähten. Daher ist es dringend geboten, dass jetzt weitere Züge bestellt werden, die dann 2018 auch einsatzfähig sind. Dies hätte bei der Vergabe mitberücksichtigt und verhandelt werden müssen.

Auch die LINKE fordert eine sofortige Flottenvergrößerung und befürchtet zugleich, dass die mit der Bahn ausgehandelten günstigeren Konditionen für den künftigen S-Bahn-Verkehr über niedrigere Löhne erkauft wurden. Heike Sudmann, verkehrspolitische Sprecherin: „Der S…

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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Eine Antwort auf „Das sagt die Politik zum neuen S-Bahn-Vertrag“

Herr Steffen hat vollkommen recht – die Vergrößerung der Flotte (und zwar nicht nur um eine 8-Wagen-Reserve) hätte Vertragsbedingung sein müssen. Die Situation mit den unsäglichen 3-Wagen-Kurzzügen auf der S 11 im Berufsverkehr in denen man häufig ein Gefühl dafür entwickeln kann, wie sich Massen-Tierhaltung anfühlt, muss schnellstens abgestellt werden. Von der S3 ganz zu schweigen.

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