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Das sind die „erfolgreichsten“ festen Blitzer in Hamburg

Nirgendwo in Hamburg werden so viele Raser erwischt wie auf der Stresemannstraße. Mehr als 2 Millionen Euro mussten Autofahrer dort im vergangenen Jahr zahlen.
Christian Hinkelmann
Radarfalle (Blitzer) auf der Stresemannstraße in Hamburg
Radarfalle (Blitzer) auf der Stresemannstraße in Hamburg

An keinem anderen Ort in Hamburg werden so viele Autofahrer beim illegalen Rasen erwischt, wie auf dem Tempo-30-Abschnitt in der Stresemannstraße.

Mehr als 80.000 Anzeigen haben die beiden fest installierten Blitzer dort im vergangenen Jahr generiert und der Stadt Einnahmen von mehr als 2,1 Millionen Euro beschert.

Das hat die Innenbehörde auf NahverkehrHAMBURG-Anfrage bestätigt und beruft sich dabei auf eine Auswertung der Bußgeldstelle im Einwohner-Zentralamt.

Die meisten Raser auf der Stresemannstraße stadtauswärts

Auffallend ist dabei, dass der Stresemannstraßen-Blitzer in Fahrtrichtung stadtauswärts fast doppelt so hohe Einnahmen generiert, wie die Radarfalle in der Gegenrichtung.

Rund 37.500 Raser wurden im vergangenen Jahr auf der Wandsbeker Chaussee erwischt. Die beiden festen Blitzer haben dort zusammen fast 700.000 Euro eingenommen.

Große Einnahme-Unterschiede bei Elbbrücken-Blitzern

Eine weitere große Einnahmequelle ist der Blitzer auf der neuen Elbbrücke an der linken Spur stadteinwärts. Hier wurden rund 14.400 Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit erwischt. Einnahmen: Rund 408.000 Euro. Bemerkenswert: Der an derselben Stelle aufgebaute Blitzer am rechten Fahrbahnrand löste dagegen nur rund 3.150 Anzeigen aus und brachte somit nur rund 83.500 Euro in die Stadtkasse.

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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6 Antworten auf „Das sind die „erfolgreichsten“ festen Blitzer in Hamburg“

Wenn eine Blitzer ca. EUR 100.000,- Installations- und Gerätekosten verursacht, ist die Aufstellung weiterer Blitzer eine hochrentable Investition für die Stadt. Also feste Blitzer dort installieren, wo Erträge von mehr als EUR 50.000 pro Jahr zu generieren sind. Investitionen im öffentlichen Raum mit einer Pay-back-Periode von weniger als 2 Jahren gibt es Hamburg nicht viele. Da gibt es sicher reichlich Stellen in Hamburg wo sich das lohnen würde. Und Jahresgesamteinnahmen von bis zu EUR 30 Mio. wären bei konsequenter Umsetzung und Kontrolle der Tempolimits durchaus im Bereich des möglichen. Und wenn diese Blitzereinnahmen dann auch noch zweckgebunden für den Ausbau des Radwegenetzes verwendet würden, hätte Hamburg am Ende der Tage sogar deutlich bessere Radwege.

Und auch das ist nur ein Bruchteil der zu schnell Fahrenden. Neben all den anderen Verstößen, die in Hamburg zur Normalität gehören. Höhere Strafen und weit mehr Kontrollen wären für die Unbelehrbaren das Richtige.
Grüne Welle bei 50 (oder 30!) die Lösung für die Nicht Rambo-Autofahrer.

Vielleicht könnte der Autor des Artikels noch in die Tiefe gehen, den eine ganz entscheidende Frage stellt sich: Der Blitzer in der Kollaustr. (beidseitig) ist seit Monaten ausser Betrieb, auch schon 2016 und 2015 war dieser Blitzer nur sporadisch technisch ausgestattet. (Sicher auch wegen Bauarbeiten für Busbeschleunigung).

Also meine Fragen zu dem Artikel:
– an wie vielen Tagen im Jahr war der Blitzer aktiv ?
– kann es sein, da Speicherkapazität voll war, diverse Tage keine Aufnahmen gemacht werden konnten ?
– kann es sein, dass bei den älteren Modellen, den Blitzern auf dem Mast nicht genügend Technik zu Verfügung steht und deswegen nur mal der eine oder der andere blitzen „kann“ ?

Weitere Frage: Was ist eigentlich mit den Ampelblitzern ? Hier würden mich insbesondere mal Ergebnisse interessieren.

Gruss
Jan

Es sollte viel öfter kurz hinter den fest installierten Geschwindigkeitskontrollen mobile Kontrollen erfolgen. So würden endlich diejenigen erwischt werden die kurz vor den stationären Kontrollen bremsen um dann wieder Gas zu geben!

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