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Das sind die profitabelsten Verkehrsunternehmen in Hamburg

Welches Verkehrsunternehmen in Hamburg macht am meisten Gewinn und die wenigsten Verluste? Wer bekommt die größten Ausgleichszahlungen der Stadt? Eine Übersicht.
Christian Hinkelmann

Der öffentliche Nahverkehr in Deutschland ist in der Regel ein Verlustgeschäft. Auch in Hamburg macht keines der städtischen Verkehrsunternehmen Gewinne ­– trotz vergleichsweise hoher Fahrpreise. Die Minusbeträge gleich der Hamburger Senat, bzw. der Steuerzahler aus.

Allerdings gibt es zwischen den einzelnen Verkehrsträgern und Verkehrsmitteln große Unterschiede, wie eine Senatsantwort auf eine Anfrage des CDU-Politikers Dennis Thering ergeben hat (Drucksache 21/13774).

Hochbahn ist das effizienteste Verkehrsunternehmen

Das effizienteste Verkehrsunternehmen in Hamburg ist die Hochbahn: Sie hat im vergangenen Jahr einen Kostendeckungsgrad von 92,9 Prozent erreicht – ein Rekordwert! Trotzdem musste die Stadt Hamburg im vergangenen Jahr immer noch 44,8 Millionen Euro Verlustausgleich an die Hochbahn bezahlen. Das ist der höchste Defizitbetrag aller städtischen Verkehrsunternehmen, wobei die Hochbahn (U-Bahn und Busse) auch mit Abstand der größte Betrieb ist.

Im Jahr 2011 lag der Kostendeckungsgrad noch bei 89,2 Prozent, die Stadt musste damals noch rund elf Millionen Euro mehr an Verlustausgleich zahlen.

VHH arbeitet ebenfalls sehr effizient

Ebenfalls hocheffizient arbeiten die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH), die viele Buslinien in Hamburg und dem Umland betreiben. Zwischen 2011 und 2017 kletterte der Kostendeckungsgrad des Unternehmens von 85,1 auf 91,4 Prozent nach oben. Die Verlustausgleichszahlungen sanken im selben Zeitraum von 18,8 Millionen auf 1…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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9 Antworten auf „Das sind die profitabelsten Verkehrsunternehmen in Hamburg“

Die Zahlen kann man doch nicht ernst nehmen. Die Kostendeckungsgrade haengen doch stark von der Einnahmeverteilung ab, und die ist doch auch ein politischer Vertrag. Man koennte die auch so aendern das Hochbahn viel schlechter dasteht und Hadag viel bessser, und sie waere immer noch gesetzeskonform.

Bei einer Ausgleichszahlung von 68 Mio € und einer Einwohnerzahl von 1,7 Mio macht das lediglich 40 € pro Nase…und entlastet die Straßen ungemein. So what ?

Wie oben bereits beschrieben, sind die 68 Mio. € für alle Verkehrsunternehmen nur für den Betrieb, ohne Infrastrukturinvestitionen oder Fahrzeugbeschaffung sowie ohne die ganzen anderen Zuschüsse nach § 45a PBefG usw. Die gesamten Zahlungen der FHH für den ÖPNV sind ein Vielfaches der 68 Mio. €. p.a.

Angesichts des generellen strukturellen Defizits im ÖPNV ist allein schon die Überschrift „…profitabelste…“ absolut irreführend. Zudem entsprechen die S-Bahn-Bestellerentgelte den Defizitausgleichen, die Hamburg an seine eigenen Verkehrsunternehmen zahlt.

Die Aussage „das effizienteste Verkehrsunternehmen in Hamburg…“ ist so nicht richtig, weil Sie die privaten Busverkehrsunternehmen, die z.T. auch im städtischen ÖPNV unterwegs sind, in Ihrer Darstellung außen vor gelassen haben. Diese sind gezwungen auf wirtschaftlich gesunder Basis zu fahren, weil sie keinen Defizitausgleich bekommen und in diesem Fall vom Markt verschwinden würden.

Es müsste also richtigerweise heißen: „das effizienteste kommunale Verkehrsunternehmen in Hamburg…“

Danke für den Hinweis. In dem Artikel wird mehrfach darauf hingewiesen, dass es ausschließlich um die Verkehrsunternehmen im Besitz, bzw. Teilbesitz der Stadt Hamburg geht.

„Ihr Kostendeckungsgrad liegt nur bei 53,2 Prozent. 2017 war der Wert mit 54,3 Prozent nur knapp höher.“

War da 2016 gemeint? Für 2018 werden doch noch keine Zahlen vorliegen. Und bei der AKN wird dann ein längerer Zeitraum genommen, obwohl die letzten Entwicklungen im Trend ja ganz okay waren.

Wie auch immer. Interessant wäre zudem nicht nur der Betrieb, sondern auch Planung und Bau, auch wenn dies nicht einfach den einzelnen VUs zugeordnet werden kann, z.B. das famose Busoptimierungsprogramm oder die formidablen Projekte wie U4, U5, S21 und S4. Aus eigener Tasche können und sollen die Projekte ja selbstverständlich nicht bezahlt werden, auch wenn dies wohl eine deutliche Entspannung der Fahrgastzahlen zur Folge hätte.

Danke für den Hinweis. Die Zahlen beziehen sich alle auf den Zeitraum 2011 – 2017, wie auch aus den Diagrammen hervorgeht. Ich habe den Text noch einmal entsprechend konkretisiert.

Was hier immer wieder gern vergessen wird, dass die FHH bzw. auch die anderen Aufgabenträger bei weitem nicht nur die Verlustausgleiche zu leisten haben. Neben den bereits genannten Zuschüssen bzw. Kostenübernahmen für Infrastrukturprojekte wie U4 Horner Geest, barrierefreier Ausbau von Haltestellen usw., kommen auch noch Ausgleichszahlungen für den Schülerverkehr und Schwerbehinderte hinzu. Letztere werden durch die Unternehmen als Einnahmen verbucht, obwohl eigentlich Zuschüsse aus Steuermitteln. Ähnlich werden auch die Sozialtickets behandelt, bei der eine Kostenübernahme durch die Aufgabeträger stattfindet. Wäre man ggü. den Kunden und Steuerzahlern ehrlicher und buchte man dies entsprechend in die G+V-Rechnung, würde ein wesentlich niedrigerer Kostendeckungsgrad ausgewiesen werden.

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