Das wollen die Anwohner der geplanten U5 wissen

Vorgestern Abend hat in Bramfeld offiziell die Bürgerbeteiligung für den ersten Abschnitt der geplanten neuen U-Bahnlinie U5 begonnen. Was waren die brennendsten Fragen der rund 90 Teilnehmer? Und welche Antworten hat die Hochbahn gegeben? NahverkehrHAMBURG fasst die wichtigsten Punkte zusammen.
Von Christian Hinkelmann
Fotomontage: U5 Richtung Bramfeld in Hamburg
Fotomontage: Ein U-Bahn-Zug der geplanten Linie U5 nach Bramfeld in Hamburg

Die erste Veranstaltung im Rahmen der Bürgerbeteiligung rund um die geplante U-Bahnlinie U5 ist geschafft. Am Dienstagabend kamen auf Einladung der Hochbahn rund 90 Anwohner in der Stadtteilschule Bramfeld zusammen. Eingeladen waren 6.000.

In der Veranstaltung ging es um den ersten sechs Kilometer langen Bauabschnitt zwischen Bramfeld und der City Nord (U5 Ost). Knapp anderthalb Stunden lang wurde viel gefragt und diskutiert.

NahverkehrHAMBURG fasst die wichtigsten Punkte der Veranstaltung zusammen.

Was wollten die Bürger wissen?

Grundsätzlich äußerten sich etwa ein Dutzend der rund 90 Teilnehmer, mehrere begrüßten das Projekt ausdrücklich. Auch dass die charakteristischen alten Bäume auf dem Dorfplatz fast alle unangetastet bleiben sollen, wurde positiv registriert. Sorgen machen sich die Bürger vor allem über die Beeinträchtigungen während der Bauzeit. Die von den Bürgern geforderten Aufzüge, Rolltreppen, Unterführungen und Radabstellplätzen hatten die Planer bereits eingeplant. Zum Hinweis eines Anwohners auf den sandigen Boden im Bereich Leeschenblick wurde ein weltweit bewährtes Verfahren erläutert: ggf. wird eine besondere Flüssigkeit in den Boden eingebracht, die den Sand festigt, so dass beim Durchbohren der Boden nicht nachrutschen kann.

Ängste um die Sicherheit des fahrerlosen Betriebs der Linie U5 konnten die Planer mit Hinweis auf rund 100 automatisch betriebene U-Bahnstrecken weltweit zer…

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8 Antworten auf „Das wollen die Anwohner der geplanten U5 wissen“

hm…und wie soll die U5 finanziert werden? bekannt ist, dass Hamburg selbst 100 Mio pro Jahr zuschiessen will, aber wer weiss, was der Bund bereit ist, beizusteuern: wenn man weiter sieht, wie lange es jetzt schon dauert, 15 Mio fuer den Bau einer S-Bahnhaltestelle in Ottensen zu bekommen, wie soll das dann bei 2 Mrd aussehen (denn so hoch wird der Bundesanteil mindestens sein).
Und mir fehlt auch die Stadtentwicklung bei diesem Projekt; wird zum Bsp. die Kleingartensiedlung am Ruebenkamp endlich abgerissen und dafuer Wohnungen gebaut? Und wie soll in Ruebenkamp der Uebergang U5/S1 eigentlich aussehen?
Hier in London werden 13 Mrd ausgegeben, dafuer aber werden fast alle Stationen privat finanziert und in Schopping Center umgewandelt: und eine Verbindung nach Farmsen waere absolut sinnvoll, es wuerde ein Betriebswerk in Ohlsdorf sparen (auch dort koennten dann vermehrt Wohnungen gebaut werden und eine zusaetzliche U Bahn Station als Anschluss.

Komisches Hamburg: Zur sogenannten Busbeschleunigung Papenhuder Straße/ Hofweg in Uhlenhorst kamen 900 Bürger in die Bürgerbeteiligung in die St. Gerturdskirche. In Bramfeld interessieren sich gerade mal 90 Leute für das Thema U 5. Als Bramfelder wäre ich dafür, dass die U-Bahn den tatsächlichen Verkehrsströmen nach Barmbek folgt. Aber die Trasse sowie das Verkehrsmittel U-Bahn in großer Tieflage sind ja bereits entschieden.

“die Zahlen der Einwohner und Arbeitsplätze (incl. geplanter Neubauten) und der hochbelasteten Buslinien” ausgewertet. Und dabei ist die heutige Bushaltestelle “Werner-Otto-Straße”, die von Mitarbeitern des gleichnamigen Internethändlers intensiv genutzt und mit stets brechend vollen Bussen (166, 173, 8) angefahren wird, nicht herausgeplumpst? Zumal dort ja auch noch reichlich Geschoßbauten sowie Standorte von Vattenfall und Cocacola nebst einigen Kleinbetrieben sind. So werden nun weiterhin die Busse all diese Werktätigen anliefern müssen, obwohl der Standort geradezu umzingelt ist von U-Bahn-Haltestellen: Neben der in Bramfeld noch Wandsbek-Gartenstadt und Habichtstraße. Nur leider alle in keiner fußläufigen Entfernung.
Man sollte den Beritt dort mit einer U5-Haltestelle bedenken und gleich nach Wandsbek-Gartenstadt weiterfahren. Und den Zipfel der U3 bis Barmbek auch der U5 zuschlagen. Dann kann die U3 endlich eine echte Ringlinie werden.

Nur 90 Interessierte ? Das haut keinen vom Hocker.
Als vor Monaten im Bürgerhaus Osdorfer Born die Planungen vorgestellt wurden (Westast) war der Saal voll.
Der Bau des Ostastes, die “Kurven-U-Bahn”, wird ohnehin scheitern. Viel zu weit entfernt von den Bedürfnissen der Bevölkerung. Bramfelder fahren nach Wandsbek und Steilshooper (das EKZ dort ist etwas trist) sind nach Barmbek orientiert.
Das Zentrum von Barmbek-Nord ist die Gegend um die Herrmann-Kaufmann-Strasse und nicht Hartzloh.
Quartier 21-Bewohner fahren mit ihrem Auto aus der Tiefgarage oder laufen bis S-Rübenkamp…. 😉
Auch zum Essen 😉
Die Buslinien 118, 26 und natürlich die 7 erfüllen alle Bedürfnisse.
Tipp : Es wäre nett vom HVV wenn man den 7er zum “See” durchbinden würde am Wochenende, zumindest 1/2-stündlich.

Dieser ganze Hamburger Schnellbahnhype… außerdem fahren die Bahnen ohnehin lieber gefühlte 1500m für sich, bevor sie endlich mal an einer Station halten (selbst die Neuplanungen).

Städte wie Mombasa oder La Paz kommen doch auch ganz ohne aus.
Warum also hier!?

Also Olaf & Co:
Alle ober- und unterirdischen Schienentrassen zurück bauen und durch Metrobus-Express-Asphaltstraßen* ersetzen!!!

*) Asphaltstraßen wurden erst 2015 in Kassel erprobt, d.h. eine Weltneuheit. Hamburg wäre die erste Stadt weltweit, die diese Technologie einsetzen würde. Wär doch krass, oder?!?

Würde für Bramfeld eine Stadtbahn geplant, wären auch 900 statt 90 Bürger zur Veranstaltung gekommen und hätten schon mindestens eine Bürgerinitiative dagegen gebildet! Ein Stadtbahnbau würde auf sieben Kilometer die Anwohner mit Bauarbeiten beeinträchtigen und man müsste auf sieben Kilometern Länge mit allen Anwohnern und Einzelhändlern eine Umgestaltung des Straßenraumes diskutieren. Auch wären wichtige Hauptverkehrsstraßen betroffen, wo es sich heute schon ohne Straßenbahn täglich staut. Das würde weitere Gegner bringen. Bei vier Tunnelstationen gibt es zusammen genommen gerade einmal 700 Metern direkte Auswirkungen durch die U5.

Da viel weniger Menschen betroffen sind, kommen auch weniger zu den Veranstaltungen.

Mir gab der Bericht von “Schneider” noch mal zu denken. Ich glaube ja fast, das der Hamburger Senat ein Problem damit hat, Industrie- und Gewerbegebiet mit Bahnen zu erschließen. Klar weiß ich auch das dann Frequentierungen schwanken, allerdings würde auch viel Individualreise weg fallen. In Bramfeld und auch wenn man mal eine Ring 2 (Strassenring) U-Bahn geplant hätte, Die vielen Staus auf dem Ring 2 würden dann vielleicht auch mal ein Ende haben

Eine Kurven-Bahn wie eine Bummelbahn in den Schweizer Bergen, ganz ohne Not. Als ob wir nicht schon genug (alte!) quietschende U-Bahn-Kurven im Netz haben, z.B. in Eimsbüttel. Der Fahrkomfort wird durch Lärm, Zentrifugalkräfte (sitzende Fahrgäste werden in die Seite gedrückt, stehende Fahrgäste müssen sich festhalten) und gefühlt kilometerweite unnötige Umwege ungemein getrübt. Mit eher geraden Strecken und weiten Kurven könnte man den Fahrgast eher zum Umsteigen bewegen.

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