Der Moment, in dem der S-Bahn-Lokführer aussteigt und der Zug allein weiterfährt

So verlief die Fahrt mit zwei neuen (fast) automatisch fahrenden S-Bahn-Zügen. Außerdem: Auf dem ITS-Kongress steht das Auto klar im Mittelpunkt. Ein spannendes Fahrradprojekt für Hamburg taucht dort nur am Rande auf. Und: Die Hochbahn testet einen neuen Dark Mode in der U-Bahn.
Von Christian Hinkelmann
Vollgestopft mit Technik und ITS-Messegästen präsentiert die S-Bahn derzeit auf der Strecke nach Bergedorf das halb- und vollautomatische Fahren.
Vollgestopft mit Technik und ITS-Messegästen präsentiert die S-Bahn derzeit auf der Strecke nach Bergedorf das halb- und vollautomatische Fahren.
Foto: Christian Hinkelmann

Vieles ist in den vergangenen Tagen über die Premiere der selbstfahrenden S-Bahn in Hamburg geschrieben und gesagt worden – aber selbst im Zug zu sitzen, wenn der Lokführer plötzlich seine Hände in den Schoß legt, ist dann doch nochmal eine ganz neue Erfahrung. Gestern Nachmittag um 14:02 Uhr war es soweit. 

Zwischen den Haltestellen Berliner Tor und Tiefstack drückte der Fahrer des schon etwas betagteren Versuchszugs der Baureihe 474 an seinem Pult auf einen Knopf – und legte die Hände in den Schoß. Der Zug, der zu den Highlights auf dem ITS-Mobilitätskongress in Hamburg gehört, fuhr von allein weiter und stoppte auch am Bahnhof Tiefstack eigenständig. Auch das Anfahren nach dem Halt funktionierte automatisch. Der Fahrer musste die Technik nur noch überwachen. Sehen Sie hier das Video von dem Moment, wo der Zug vom manuellen Betrieb in den halbautomatischen Modus wechselt.