Im Hamburger Untergrund fährt seit über 100 Jahren eine U-Bahn; das ist hinlänglich bekannt. Dass ein noch älteres unterirdisches Bauwerk schon ab 1876 einen Pendelbetrieb vom Bahnhof Altona (damals das heutige Altonaer Rathaus) und dem Elbufer auf einer Länge von zunächst 395 und später 961 Meter aufnahm, gerät zunehmend in Vergessenheit.
Gemeint ist der eingleisige Eisenbahntunnel vom Altonaer Bahnhof unter der Max-Brauer-Allee entlang bis zum ehemaligen Fischereihafen am Elbufer, besser bekannt als „Schellfischtunnel“. Durch ihn wurden bis 1992 Güter transportiert und zwar vorwiegend Fisch – daher der Name.
Der Tunnel ist der Grund dafür, dass bis heute kein Schwerlastverkehr über die Max-Brauer-Allee fahren darf, da die Decke des Bauwerks nur knapp einen Meter unter der Fahrbahn liegt. Der Schellfischtunnel galt ferner als längster Bahntunnel Norddeutschlands und erhielt den Status eines technischen Kulturdenkmals.

Versuche der Tunnelreaktivierung scheiterten
Seitdem der Schellfischtunnel unter Altonas Straßen 1993 stillgelegt wurde, haben immer wieder Privatleute, Vereine und Politiker versucht, den Tunnel für den öffentlichen Nahverkehr zu reaktivieren. Im Jahr 2000 hatte ein Investor sogar schon vorsorglich am Südende des Tunnels neben dem Gebäude „elbberg campus“ einen Bahnst…








