Wer ohne gültigen Fahrschein in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, begeht eine Straftat. Und wer die Vertragsstrafe von 60 Euro an den Verkehrsbetrieb nicht zahlen kann, wird zu höheren Geldstrafen und ersatzweise Gefängnis verurteilt. Ein Gefängnistag kostet den Staat im Schnitt 150 Euro.
„Völlig unverhältnismäßig“, findet der gebürtige Hamburger Arne Semsrott. Seine in Berlin gegründete Initiative „Freiheitsfonds“ übernimmt Strafen für die, die nicht zahlen können und holt sie so aus dem Gefängnis.
Im Gespräch mit NAHVERKEHR HAMBURG-Autor Thomas Röbke erklärt er, was ihn antreibt, wie viel Geld der Staat durch seine Initiative bereits gespart hat, warum Sozialtickets, wie im HVV, aus seiner Sicht keine Problemlösung sind und wie der Freikauf von Schwarzfahrerinnen und Schwarzfahrern in der Praxis funktioniert.
NAHVERKEHR HAMBURG: Wie viele Menschen hat Ihre Initiative Freiheitsfonds aus dem Gefängnis freigekauft?
Arne Semsrott: Ehrlich gesagt, kommen wir gerade nicht hinterher mit dem Aktualisieren auf der…
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