Die zehn meistgenutzten Streckenabschnitte bei U- und S-Bahn

Die U-Bahnstrecke zwischen Hauptbahnhof Nord und Berliner Tor (U2/U4) ist der mit Abstand meistgenutzte Linienabschnitt im Hamburger Schnellbahnnetz. Jeden Werktag fahren zwischen diesen beiden Haltestellen im Schnitt rund 240.000 Menschen.
Von Christian Hinkelmann
U-Bahnen im Bahnhof Jungfernstieg in Hamburg
U-Bahnen der Linie U2 im Bahnhof Jungfernstieg in Hamburg

Das geht aus einer Senatsantwort auf eine Große Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion hervor.

Auf Platz zwei der meistgenutzten Schnellbahnabschnitte im HVV folgt demnach die Strecke Jungfernstieg – Hauptbahnhof (ebenfalls U2/U4) mit durchschnittlich rund 180.000 Fahrgästen am Tag.

Erst auf dem dritten Platz kommt der S-Bahnabschnitt Hammerbrook – Hauptbahnhof (S3) mit rund 139.000 Fahrgästen am Tag. In der Hamburger Politik war in den vergangenen Jahren immer wieder über überfüllte Züge und mögliche Taktverdichtungen auf dieser Strecke zwischen der Innenstadt und Harburg diskutiert worden.

Lesen Sie hier, welche U- und S-Bahnlinien in Hamburg insgesamt am meisten genutzt werden.

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9 Antworten auf „Die zehn meistgenutzten Streckenabschnitte bei U- und S-Bahn“

… auch diese Auswertung ist für eine Identifikation von in der Spitzenstunde überlasteten Streckenabschnitten nicht aussagekräftig genug.

Zum Abschnitt Richtung Harburg:

Es ist richtig, dass zwischen Hammerbrook und Hbf in der Summe die meisten Fahrgäste befördert werden. In der HVZ wird dennoch einwärts vor Hammerbrook der maßgebliche Querschnitt sein, da die Mehrfahrgäste ab Hammerbrook zum Glück in der HVZ gegen die Lastrichtung befördert werden: Viele Angestellte morgens zum Büro aus der Stadt kommend gegen den Strom aus Harburg, aussteigende Angestellte aus Richtung Harburg und kaum Einsteiger ab Hammerbrook morgens einwärts. Nachmittags umgekehrt.

Zum Abschnitt Hbf – Jungfernstieg:

Hier werden sich die Belastungen der beiden Fahrtrichtungen in der Spitzenstunde viel eher annähern als Richtung Harburg. Daher suggerieren die Zahlen m.E. ein anderes Bild als es sich in der Realität darstellt.

Schlussendlich:

Insgesamt sind die Zahlen fragwürdig: Nach den Meldungen von vor ein paar Tagen haben U2 und U4 in der Summe gerade insgesamt knapp 225 Tsd. Linienbeförderungsfälle pro Tag auf der Gesamtstrecke. Wie kann es dann allein im Querschnitt Hbf – Jungfernstieg fast 240 Tsd. Fahrgäste geben? Weiterer Plausicheck: 240 Tsd. Fahrgäste pro Tag im Querschnitt / 2 = 120 Tsd. pro Richtung * etwa 15% Anteil zur Spitzenstunde = 18 Tsd. Fahrgäste zur Spitzenstunde in Lastrichtung / 18 Züge (U2/U4) = 1.000 Fahrgäste im Mittel pro Zug. Wohl kaum. Das passt hinten und vorne nicht zusammen …

Wieso ist die S 3 “erst” auf dem 3. Platz? Die S3 ist dafür auf dem 3., 4., 5., 7., 8., 9. und 10. Platz!
Die reine Anzahl der Fahrgäste sagt ja außerdem noch nichts darüber aus, wie voll die Züge jeweils sind – dazu bräuchte man doch in einer Gegenüberstellung die Anzahl und Länge der Züge, die fahren.
Ich pendele häufig mit der S-Bahn zwischen Veddel und Hauptbahnhof, die meiste Zeit im Berufsverkehr nur im Stehen. Zu manchen Uhrzeiten muss man an der S-Bahn-Station Veddel zwei Bahnen (von Harburg und Wilhelmsburg kommend) durchfahren lassen, weil man sich nicht mehr hineinquetschen kann. Familien mit Kinderwagen erst recht nicht.

Danke für duese Auflistung.
Erst so wird ein Schuh daraus. Bei der vorherigen Aufstellung war ja eigentlich schon vorher klar” “Lange Strecken haben natürlich viele Fahrgaste”.

@NAHVERKEHRHamburg: Wo kann man eine längere Liste lesen?

Wenn man die Abschnitte nach Linie zusammenfasst, bekommt man aber ein etwas anderes Bild:

U2/U4: Jungfernstieg—Hbf Nord—Berliner Tor: 239.693 bis 179.977 Fahrgäste
S3/S31: Harburg—Wilhelmsburg—Veddel—Hammerbrook—Hbf: 138.764 bis 100.496 Fahrgäste
S11/S21/S31: Hbf—Dammtor: 111.983 Fahrgäste
S1/S2/S3: Reeperbahn—Landungsbrücken—Stadthausbrücke—Jungfernstieg: 113.767 bis 108.201 Fahrgäste

Herausragend ist natürlich weiterhin der U2/U4-Abschnitt, aber dabei handelt es sich nur um eine sehr kurze Strecke. Im Gegensatz zu den anderen S-Bahn-Abschnitten ist die Strecke Harburg—Hbf
– sehr lang (sowohl auf die Entfernung als auch auf die Zeit bezogen)
– in der Spitze stärker nachgefragt
– mit einem deutlich schlechterem Takt ausgestattet (nur zwei statt drei Züge pro 10 Minuten).

Insofern sind die Zahlen für mich sehr wohl ein Beleg dafür, dass auf der Strecke nach Harburg zusätzliche Züge eingesetzt werden sollten.

Die Zahlen sind so nicht glaubhaft. Wenn die U2+U4 zwischen Hbf Nord-Berliner Tor 240.000 Fahrgaeste hat, dann ist es unwahrscheinlich dass dieselben Linien zwischen Hbf Nord-Jungfernstieg 60.000 weniger haben und oestlich von Berliner Tor weniger als 100.000 Fahrgaeste…

Eines darf man aber nicht vergessen: Zwischen Hbf und Berliner Tor ist die Taktung und Anzahl der Linien nicht identisch zu Hbf und Hammerbrook. Während Hammerbrook nur von 1-2 S-Bahn Linien (je nach Tageszeit) angefahren wird, wird Berliner Tor von 3 U-Bahn und 3-5 S-Bahn Linien (je nach Tageszeit) angefahren.

D.h. rein von der Anzahl her ca. 60% der Fahrgäste (Berliner Tor), quetschen sich in Hammerbrook in nichtmal ca. 10% (die wesentlich bessere Taktung der U-Bahnen grob mit eingerechnet) der Bahnen.

Das finde ich schon erstaunlich.

Es ist doch erstaunlich, dass unter den zehn genannten Teilstrecken vier Abschnitte zwischen Harburg und Hauptbahnhof liegen und ansonsten nur Innenstadtstrecken, die von einer Vielzahl von Linien bedient werden (insbesondere Berliner Tor – Hauptbahnhof) und dann immer wieder betont wird, dass die U4 Verlängerung nach Harburg zur Zeit kein ausreichendes Fahrgastpotential habe. Für mich ist das ein klares Bekenntnis, dass der Sprung über die Elbe von vielen eben nicht gewollt ist. Es müssten jetzt dringend die Planungen aufgenommen werden, um die U4 über den kleinen Grasbrook durch das alte Wilhelmsburg, den Harburger Hafen bis Harburg Rathaus oder Harburg Bahnhof zu verlängern. Meiner Ansicht nach wäre die U4 auch erst dann sinnvoll!

@(vorherigen Kommentatoren)
Der Sprung in den Zahlen “Breliner Tor – Hauptbahnhof Nord” und den benachbarten Abschnitten schien mir auch sehr fragwürdig. Ich habe überlegt wie das zustande kommen kann. Möglicherweise wurden beide Strecken vom “Berliner Tor” nach “Hauptbahnhof Nord” UND “Hauptbahnhof Süd” zusammen gezählt. Bei zwei zulaufenden Linien kann ich mir den großen Sprung erklären.

Allerdings die hier genannten Zahlen entsprechen der Antwort auf die große Anfrage in der Bürgerschaft.
Vielleicht hat der HVV noch irgendwo mehr Zahlen.

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