Suche
Close this search box.
Suche
Close this search box.

Diese Buslinien fahren künftig nicht mehr zum Rathausmarkt

Hamburg ordnet Busliniennetz in der Innenstadt neu. Betroffen sind ab Mittwoch drei Linien. Außerdem ist am Hauptbahnhof eine neue Station geplant. Das sind die Hintergründe und das verbessert sich für Fahrgäste.
Christian Hinkelmann
Symbolbild: Ein Hochbahn-Bus am Hamburger Rathausmarkt
Symbolbild: Ein Hochbahn-Bus am Hamburger Rathausmarkt
Foto: Christian Hinkelmann

Anfang März hatte Hamburg die größte Umstrukturierung im Innenstadtbusnetz seit Jahrzehnten vorgenommen und alle Buslinien aus der zentralen Mönckebergstraße herausgenommen. Grund waren Bauarbeiten an der darunterliegenden U-Bahn und der Versuch, die Aufenthaltsqualität in der Einkaufsstraße zu erhöhen.

Ab Mittwoch stehen nun weitere Veränderungen an. Unter anderem werden mehrere Buslinien bis mindestens zum kommenden Frühjahr nicht mehr am Rathausmarkt halten und fahren einen neuen Linienweg. Und ab November sollen einige Linien wieder in die Mö zurückverlegt werden. Außerdem soll es am Hauptbahnhof bald einen neuen Halt geben.

NAHVERKEHR HAMBURG erklärt, was alles geplant ist, was die genauen Hintergründe dafür sind und was sich für die Fahrgäste verbessert.

Das ändert sich ab Mittwoch

In einem ersten Schritt bekommen die beiden Metrobuslinien 16 und 17 ab Mittwoch (1. Sept.) einen neuen Linienweg in der Innenstadt, wie die Verkehrsbehörde am Freitag in einer Pressemitteilung ankündigte. Sie fahren zwar weiterhin ab Hauptbahnhof über die Steinstraße, allerdings biegen sie in Zukunft am Speersort in die Domstraße ab und fahren über die Willy-Brandt-Straße Richtung Michel. Die bisherige Linienführung am Rathaus vorbei entfällt.

Beide Metrobuslinien halten bis mindestens zum Frühjahr 2022 nicht mehr am Rödingsmarkt (Großer Burstah) und auch nicht mehr am Rathausmarkt. Stattdessen wird für diese beiden Linien eine neue Haltestelle mit dem Namen Domstraße zwischen der Große Reichenstraße und der Willy-Brandt-Allee eingerichtet. Von dort fahren beide Linien dann ohne weiteren Ha…

Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Bauarbeiten für die U5 südlich der Haltestelle Sengemannstraße: Die beiden Gleise der U5 werden zwischen den bestehenden Gleisen der U1 liegen und schwenken dann auf Höhe der Kräne Richtung City Nord aus.

Kostenexplosion bei der U5 in Hamburg: Lohnt sich der Bau jetzt noch?

Der Bau der neuen U-Bahnlinie U5 in Hamburg verteuert sich massiv um mehr als eine Milliarde Euro. Damit wird die U5 zur teuersten Tunnellinie, die jemals in Hamburg gebaut wurde. Doch ein Ausstieg ist im Grunde keine Alternative. Bei einem Baustopp müsste die Stadt wohl ähnlich viel zahlen wie bei einem Weiterbau der kompletten Strecke – aus diesen Gründen.

Ein Metronom-Zug im Bahnhof Stelle bei Hamburg. Pendler müssen wohl noch Jahrzehnte auf Taktverbesserungen warten.

Bahnstrecke Hamburg – Uelzen: Pendler-Frust noch bis mindestens 2050?

Ausbau oder Neubau? Die Zukunft der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover bleibt ungewiss. Doch eines ist klar: Fahrgäste müssen sich auf jahrzehntelange Verspätungen, Ausfälle und Ersatzbusse einstellen, bevor der Metronom-Takt dort nennenswert verbessert werden kann. Unsere Analyse verschiedener Szenarien zeigt, was Pendler konkret erwartet.

S-Bahn am Berliner Tor in Hamburg

Das ist der Grund für die S-Bahn-Vollsperrung im Hamburger Osten

Abrissarbeiten und zusätzliche Weichen für die zukünftige S-Bahnlinie S4 sorgen für die aktuelle Totalsperrung der S1 zwischen Berliner Tor und Barmbek. Und die ersten S4-Gleise werden verlegt – allerdings für einen anderen Zweck. Die Hintergründe.

3 Antworten auf „Diese Buslinien fahren künftig nicht mehr zum Rathausmarkt“

Ich gehe häufig an der Kita vorbei. Ich habe nie verstanden, warum es an den beiden Fenstern nie einen Sichtschutz gab. Das hatte jetzt nichts mit den Bussen zu tun sondern allgemein mit der Idee, auch Kinder haben ein Recht auf ein Stück Privatsphäre. Nun ist das ja endlich verändert worden, der Diskussion um Busse sei Dank.

Ich hätte dazu mehrere Anmerkungen:

1. Dass 16, 17, 37 über die Domstraße geradeaus fahren, ist logisch, da infolge des immer noch bestehenden Autovorrangs in Hamburg die Busse bisher kaum eine Chance hatten, vernünftig auf die bzw. herunter von der Willy-Brandt-Strasse zu gelangen. Es sollte aber noch einmal überlegt werden, auf Höhe Rödingsmarkt die Bushaltestelle eher einzurichten, da das einfach nur folgerichtig und der Abstand zwischen den Haltestellen sonst zu lang wäre.

2. Das Gleiche betrifft die geplante Haltestelle auf der Steintorbrücke. “ „Die Einrichtung einer solchen Bushaltestelle befindet sich in der Planung“, so Behörden-Sprecher Krämer zu NAHVERKEHR HAMBURG.“ Das kann’s ja wohl nicht sein! So eine wichtige Haltestelle muss gleich mit der Errichtung der Zugänge zu den Bahnsteigen gebaut werden. Warum ist in Hamburg immer alles so kompliziert?
Übrigens:
„…denn künftig kann man direkt von der Steintorbrücke in seinen Zug springen…“ Diesen Satz finde ich Spitze!?

3. Bezüglich der Kita: Zuerst hatte ich vermutet, dass die Einweisung der Busse wegen möglichen kritischen Situationen zwischen Fußgänger*innen (besonders Kindern) und Bussen erfolgt. Aber es geht ja darum, dass keine Fahrgäste an der Haltestelle und in den Bussen in die Kita hinein schauen können. Inzwischen habe ich auch gesehen, dass die Kita ihre Fensterscheiben verspiegelt hat.
Ich bin zwar in einer anderen Zeit aufgewachsen und nicht in der „Alt-BRD“ sozialisiert worden, aber: Ist dieses ständige „In-Watte-Packen“ wirklich gut? Könnte das nicht auch der Grund sein, dass die junge Generation nicht mehr mit Krisen wie der gegenwärtigen Pandemie umgehen kann, ohne gleich zu jammern, eine Maske tragen zu müssen o.ä., oder gar die Corona-Bestimmungen ignoriert?
Ich hatte als Kind noch gelernt, auch einmal „die Zähne zusammen beißen zu müssen“, auch mal sich selbst zu überwinden. Das war bestimmt nicht verkehrt.

In der ZEIT haben Eltern argumentiert, dass da Männer mit gewissen Absichten aussteigen und Kinder fotografieren könnten. So als wenn ein Mitschnacker die dritte Halteposition benötigt, um eine Straftat zu begehen: https://www.zeit.de/hamburg/2021-02/kita-streit-hamburg-bushaltestelle-verlegung-st-petri

Die ZEIT ist übrigens direkt gegenüber, um es mit dem SUV nicht weit zu haben. Abgase sind ja nur von Bussen schlimm. Der SPIEGEL ist auch fußläufig zu erreichen. Daher nicht verwunderlich, dass man sich angesichts seiner argumentativen Schwäche zum Schluss nur noch an die Kollegen von extra3 gewandt hat, um die Einweisung für lächerlich zu erklären und mitzuteilen, dass das alles besser ginge — man sagt nur nicht wie. Aus Gründen. Nerviger sind nur Lehrer, Ärzte und Anwälte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert