Diese Yacht-Fähren gleiten bald durch Hamburg

Neue Hafenfähren in Hamburg sollen weniger Gedränge beim Ein- und Aussteigen bringen, bieten zusätzliche Treppen – aber haben auch einen Nachteil für die Fahrgäste. So sollen die neuen Schiffe im Detail aussehen, nach diesem Zeitplan sollen sie in Betrieb gehen und das ist bei den Fähren auch unter der Haube neu.
Christian Hinkelmann
Schnittig wie eine Yacht: Drei neue HADAG-Fähren sollen den ÖPNV auf dem Wasser auf ein neues Level heben. Sie bringen für Fahrgäste Verbesserungen - aber auch einen Nachteil.
Schnittig wie eine Yacht: Drei neue HADAG-Fähren sollen den ÖPNV auf dem Wasser auf ein neues Level heben. Sie bringen für Fahrgäste Verbesserungen - aber auch einen Nachteil.
Foto: navalue GmbH

Sie sind Touristenattraktion und Unikat zugleich: Die Hamburger Hafenfähren, auf denen man mit ganz normalen HVV-Tickets mitfahren kann.

Und schon bald wird der Betrieb noch um eine Attraktion reicher: Dann sollen nämlich neue Fähren die Flotte der HADAG-Reederei erweitern, die ein bisschen an schnittige Yachten erinnern.

In diesem Takt sollen die neuen Schiffe in Hamburg angeliefert werden, diese technischen Details machen die Neubauten so besonders und auf diesen Linien sollen sie hauptsächlich fahren.

HADAG erfindet sich nach 25 Jahren neu

Als vor 25 Jahren die ersten HADAG-Fähren vom selbst entwickelten Typ 2000 durch den Hamburger Hafen fuhren, war die Aufregung groß: Die futuristischen Designer-Schiffe, deren Aussehen irgendwie an ein riesiges Bügeleisen erinnert, passten so gar nicht zu den klassischen Formen der Vorgänger und erhitzten die Gemüter.

Doch die Aufregung legte sich schnell und inzwischen gehören die insgesamt 15 Schiffe vom Typ 2000 und dem etwas größeren Typ 2020 im Hamburger Hafen zum altvertrauten Stadtbild.

Ab Januar 2024 müssen sich die Hamburgerinnen und Hamburger schon wieder an etwas ganz Neues in ihrem Hafen gewönnen: Die HADAG lässt derzeit drei neue Fährschiffe bauen, die konsequent mit dem Bisherigen brechen. Die Schiffe erinnern äußerlich eher an schnitte …

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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5 Antworten auf „Diese Yacht-Fähren gleiten bald durch Hamburg“

Moin,
aus der Sicht der Fahrgäste, die nicht nur befördert werden wollen, sondern auch bequem reisen wollen, scheint mir der wetterungeschütze Eingangsbereich genauso wie der nicht transparente Bug ein wesentlicher Rückschritt. Die Drahtesel-Fraktion wird bei Regen, den es ja doch in Hamburg ab und zu geben soll, versuchen, das Veloziped trocken im Fahrgastbereich mit unterzubringen.
Die Bugaussicht ist eine Attraktion. Hier hätte man mit stärkeren Glas sicher etwas machen können. Aber was interessieren schon die Fahrgäste, wenn das Ding windschnittig aussieht.

Anstatt bewährte Typen weiterzubauen, wird wieder mit etwas neuem herumgedoktort. Treibt alles nur die Kosnten! Wer kommt auf die Irrsinnsidee die Passagierkapazitäten der neuen Fähren von 400 auf 250 herabzusetzen, wo doch gerade der Erfolg der Linie 62 zeigt, dass dort die Kapazitäten nicht ausreichen und an Sommertagen Passagieren stehen gelassen werden müssen. Die HADAG wäre gut beraten, gleich eine 10er Serie dieser Schiffe aufzulegen (schon mal was Kostendegression gehört?), denn es gibt spätestens nach Baubeginn auf dem Kleinen Grasbrook Bedarf an weiteren Fährlinien. Auch wünschen sich die Wilhelmsburger und Harburger eine bessere Anbindung mit Fähren an die Innenstadt. Gleichermaßen würde eine Fährverbindung von Blankenese in die Hafencity attraktiv sein und sicher großen Passagierzustrom haben. Zudem wären diese Fähren auch für andere Hafenstädte wie Kiel, Bremen und Bremerhaven sowie Rostock/Warnemünde geeignet den ÖPNV auf dem Wasser voranzubringen, wie das erfolgreich in Rotterdam praktiziert wird. Aber dann müsste das kleinstädtische Denken ein Ende haben. Derzeit fummelt jeder der Verkehrsbetriebe an eigenen Fähren rum. Das treibt die Kosten anstatt diese durch Stanadrdisierung zu senken. Das wird in Zeiten des 49 Euro-Tickets aber die vordringliche Aufgabe sein. Und nur ganz nebenbei: ein Hafenfähre kostet deutlich weniger als ein U-Bahnzug für die U5!

“zusätzlich noch ein Dieselaggregat eingebaut, das die E-Motoren antreiben kann, wenn die Batterien schlapp machen. „Plug-In Hybrid Antrieb“ nennt sich diese Technik”

Oder auch einfach diesel-elektrischer Antrieb???

Das Tangermünde in der Nähe des ca. 120 km entfernten Berlin liegt, suggeriert nicht, dass die neuen HADAG Fähren einfach über die Elbe geliefert werden können, da Berlin bekanntlich nicht an der Elbe sondern an der Spree liegt. Wie wäre es dann einfach eine viel nahe liegendere Stadt an der Elbe zu erwähnen, die nur ca. 60 km entfernt ist & immerhin auch Landeshauptstadt ist? Magdeburg kann sich sicherlich nicht mit der Bekanntheit Berlins messen. Ich denke jedoch, dass das Publikum dieses Portals über die nötige geografische Allgemeinbildung verfügt auch wichtige Städte Deutschlands mit einer Bevölkerungszahl unter einer Million geografisch einordnen zu können.

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