S4 nach Ahrensburg ist so gut wie sicher

Seit mehr als zehn Jahren kämpft eine Hamburger Bürgerinitiative für den Bau der S-Bahn nach Ahrensburg. Der lange Atem hat sich gelohnt. Das Bundesverkehrsministerium hat nun grünes Licht für das Projekt gegeben.
Regionalzug am Bahnübergang Claudiusstraße in Hamburg mit Plakat gegen die geplante S4
Regionalzug am Bahnübergang Claudiusstraße in Hamburg mit Plakat gegen die geplante S4

Sektkorkenstimmung bei den S4 Befürwortern im Hamburger Osten: Nach jahrzehntelangem Hickhack ist der Bau einer S-Bahnlinie von Hamburg nach Ahrensburg erstmals zum Greifen nahe. Der Bund ist grundsätzlich bereit, das Projekt mitzufinanzieren. Das teilte die schleswig-holsteinische Verkehrs-Staatssekretärin Tamara Zieschang nach einem Treffen zwischen den Ländern Hamburg, Schleswig-Holstein und dem Bundesverkehrsministerium in Bonn mit.
Demnach steht der Bund dem Projekt durchaus aufgeschlossen gegenüber.

Schon in den nächsten Wochen wird es ein weiteres Treffen geben. Dort wollen die Beteiligten klären, wie die Kosten für das Projekt aufgeteilt werden sollen und aus welchen Töpfen die S4 bezahlt werden kann.
Noch in diesem Frühjahr soll eine Vorentwurfsplanung angeschoben werden, um die genauen Kosten zu ermitteln, teilte das schleswig-holsteinische Verkehrsministerium auf Anfrage mit. Diese Planung soll ca. 2,5 Mio. Euro kosten.

Insgesamt soll die S-Bahn nach Ahrensburg rund 350 Millionen Euro kosten. Der Hamburger SPD-Abgeordnete und S4-Bürgerinitiativensprecher Ole Thorben Buschhüter hofft, dass Hamburg davon nur einen kleinen Teil zahlen muss. Schließlich belege ein Gutachten des Bundes, dass der Ausbau der Bahnstrecke Hamburg-Ahrensburg vor allem dem Fern- und Güterverkehr zu Gute komme. Die zusätzlichen S-Bahngleise würden dringend benötigten Platz für den internationalen Skandinavienverkehr schaffen, der mit Eröffnung der festen Fehmarnbeltquerung explosionsartig zunehmen dürfte, so Buschhüter gegenüber nahverkehrhamburg.de. Die S4 sei damit in erster Linie kein Nahverkehrsprojekt – mindestens 60% der Baukosten müsse der Bund daher schon zuschießen, so der SPD-Politiker.

Sollte sich der Bund in den anstehenden Verhandlungen tatsächlich zu so einem großen Finanzierungsanteil bereit erklären, wü…

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