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E-Ticket-Verkauf steigt rapide – HVV-App besonders erfolgreich

Immer mehr HVV-Fahrgäste kaufen ihre Tickets elektronisch. In den vergangenen zwei Jahren hat sich der E-Ticket-Umsatz fast verdreifacht. Größter Renner: Die HVV-Handy-App. Aber es gibt auch E-Ticket-Angebote die nicht so gut funktionieren.
Christian Hinkelmann
Ein Handyticket in der HVV-App vor einem Werbeplakat für E-Tickets
Ein Handyticket in der HVV-App vor einem Werbeplakat für E-Tickets

Schluss mit Papiertickets: Immer mehr HVV-Kunden kaufen ihre Fahrkarten elektronisch per Handy-App, am PC oder mit der neuen HVV-Card.

Von Anfang 2012 bis Herbst 2013 ist der Anteil elektronsicher HVV-Fahrkarten am Gesamtverkauf von 1,7 auf 4,4 Prozent gestiegen und hat sich damit in gut anderthalb Jahren mehr als verdoppelt.

Das geht aus Berechnungen hervor, die NahverkehrHAMBURG vom HVV erfuhr.

Demnach wurden im Januar 2012 rund 278.000 Euro mit E-Tickets eingenommen, die Einnahmen beim herkömmlichen Barverkauf lagen bei 15,7 Millionen Euro.

Bis Oktober 2013 stiegen die Einnahmen aus E-Ticketverkäufen auf 810.000 Euro und aus Barverkäufen auf 17,7 Millionen Euro. Somit haben sich die Einnahmen bei den elektronischen Fahrkarten innerhalb von knapp zwei Jahren fast verdreifacht.

Der mit Abstand größte Verkaufsschlager unter den elektronischen Fahrkarten ist demnach das Handy-Ticket, das per HVV-App verkauft wird. Seit dem Verkaufsstart Ende 2012 hat sich der Umsatz innerhalb eines Jahres von 110.000 Euro auf 430.000 Euro mehr als vervierfacht.

Zweitstärkste E-Ticket-Variante ist das Online-Ticket zum Selbstausdrucken. Hier gab es seit Anfang 2012 stetige Zuwächse – allerdings brach der Umsatz zuletzt etwas ein und lag im November vergangenen Jahres bei 263.000 Euro.

Erstaunlich gut verkauft sich die im November 2012 gestartete HVV-Card – eine Chipkarte, auf die Kunden elektronisch…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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6 Antworten auf „E-Ticket-Verkauf steigt rapide – HVV-App besonders erfolgreich“

@Mr.C + Kennexperter

dazu gibt es eventuell bald Änderungen. Soweit mir vor Kurzem gesagt wurde, gibt es zur Zeit keinen „Fall“, wo man den Akkuausfall sanktioniert hat, jedenfalls habe ich das von einem Mitarbeiter der Hochbahnwache erfahren. Ob die Prüfdienste des HVV das anders behandeln, kann ich nicht beurteilen. Einzelfahrscheine kann man natürlich nicht behandeln, wie Zeitkarten. Das muss man schon einsehen. Dennoch muss dem Kunden die Möglichkeit gegeben werden, auch im Nachhinein den Nachweis erbringen zu dürfen, das sehe ich genau so, wie Ihr.
Mit gesundem Menschenverstand kann man aber auch zu der Überlegung gelangen, dass man gewisse Dinge auch nicht überprüfen kann bzw eine Überprüfung extrem aufwendig wäre. Insofern muss man der Kulanz auch irgendwo Grenzen setzten. Wenn ich mir eine Fahrkarte übers Handy kaufe, muss ich schon sicher sein, dass mein Akku wenigstens die Fahrzeit übersteht. Wenn ich sehe, dass mein Akku fast leer ist, kaufe ich stattdessen möglichst am Automaten oder beim Busfahrer. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine technische Störung auftritt oder gar das Handy kaputt geht genau zu der Zeit , wo man kontrolliert wird, ist ja auch relativ gering. Zudem nehme ich als User ja zur Kenntnis, dass gerade eine Störung vorliegt. Einen Hauch von Eigenverantwortung sollte man schon haben, finde ich. Ich könnte ansonsten ja prinzipiell umsonst fahren, indem ich einfach mein abgestelltes Handy hinhalte und mit den Schultern zucke. So kann es ja auch nicht funktionieren.

@Mr.C:

Bei vergessenenen persönlichen Fahrkarten wird das EBE auf € 2,50 reduziert. Die Beförderungsbedingungen schränken diese Regel aber ausdrücklich auf „persönliche Zeitkarten“ ein. Onlinetickets sind persönlich, aber – bis auf Wochenkarten – keine Zeitkarten. Warum der HVV diese kundenfeindliche Regelung gewählt hat, weiß nur er selbst. Natürlich kann unter diesen Umständen nur jedem denkenden HVV-Kunden davon abgeraten werden, das HVV-Handyticket einzusetzen. Das Risiko einer technischen Störung wälzt der Verband gegen ein paar Cent Rabatt komplett auf den Kunden ab. Das kann man dreist und unverfroren nennen.

Blöd ist nur folgendes:

ZITAT http://WWW.HVV.DE:
„Was passiert bei der Kontrolle, wenn mein Akku leer ist oder ich mein Handy verloren habe?

Wenn Sie den Nachweis des mobilTickets bei der Fahrkartenkontrolle nicht erbringen können (z.B. infolge technischer Störung, leerem Akku etc.) wird dies als Fahrt ohne gültige Fahrkarte geahndet. Für den Fall der Nichtverfügbarkeit oder der fehlerhaften Übertragung der Fahrkarte ist der Nutzer vor Fahrtantritt verpflichtet, anderweitig eine gültige Fahrkarte zu erwerben.“

Das macht das Ganze doch eigentlich dann sinnlos, da das gesamte Risiko des mobilen Fahrkartenkaufs auf den Käufer übertragen wird.
Als mögliche Lösung erachte ich da folgendes: Wenn der Akku des Handys versagt, sollte es möglich sein, einen späteren Nachweis über das Onlinekonto zu erbringen, z.B. späterer Ausdruck des erfolgreichen Erwerbens einer Fahrberechtigung, welches man bei einer der HVV-Geschäftsstellen einreicht ggf. auch mit einer Bearbeitungsgebühr in Höhe von 5 Euro. So wäre das Risiko des mobilen Fahrscheins für den Kunden überschaubar und ohne in Gefahr zu geraten doch als „echten“ Schwarzfahrer gelistet zu werden bei technischen Problemen.

Solange eine solche Möglichkeit eines späteren Nachweises nicht besteht, würde es ich keinem empfehlen können seinen Fahrschein mobil zu kaufen.

@HVV-Kennexperter

…allerdings gibt es auch sehr viele HVV-Kunden, die es „lieben“ beim Busfahrer die Karte zu kaufen bzw sich beraten zu lassen, was in der Tat weniger nötig wäre, hätte man ein einfacheres TArifsystem

„In Zukunft sollte man aber zusehen, dass man den Verkauf beim Fahrer auf den Metrobuslinien einstellt.“

Der HVV hat lange Tradition darin,

– sich dem Vorverkauf zu verweigern
– auf neumodische „Automaten“ außerhalb der Bartarife in den Schnellbahnhöfen zu verzichten und die Kunden zum personenbedienten Kauf zu erziehen
– durch ein ebenso überbordendes wie undurchschaubares Fahrkartensortiment, das allein für den Bartarif innerhalb Hamburgs nicht weniger als 10 verschiedene mögliche Fahrkarten kennt, hohen Beratungsaufwand zu erzeugen.

Das Ergebnis sehen Sie täglich in Ihrem Bus, ist aber nach allen Erfahrungen kein Grund für die Hamburger Verantwortlichen, rasch und entschieden gegenzusteuern. Erste Ergebnisse der eingesetzt zwölf Arbeitsgruppen sind für 2019 zu erwarten.

Seit der Vorneeinstieg wieder eingeführt wurde, ist der Barumsatz stark gestiegen.-Seltsam, warum nur?:-)
Es gab ja schon früher die Möglichkeit unbar durch Geldkarte zu zahlen. Das wurde praktisch überhaupt nicht genutzt und u.a. auch deshalb eingestellt. Man sollte sich auf 2 elektronische Bezahlmöglichkeiten beschränken. Die HVV-Card ODER E-Ticket für Stammkunden ( Abo-und andere Zeitkarten sollten man so vertreiben um so auch spätere Einlass-Systeme leichter einführen zu können) und die Smartphone-App für Einsteiger, Gelegenheits- oder Spontanfahrer. Wer kein Smartphone nutzt, kann ja problemlos auch am Automaten oder beim Fahrer zahlen. In Zukunft sollte man aber zusehen, dass man den Verkauf beim Fahrer auf den Metrobuslinien einstellt. Ich habe zB auf der M5 schon Tage gehabt, an denen ich 150 Einzelfahrscheine verkauft habe. Das sind ca 6% der beförderten Fahrgäste.(60.000Fahrgäste/24 Umläufe=2.500Fahrgäste/Fahrer. 150/2.500=0,06)** Das ist zeittechnisch nicht gerade zielführend. Auf Linien, wo man den kontrollierten Einstig praktiziert, dürften man eine noch viel höhere Prozentzahl an Barzahlern haben.

**Die o.g. Berechnung ist natürlich ungenau, weil ja nicht den ganzen Tag 24 Umläufe auf Strecke sind.

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