Ein Hamburger Nahverkehrs-Oldie feiert Geburtstag

Jahrzehntelang hatten die so genannten Typschiffe den Nahverkehr im Hamburger Hafen geprägt – heute feierte die MS Kirchdorf, der letzte noch aktive Vertreter in der Hadag-Flotte, den 50. Geburtstag. Am Wochenende soll die Hafenfähre auf Jubiläumstour gehen - ins Alte Land.
Christian Hinkelmann
Die beiden historischen Hafenfähren Kirchdorf und Bergedorf in Hamburg
Die beiden historischen Hafenfähren Kirchdorf und Bergedorf in Hamburg

Ein Hamburger Nahverkehrs-Oldie feiert Jubiläum. Seit 50 Jahren dreht die MS Kirchdorf ihre Runden durch den Hafen und hat seitdem mehr als 1,5 Millionen Seemeilen zurückgelegt, was rund 50 Weltumrundungen entspricht.

Zur feierlichen Jubiläumsrundfahrt gratulierten heute Schiffspatinnen, Wegbegleiter und der Sänger Rolf Zuckowski, der der Hafenfähre sogar ein Lied widmete.

„Wir sind stolz auf unser Traditionsschiff. Die MS Kirchdorf ist mit Sicherheit ein Highlight in unserer Flotte. Die HADAG wird auch in Zukunft viel daran setzen, das Schiff sorgsam instandzuhalten, damit die MS Kirchdorf noch sehr, sehr lange mit ihren 11 Knoten auf der Elbe fährt“, sagt HADAG-Vorstand Gabriele Müller-Remer.

Als kleine Geburtstagsüberraschung für die Hadag-Fahrgäste soll die Kirchdorf am kommenden Wochenende nicht wie üblich in der Hafenrundfahrt eingesetzt werden, sondern den planmäßigen Ausflugsverkehr über die Niederelbe bis Stadersand übernehmen (Abfahrt Landungsbrücken: 11.20 Uhr).

Die 1962 auf der Sitas-Werft gebaute Kirchdorf war das letztgebaute Schiff einer großen Serie, die aus insgesamt 28 Typschiffen bestand und jahrzehntelang den Fährverkehr im Hamburger Hafen prägte. Zur Stammroute der Kirchdorf gehörte die heutige Linie 62 zwischen den Landungsbrücken und Finkenwerder.

Aufgrund sinkender Fahrgastzahlen und hohen Personalkosten wurden die Typschiffe seit den …

Alle Rechte vorbehalten.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefällt, teilen Sie gern den Link.

Ihr Zugang ist persönlich und darf nicht geteilt werden. Sie dürfen Artikel oder wesentliche Teile davon nicht vervielfältigen, veröffentlichen oder weiterleiten (z. B. in Pressespiegeln, per E-Mail, Messenger oder als PDF). Für diese Nutzungen ist eine gesonderte Lizenz nötig.

Lizenzinformationen: info@nahverkehrhamburg.de

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Dunkel, dreckig, siffig: Der Zugang zum U-Bahnhof Steinstraße mitten in Hamburg ist ein Angsttunnel. (Foto: Thomas Röbke)

Sicherheit im HVV: Warum dieser Tunnel Fahrgäste kostet

Schlecht beleuchtet, ungepflegt, gemieden: Der Zugang zum U-Bahnhof Steinstraße ist für viele ein Angstraum. Die Stadt Hamburg nimmt dem HVV damit Fahrgäste – und schadet der Verkehrswende. Das sind die Gründe.

Menschen warten am Hamburger Hauptbahnhof auf eine S-Bahn.

Fahrgastpsychologie bei Störungen: Wann Frust im Nahverkehr gefährlich wird

Ausfälle, Verspätungen, widersprüchliche Störungsinfos: Frust im Hamburger Nahverkehr hat viele Ursachen. Doch oft bleibt er erstaunlich leise. Warum ist das so? Und ab wann wird dieser stille Ärger für Verkehrsunternehmen gefährlich? Antworten gibt der Mobilitätspsychologe Prof. Marcel Hunecke.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner