Suche
Close this search box.
Suche
Close this search box.

Ein Monat Elektrobus: VHH ziehen positive Bilanz

Positive Bilanz für Hamburgs ersten reinen Elektrobus. Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) sind nach dem ersten Betriebsmonat in Blankenese sehr zufrieden. Die Akkutechnik funktioniert gut – einzelne Mängel gibt es bei der Innenausstattung. Dort soll jetzt nachgebessert werden.
Christian Hinkelmann
Elektrobus der VHH an Ladestation am Bahnhof Hamburg-Blankenese
Ein Elektrobus der VHH

Seit genau einem Monat rollt Hamburgs erster reiner Elektrobus täglich durch das Treppenviertel von Blankenese. Jetzt ziehen die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein eine erste Bilanz – sie fällt gut aus.

„Unser bisheriges Resümee ist im Kern sehr positiv“, so VHH-Sprecher Martin Beckmann zu NahverkehrHAMBURG. Demnach verliert das neue Fahrzeug pro Linienfahrt nur 3 Prozent Akkuladung. Das sei wesentlich weniger als geplant, so Beckmann.

Die Ladezeiten der Batterien seien wie vom Hersteller angegeben und die Leistung des Busses sei völlig ausreichend.

Auch der Grundtenor der Busfahrer sei sehr positiv. Teilweise müsste sich das Personal aber noch weiter eingewöhnen, so der VHH-Sprecher weiter.

Allerdings haben die ersten Alltagserfahrungen aber auch einzelne Probleme am neuen Elektrobus deutlich gemacht. „Technische Problem minderer Art gab es mit dem Gaspedal. Aus Sicherheitsgründen hat dieses einige Male die Weiterfahrt verhindert, das Fahrzeug ist daher an ca. 7 Tagen ab und an ausgefallen“, so Beckmann. Dieses Problem sei aber inzwischen „abschließend abgearbeitet“.

Weitere Kritikpunkte betreffen den Komfort im Bus: Im Innenraum gibt es offenbar zu wenig Sitzplätze. Außerdem ist die klappbare Rampe für Rollstuhlfahrer zu lang und stößt beim Einklappen gegen abgestellte Rollstühle im Bus. Und: Die Lehne des Fahrersitzes lässt sich nicht genügend in der Neigung verstellen.

In allen Fällen versprec…

Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Ein Metronom-Zug im Bahnhof Stelle bei Hamburg. Pendler müssen wohl noch Jahrzehnte auf Taktverbesserungen warten.

Bahnstrecke Hamburg – Uelzen: Pendler-Frust noch bis mindestens 2050?

Ausbau oder Neubau? Die Zukunft der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover bleibt ungewiss. Doch eines ist klar: Fahrgäste müssen sich auf jahrzehntelange Verspätungen, Ausfälle und Ersatzbusse einstellen, bevor der Metronom-Takt dort nennenswert verbessert werden kann. Unsere Analyse verschiedener Szenarien zeigt, was Pendler konkret erwartet.

4 Antworten auf „Ein Monat Elektrobus: VHH ziehen positive Bilanz“

@Werner Klingbiel

Schon vor fast 100 Jahren gab es elektrotechnisch angetriebene Automobile und Busse. Die Innovation liegt ja auch nicht in der elektrotechnischen Idee. Die Abhängigkeit von Diesel könnte zu einem erheblichen Problem führen, das heute noch gar nicht voll absehbar ist. Wer weiss, ob wir in 30 Jahren überhaupt noch Öl haben, oder was es dann kosten wird? Auch der Co2 Ausstoß soll (und muss soagar Kraft Gesetzes) gemindert werden. Hier wird jetzt investiert, damit Serienreife und Nachhaltigkeit entstehen können. Dazu muss man möglichst viele Antriebstechnologien testen. Als Zwischenlösung steht zur Zeit klar der Dieselhybrid im Fokus. Meine Prognose für die Busse: Wasserstoff wird das Rennen machen. Zur Erzeugung von Wasserstoff braucht man Strom. Dieser muß natürlich „sauber“ sein, also aus 100% regenerativen Quellen stammen. Dieser Strom wird sehr bald erschwinglich sein und dann kann man problemlos den ganzen Tag voll elektrisch fahren, ohne den Wagen aufladen zu müssen.

Es wäre ja traurig, wenn der Bus schon nach einem Monat nicht mehr funktionieren würde. Außerdem muß er hochgelobt werden wird er doch als Rettung der Elektromobilität in Hamburg ohne elektrische Straßenbahn als Alternative verkauft.

Übrigens gab es bereits vor Jahrzehnten mit der damaligen Batterietechnik in Deutschland und Österreich durchaus Kleinlastwagen z. B. als Paketzustellfahrzeuge mit reinem Akkubetrieb. So neu ist diese Technik also auch nicht.

Angesichts der unerwartet hohen Reichweite: Wäre es umlauftechnisch möglich, nur alle 4 oder 5 Fahrten zu laden oder die Ladevorgänge zu verkürzen, um die Ladeteiten zu verkürzen und dadurch mehr Diesel- durch Elektrofahrten als bisher zu substituieren?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert