Elektrobus-Terminal am ZOB ist endgültig fertig

Der Elektrobus-Terminal neben dem Hamburger ZOB ist endgültig fertig. Gestern weihte die Hochbahn die nun endausgebaute Anlage ein. Insgesamt ist dort Platz für bis zu zwölf Busse und mehrere Ladestationen für Elektrofahrzeuge.
Neuer E-Bus an der Ladestation am ZOB (v. l.): Michael Westhagemann (Siemens), Senator Frank Horch, Hochbahn-Vorstand Ulrike Riedel und Solaris-Chef Andreas Strecker
Neuer E-Bus an der Ladestation am ZOB (v. l.): Michael Westhagemann (Siemens), Senator Frank Horch, Hochbahn-Vorstand Ulrike Riedel und Solaris-Chef Andreas Strecker
[test-code]

Der Endausbau des E-Bus-Terminals hat Auswirkungen auf den Busbetrieb. Ab sofort starten und enden dort nicht nur die Busse der so genannten “Innovationslinie” 109, sondern auch die Metrobuslinie M4 und die Schnellbuslinie 37. Auf beiden Linien sollen laut Hochbahn in Zukunft verstärkt Busse mit alternativen Antriebstechnologien eingesetzt werden. Die Fahrpläne und Haltestellen ändern sich dadurch nicht.

Der Elektrobus-Terminal an der Adenauerallee war im vergangenen Dezember in Betrieb genommen worden. Seitdem testet die Hochbahn auf der Stadtbuslinie 109 fast ausschließlich Busse mit neuen Antriebsformen. Derzeit gibt es davon 58 Fahrzeuge in der Flotte – darunter sind Brennstoffzellenhybridbusse, dieselelektrische Hybridbusse und Plug-In-Hybridbusse. Im kommenden Jahr will die Hochbahn erstmals zwei reine Batteriebusse anschaffen.

Politisches Ziel des Hamburger Senats ist, dass die Busunternehmen ab 2020 nur noch Busse mit emissionsfreien Antrieben neu anschaffen.

Auch die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) rüsten derzeit auf: IM Blankeneser Treppenviertel setzt das Unternehmen bereits einen rein Elektro-Kleinbus ein. Im kommenden Jahr sollen zwei rein batteriebetriebene Gelenkbusse auf der Metrobuslinie M3 in Betrieb gehen.

Auch interessant

7 Antworten auf „Elektrobus-Terminal am ZOB ist endgültig fertig“

Ich frage mich immer wieder, warum in Hamburg nie jemand auf die Idee gekommen ist, die verkehrsstarken Buslinien auf O-Busse umzustellen. Die sind ausgereift und seit Jahrzehnten bewährt am Markt und kosten einen Bruchteil dessen, was uns die Stadtbahn gekostet hätte. Mit Akkus ausgestattet könnten die sicher bei Staus oder Sperrungen auch eine gewisse Umleitung ohne Oberleitung fahren.

@nahverkehrhamburg

” sondern auch die Metrobuslinie M4 und die Schnellbuslinie 37. Auf beiden Linien sollen laut Hochbahn in Zukunft verstärkt Busse mit alternativen Antriebstechnologien eingesetzt werden. Die Fahrpläne und Haltestellen ändern sich dadurch nicht.”

Das ist nicht ganz korrekt, denn wenn die 37 und die M4
vom E-ZOB abfahren, können sie nicht die Abfahrt an der bisherigen (ZOB) Haltestelle erreichen. Sie werden dann dort abfahren, wo jetzt die 35,36 abfahren (Busspur in Fahrbahnmitte) Ach die 109 ist seit der Verlegung zum E-ZOB dort zu erreichen.

O-Busse vereinen für mich die Nachteile von Stadtbus und Straßenbahn: Begrenzte Kapazität und von der Straße abhängiger Fahrkomfort + spurgeführt und vergleichsweise unflexibel. In HH würde man damit nicht die Kapazitätsprobleme lösen, da bräuchte es andere Verkehrsmittel. Und ob dann ein entsprechender Aufbau der Infrastruktur (Oberleitungen, neue Fahrzeuge) im Vergleich zur Stadtbahn wirtschaftlich wirklich vertretbar ist, darf wohl angezweifelt werden. Nicht umsonst sind O-Busse ja auch eher selten anzutreffen.

@Kevin Schmidt
Der Kommentar wirft doch einige Fragen auf. Wieso hat eine Stadtbahn in Doppeltraktion begrenzte Kapazität ?
Warum ist sie unflexibel, wenn die richtige Strecke ausgewählt wird ? Z.B. Bramfeld/KellinghusenStr/Altona.
Nicht vergessen: Stadtbahn 20 Mio/ U Bahn 100-120 Mio/km.

Detailieret Infos :http://www.pro-stadtbahn-hamburg.de

@Lütt Matten
Lies meinen Kommentar noch einmal ;-), ich habe den O-Bus kommentiert, nicht die Stadtbahn. Und von der U-Bahn war überhaupt gar nicht die Rede…
“Begrenzte Kapazität und von der Straße abhängiger Fahrkomfort” = Stadtbus + “spurgeführt und VERGLEICHSWEISE unflexibel” = Stadtbahn. Ich habe extra “vergleichsweise” geschrieben, weil der Bus insofern flexibler ist, als dass nicht spurgeführt ist.

Hamburg versucht ja bekanntermaßen öfters, das Rad neu zu erfinden. Wenn man tatsächlich emmissionsarme Busse möchte, sind tatsächlich O-Busse seit rd. 70 Jahren bewährt. Mein bestes Beispiel hierfür ist Salzburg. Dort gibt es ein sehr ausgedehntes O-Bus-Netz. Der Strom wird dort durch die städtischen Wasserkraftwerke der Salzach erzeugt. Der Busverkehr in Salzburg hat somit 0 Schadstoffausstoß und CO2. Die neusten Busse kommen von Solaris, sind kaum teurer als Dieselbusse und haben eine längere Lebensdauer.
Diese ganzen hamburger Spielereien mit Akkus, Wasserstoff und Brennstoffzellen u. s. w. machen sich vielleicht ganz gut für die PR – sie führen jedoch zu recht hohen Betriebskosten.
Auf der M 5 würden natürlich auch O-Busse an die Kapazitätsgrenze herantreten. Dort wäre eine Straßenbahn das sinnvollste und umweltreundlichste Verkehrsmittel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.