Energiesparen: Diese Maßnahmen planen die Unternehmen im HVV

Verkehrsunternehmen wie Hochbahn, DB, Nordbahn, Metronom, AKN und VHH bereiten sich auf den Winter vor und planen angesichts der Energiekrise teilweise zusätzliche Sparmaßnahmen. Fahrgäste sollen möglichst nichts davon bemerken.
Christian Hinkelmann
Zahlreiche Menschen drängen sich am Hamburger Hauptbahnhof auf einem U-Bahnsteig
Zahlreiche Menschen drängen sich am Hamburger Hauptbahnhof auf einem U-Bahnsteig
Foto: Christian Hinkelmann

Explodierende Energiepreise und ein drohender Gas-Notstand: Im ganzen Land schauen Wirtschaft und Politik gebannt auf den kommenden Winter und versuchen, den Energieverbrauch in den kommenden Monaten zu senken.

Hamburgs rot-grüner Senat hat beispielsweise entschieden, dass Mitte September die Alsterfontäne abgeschaltet und in öffentlichen Gebäuden weniger geheizt wird und dass Denkmäler nachts weitgehend nicht mehr angeleuchtet werden.

Auch in der Privatwirtschaft gibt es zusätzliche Energiesparpläne. So sollen zum Beispiel in einigen Einkaufszentren die Temperaturen abgesenkt und die Beleuchtungen reduziert werden.

Doch wie sieht eigentlich die Situation beim energieintensiven öffentlichen Nahverkehr in Hamburg aus? Schließlich verbrauchen U- und S-Bahnen viel Strom. Die Deutsche Bahn ist sogar der größte Stromverbraucher Deutschlands (siehe hier). 

Werden wieder Beleuchtungen an Stationen und Haltestellen reduziert, wie es Ende der 1980er Jahre schon einmal passierte, als der HVV massiv Geld sparen musste?

NAHVERKEHR HAMBURG hat die großen Verkehrsunternehmen im Hamburger Raum dazu befragt, welche Energiesparmaßnahmen geplant sind und inwiefern davon auch HVV-Fahrgäste betroffen sein werden.

Hochbahn: 2 Grad weniger in Verwaltungsgebäuden

“Als öffentliches Unternehmen fühlen wir uns natürlich dazu verpflichtet, alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um über das schon erreichte Niveau hinaus Energie zu sparen”, sagt Hochbahn-Sprecher Christoph Kreienbaum gegenüber NAHVERKEHR HAMBURG. So ist beispielsweise geplant, ab Oktober die Heiztemperatur in Verwaltungsgebäuden und Werkstätten um 2 Grad abzusenken. Außerdem sei eine interne Kampagne zum Energieeinsparen geplant, mit der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu animiert werden sollen, nach Möglichkeit auf Klimaanlagen zu verzichten, Computer auszuschalten, Licht zu reduzieren und nur bei geschlossenen Fenstern zu heizen. 

Mit einer weiteren Kampagne, die ebenfalls in Kürze startet, sollen Busfahrerinnen und -fah…

Hat Sie der Artikel weitergebracht?

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Das 9-Euro-Ticket sorgte in ganz Deutschland für große Fahrgastzuwächse im ÖPNV - und immer wieder auch für volle Züge.

Das hat das 9-Euro-Ticket in Hamburg und Umland wirklich bewirkt

Übermorgen läuft das 9-Euro-Ticket aus. Einen Nachfolger gibt es bis jetzt nicht. So erfolgreich war das Ticket in Hamburg, so viele Autofahrten wurden dadurch vermieden und diese Forderungen haben Fahrgastverbände nun an die Politik.

Fahrgäste warten auf eine S-Bahn im Hamburger Hauptbahnhof.

Diese Strafen muss die S-Bahn für ausgefallene Fahrten zahlen

Wenn eine S-Bahn-Fahrt in Hamburg ausfällt, muss die Bahn dafür Strafen zahlen. Auf diesen Linien sind Ausfälle am teuersten, auf diesen Verbindungen kommt die Bahn mit den niedrigsten Strafen davon und deswegen gelten ausgefallene Fahrten offiziell manchmal nur als verspätet.

3 Antworten auf „Energiesparen: Diese Maßnahmen planen die Unternehmen im HVV“

Vielleicht könnte der HVV mal einfach seinen Job machen.
Dieses Totschweigen des massiven Problems im Süden für 2 Wochen und immer noch Verhältnisse, für die sich ein 3. Welt Land schämen würde.
Vielleicht einfach wieder ausreichend Fahrten in brauchbaren Fahrzeiten anbieten und damit die Flucht auf den Privatwagen stoppen.
Nicht mehr nicht weniger. Aber das dringend.

Man könnte ja südlich der Elbe das Busangebot weiter reduzieren. Den eingesparten Diesel verstromt man dann. Ist zwar nicht effizient, aber das spielt eh keine Rolle. Alternativ gibt’s neue Strandbusse für Eimsbüttel und Eppendorf.

Offensichtlich finden ja jede Menge Fans die Superstrandbusse ganz toll. Zumindest, wenn ich so die heiße Diskussion zum 113er Partybus im Forum zum Hamburger Lieblingsverkehrsmittel lese. Da muss die 113 ja ein Interesse und eine Begeisterung ausgelöst haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wie finden Sie eigentlich unsere Wochenrückblicke?

Lesen Sie diese Rubrik regelmäßig? Was finden Sie daran gut oder schlecht? Ihre Meinung interessiert uns! Wir haben fünf kurze Fragen an Sie. Es dauert nur wenige Sekunden.