Was war diese Woche im Hamburger Verkehrssektor wichtig? Hier fassen wir für Sie die relevantesten Nachrichten zusammen, damit Sie den Überblick behalten und Zeit sparen.
Entgleiste U-Bahn: Unfallzug hat Prellbock regelrecht plattgefahren
So etwas ist selten: Am Dienstagabend ist ein leerer U-Bahn-Zug bei einer Rangierfahrt in einem Kehrgleis in Hamburg-Billstedt nicht rechtzeitig zum Stehen gekommen, hat einen Prellbock weggerammt und ist mit zweieinhalb Waggons über das Gleisende hinausgefahren. Der Prellbock wurde unter dem Zug regelrecht plattgefahren. Direkt nach dem Unfall touchierte ein mit 172 Fahrgästen besetzter Zug das Unfallfahrzeug, das teilweise in das Nachbargleis hineinragte. Verletzt wurde niemand, der Unfallfahrer kam mit Verdacht auf einen Schock ins Krankenhaus.
Die Hochbahn war am Mittwoch mit einem Großaufgebot vor Ort und schaffte es in Rekordzeit, den Unglückszug so weit vom Nachbargleis zu verschieben, dass dort am Donnerstagmorgen schon wieder der reguläre Betrieb aufgenommen werden konnte. Wann der Unfallzug geborgen werden soll,
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17 Antworten auf „Entgleiste U-Bahn: Unfallzug hat Prellbock regelrecht plattgefahren“
Den Vorschlag der Gewerbetreibenden, die Linie X27, die ohnehin nur alle 20 Minuten verkehrt, an dem bestehenden Wendehammer am Kupferteichweg (Haltestelle Heimgarten) enden zu lassen, halte ich für sehr vernünftig.
Warum soll der Bus dagegen den Poppelbüttler Bogen als Wendehammer und Pausenplatz nutzen? Es dürften dort außerhalb der Hauptverkehrszeit kaum Fahrgäste aus- und einsteigen. In der Harksheider Straße in unmittelbarer Nähe befindet sich die Haltestelle Sandkuhlenkoppel.
Und überhaupt stellt sich die Frage, warum die Linie X27 von der S-Bahn Poppenbüttel parallel (auf dem selben Linienweg) zur Linie 178 verkehren muss. Das führt doch nur zu einer Überkapazität und somit zu fast leeren Fahrzeugen.
Mein Verdacht ist, das in Poppenbüttel die Kapazität der Pausenplätze nicht ausreicht. Aber deshalb die Linie einfach zu verlägern? Lärmbelästigung, Umweltbelastung, Parkplatzvernichtung … Ich finde diese Entscheidung unausgewogen.
Ich würde mal sagen, leicht verfehlt. Auch außerhalb der Geschäftszeiten wird die Linie gerne genutzt. Das Wohngebiet Kreienhoop und Schäferdresch erfreuen sich über eine nahgelegene ÖPNV Haltestelle und ein Überangebot besteht auch nicht, da in die X27 die Verdichter der 178 aufgehen und damit auf dem stark ausgelasteten Ast S Poppenbüttel Sandkuhlenkoppel so ein annähernde 5 Min Takt angeboten werden kann.
Die Kehre Heimgarten hat offiziell nur 1 Überlieger Platz, somit könnte schon aus Umlauftechnischer Sicht die X27 mit bis zu 3 Überliegenden Fahrzeugen dort nicht enden.
Und wie sie richtig anmerkenden, die Anlage am Wentzelplatz ist jetzt schon überlastet (wie eigentlich JEDE Busanlage in Hamburg)
Vielen Dank für Ihre Hinweise. (Hätte auch schon vom Verfasser des Artikels recherchiert werden können.)
Drei Überlieger im 20-Minuten-Takt? Das würde ja bedeuten, dass die Pause mindestens 41 Minuten lang ist. Da sollte man sich doch Lösungen überlegen, um die Fahrzeuge effizienter einzusetzen, also bspw. durch Fahrerwechsel, wie ich weiter unten (leider an der falschen Position) beschrieb.
Fast jede der Meldungen aus der Wochenzusammenfassung könnte man kommentieren… Neben den interessanten Bildern vom verunfallten U-Bhnzug wäre es auch interessant zu erfahren, mit welcher Geschwindigkeit der Zug den Prellbock überfahren hat. Nach den Schadbildern müssen das mindestens 40-50 km/h gewesen sein. — Peinlich ist nur wie die Grünen und die von ihnen gesteuerten Organisationen wie Fridays for Future sich so vehement für die Neubaustrecke Hamburg-Hannover ins Zeug legen. Ist das am Ende Bahnverhinderungspolitik? Denn wie richtig angemerkt dürfte die Strecke nicht vor 2050 fertig sein, aber kapazitätserweiternde Maßnahmen sind eigentlich schon heute überfällig. Hätte man das 2026 verabschiedete ALPHA-E-Konzept stringend umgesetzt, dann gäbe es auf der Strecke nach Hannover weder heute noch auf absehbare Zeit Kapazitätsengpässe. — Es scheint bei der DB immer mehr in Mode zu kommen vor der eigentlich für 2029 geplanten Generalsanierung schon Jahre zuvor eine Vorabsanierung (Gleise, Schienen, Weichen durchzuführen. Und eine zwölfwöchige Sperrung der Hauptstrecke nach Hannover im Sommer diesen Jahes ist schon der Hammer. Die letzte große Sanierung dieser Strecke fand so um 2010, aber damals unter dem rollenden Rad statt! Und wie üblich sind bei den geplanten Maßnahmen die Reisenden im Nahverkehr die Hauptleidtragenden. Irgendwie ein Programm die Pendler wieder auf die Straße zu treiben.
Neubaustrecke Hamburg-Hannover: Es muss beides gemacht werden. Dass das so lange dauert, ist der eigentliche Skandal. Bitte, Herr Jung, beschäftigen Sie sich einmal mit der Thematik – Gustav Richard hat zum Thema auf youtube sehr anschauliche Videos veröffentlicht – und auch Sie werden einsehen, daß die Neubaustrecke notwendig ist.
Ach Herr Jung… nur weil ein Dialogforum irgendeinen tollen Ausbauplan entwirft und dafürstimmt, heißt das noch lange nicht, dass er ausreicht. Das Alpha-E ist in Gutachten als betrieblicher Unsinn nachgewiesen worden. Nur Prellbock will das mal wieder nicht einsehen und verweigert sich in gewohnter Manier der Realität.
Mir ist da noch ein Gedanke gekommen zum Thema Pause der Busfahrer:
Stehende Busse bringen kein Geld ein, sondern kosten Geld, weil der Platz dafür vorgehalten werden muss. An den Knotenpunkten wie bspw. Poppenbüttel, Wandsbek-Markt, Barmbek, Altona, Bergedorf, Harburg und, und, und ist der Platz knapp und teuer.
Da wäre es doch sinnvoll, jeweils nach Ankunft eines Busses einen Fahrerwechsel vorzunehmen. Der Bus würde sofort von einem Fahrer, der die Pause bereits hinter sich hat, übernommen werden. Da in den Bussen nicht mehr kassiert wird, müssten die Fahrer nicht mehr die Kasse wechseln. Die Pausen könnten in den dafür bereits vorhandenen Räumen stattfinden.
So könnte so manche Linie, die heute aus Platzgründen in irgendwelchen bereits von anderen Linien bedienten Wohn- oder Gewerbegebieten endet, verkürzt werden. Das sparte Fahrer, Fahrzeuge, Geld und Fläche, schonte die Umwelt, entlastete die Straßen und alle wären glücklicher – na ja, abgesehen von den Fahrern. Aber Desk-Sharing ist ja auch schon gang und gäbe.
1) 100% Zustimmung zu Jens Ruge, echt guter Bericht zum Unfall.
2) Re Hadag, da ist doch sicher was schief gelaufen wenn gleichzeitig die Fahrtenzahl erhöht wird und dann so viel ausfällt. Aber was genau? „Mal fehlte ein Schiff, mal die Besatzung, mal war es ein Wintersturm“ ist irgendwie nicht sehr aufschlussreich. Mich würde auch mal interessieren ob die (vorrübergehende?) Einstellung der Linie 66 auch was mit den Ausfällen zu tun hat, bzw. ob die Wiederinbetriebnahme von einger Verringerung der Ausfälle abhängt?
3) Re Videokameras für Regionalzüge, soll man dass jetzt so verstehen dass es in diesen ja ziemlich neuen Zügen bisher keine Videokameras gibt? Das wäre doch sehr komisch. Und: 72 Stunden ist nicht genug. Bei solchen Anschlägen weiss man zwar sofort davon aber es gibt auch viele Beschwerden wo Video hilfreich ist die erst nach 1/2/3 Tagen eingehen…
Danke schön für die umfangreiche Bilddokumentation des Unfallfahrzeugs 150. Das ist – im Gegensatz zu „Spekulatius-Foren“ – der große Vorteil von gutem Journalismus, für den ich auch gern bezahle.
Ob das Fahrzeug, eines von zehn auf das Antriebssystem MITRAC ertüchtigter DT4.26, noch zu retten ist? Ich hoffe es, aber Wagen 150-3 sieht nicht gut aus. Und welche Schäden im Verborgenen sind, weiß auch noch niemand. Es wäre traurig, wenn 150 der erste Ersatzteilspender der DT4-Fahrzeuge würde. Bis jetzt musste noch kein einziges Fahrzeug dieses schönen Typs für immer abgestellt oder gar verschrottet werden. Aber fast immer trifft es bei U-Bahn-Unfällen (meist Zusammenstöße mit umgestürzten Bäumen) die DT4.
Tz 150 ist noch nicht aus der östlichen Abstellanlage BI geborgen, dafür aber schon großflächig mit Graffiti beschmiert worden.
Traurig!
Die verlinkte Bürgerschaftsdrucksache für die 3monatige Sperrung U1 stellt nicht mehr den aktuellen Stand dar. So ist z.B. laut Vortrag vor dem HVV Fahrgastbeirat die Sperrung des Harburger S-Bahn Tunnels ab dem 10.05.2026 zwei Wochen dauern. Gleichzeitig besteht die 12wöchige Sperrung Hamburg – (Lüneburg -) Hannover. Gleichzeitig ist der Busbahnhof Harburg weiterhin Baustelle und nicht nutzbar. Zusätzlich wird der Harburger „Doppelknoten“, die Kreuzung direkt nördlich des Busbahnhofs (Walter-Dudeck-Brücke, Hannoversche Straße) umgebaut, so dass dort kein wirksamer SEV stattfinden kann. Der HVV wird empfehlen, in dieser Zeit im Hamburger Süden auf öffentlichen Nahverkehr zu verzichten, weil es keine ausreichenden Ersatzkonzepte gibt.
X27: „… für abgestellte Busse sind dort 13–14 Parkplätze entfallen“.
Merkwürdige Wahrnehmung. Die Parkplätze sind doch nicht entfallen, es parken dort jetzt lediglich Busse statt Pkw.
Vermutlich parken dort jetzt sogar sehr viel mehr verschiedene Fahrzeuge als vorher.
Der „Parkplatzstreit“ im Poppenbütteler Bogen ist völlig aufgebauscht und übertrieben.
Wenn man auf GoogleMaps nachzählt, kommt man am Poppenbütteler Bogen locker auf 30 – 40 Gewerbebetriebe. Auf jeden dieser Unternehmen kommen also rechnerisch ca. 0,3 weggefallene Parkplätze.
Stattdessen steigen an der Haltestelle je 200 Personen ein oder aus.
Davon wird sicher auch der eine oder die andere sein, die statt mit dem Auto nun eben mit dem Bus dorthin reist und nun keinen Parkplatz mehr benötigt.
Dass 13 weggefallene Parkplätze nun zu einem „Parkplatz-Chaos“ hochstilisiert werden, und dem Abendblatt immerhin nicht nur einen, sondern mehrere Artikel wert sind, zeigt, wie absurd solche Themen in Hamburg diskutiert werden.
Die Leserbrief-Schreiber und das Abendblatt werfen ja Rot-Grün und insbesondere Anjes Tjarks immer vor ideologisch zu sein, dabei ist es gerade die total einseitige Auto-Ideologie, die in Hamburg bremst. Wenn ich nur an das Parkplatz-Moratorium denke, wird mir schlecht…
immerhin durfte im letzten Absatz noch ein Anwohner erwähnt werden:
„Wenn unter Anwohnern, Arbeitern und Kunden – die Mehrzahl ist nicht aufs Auto angewiesen – nur jeder Fünfte auf das Auto verzichtet, bleibt mehr als ausreichend Platz für Wirtschaftsverkehr, Anlieferung oder die Fälle, in denen mal ein Auto benötigt wird.“ Funktioniere das nicht, dürften sich „Wirtschaftsverkehr oder Handwerker bei denen bedanken, die nicht aufs Auto angewiesen sind, es aber trotzdem nutzen und damit genau den fehlenden Platz blockieren, den unter anderem die CDU fordert.“
„Parkplatzstreit“ im Poppenbütteler Bogen aufgebauscht und übertrieben? Dazu möchte ich gern Evelyn Hamann zitieren: „Ach?“
Ja das ist schon drollig, was die vermeintlich geschädigten da von sich geben und darauf bestehen, dass sie dort parken dürfen und die Busse und vor allem deren Fahrgäste irgendwo anders bleiben sollen, weil sie ja sonst weit laufen müssten (was sonst die Busfahrgäste müssten). Andere befinden, dass sie bei Bedarf die Straße als Werksgelände nutzen müssten. Man wünscht sich Journalisten, die diesen Unsinn gleich hinterfragen und Politik, Hochbahn und HVV, die darauf mit den nötigen Worten eingehen.
„… und Politik, Hochbahn und HVV, die darauf mit den nötigen Worten eingehen.“
Schön wär’s! Aber gerade in unserem Bezirk ist da nichts zu erwarten. Aus der Verkehrspolitik höre ich da immer nur, dass man kein Gegeneinander der Verkehrsteilnehmer befeuern und lieber die Autofahrer durch gute Angebote umstimmen sollte.
Im Hochbahnblog hatte ich zu diesem Thema einmal den Vorschlag gemacht, dass der >hvv (zusammen mit Hochbahn und vhh) eine Kampagne zu mehr Respekt und Rücksicht gegenüber dem Busverkehr veranstalten sollte. Damit z.B. Busse aus ihren Buchten herausgelassen werden oder sich nicht noch vor Busse gedrängelt wird. Die Antwort war sinngemäß: Wir sollten uns die Autofahrer nicht zum Feind machen.
Vom >hvv selbst kam zwar keine Antwort (war ja auch nicht dessen Kommunikationsweg), aber ich gehe davon aus, dass die Blogantwort auf einer Linie mit ihnen (und der Senatspolitik) ist. Alles andere wäre gerade in dieser Stadt sehr verwunderlich.