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Entscheidung über Bahnreaktivierung in Kellinghusen verzögert sich weiter

Eigentlich sollten im schleswig-Holsteinischen Kellinghusen bereits die Bagger rollen, doch ob die überhaupt noch zum Einsatz kommen, ist offen. Die Landesregierung hat sich noch immer nicht entscheiden, ob die stillgelegte Bahnstrecke zwischen Kellinghusen und Wrist reaktiviert werden soll.
Christian Hinkelmann
Stillgelegte Bahnstrecke in Kellinghusen in Schleswig-Holstein
Stillgelegte Bahnstrecke in Kellinghusen in Schleswig-Holstein
Foto: Christian Hinkelmann

Grund für die weitere Verzögerung soll ein neues Gutachten zur Kompatibilität zwischen Hochwasserschutz und Bahnbau sein, dessen Ergebnis abgewartet werden soll. Das erfuhr Kellinghusens Bürgermeister Axel Pietsch von der Landesweiten Verkehrsservicegesellschaft (LVS), schreibt die Norddeutsche Runschau.

Ein weiterer Grund für die noch immer nicht getroffene Grundsatzentscheidung über den Bau sollen dem Zeitungsbericht zufolge Unsicherheiten bei der Entwicklung der Regionalisierungsmittel sein. Dabei handelt es sich um Fördergelder des Bundes für den Betrieb des Öffentlichen Nahverkehrs aber auch für den Bau von ÖPNV-Infrastruktur in den Ländern. Schleswig-Holstein erhält jährlich rund 210 Millionen Euro.

In diesem Jahr soll die Höhe der Regionalisierungsmittel für die Jahre 2015 bis 2030 neu festgesetzt werden.

Vor zwei Jahren hatte die LVS konkrete Pläne vorgestellt, die 1975 stillgelegte 2,5 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Kellinghusen und Wrist wieder aufzubauen und eine stündliche Direktverbindung von Kellinghusen bis nach Hamburg-Altona mit modernen Elektrotriebwagen einzurichten. 2015 sollten die ersten Züge fahren.

Nachdem in kurzer Zeit ein erstes Gutachten und sog…

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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3 Antworten auf „Entscheidung über Bahnreaktivierung in Kellinghusen verzögert sich weiter“

Es ist nicht mehr zu übersehen: viele Bahnausbau-Versprechen waren nur ein Koalitionsgeschenk an die Grünen. In Wirklichkeit ist kein Geld da. Bis man nicht weiss, wie es mit den Regionalisierungsmitteln weitergeht, kann man sich nirgendwo die zusätzlichen Betriebskosten leisten. Das sagt doch alles.

Auch hebt die DB ihre Preise für die Nutzung von Strecken und Stationen sicher noch weiter an. Stuttgart21 muss ja irgendwie bezahlt werden. Das heisst die Zeit der Einsparungen im Nahverkehr durch Ausschreibung ist vorbei. Aber diese Einsparungen sollten das zusätzliche Angebot mal finanziere. Aus die Maus.

Wundert sich wirklich noch jemand, dass man Holstein inzwischen sogar schon zur S4 tragen muss?

Die Regierung in SH, also die SPD, hat sich vor Ihrer Wahl für den Ausbau des schienengebundenen ÖPNV in aller Deutlichkeit ausgesprochen. Uns jetzt wieder dieses Zögern bzw. eventueller Rückzug aus diesem relativ kleinem Bahnprojekt von 7 Mio €uro. Wie soll das denn bei Großprojekten wie Stadtregionalbahn Kiel oder S4 funktionieren, Kosten etwa zusammen über 1 Milliarde €uro. Die Zeit der bunten Bilder und Visionen hängen mir langsam zum Halse raus!
Fangt endlich an zu bauen, um die Glaubwürdigkeit nicht ganz zu verlieren!

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