Erste Batteriefähren für Hamburg bestellt – so sehen sie aus

Das sind die wichtigsten Mobilitäts-News der Woche für Hamburg und Umland: Erste Batterie-Hafenfähren fallen kleiner aus als Hybrid-Vorgänger, S-Bahn kämpft gegen immer mehr Verspätungen und HVV stellt lang geplantes Feature nach kurzer Zeit wieder ein.
Christian Hinkelmann
So sollen die ersten rein batteriebetriebenen HADAG-Hafenfähren in Hamburg aussehen. (Foto: HADAG)
So sollen die ersten rein batteriebetriebenen HADAG-Hafenfähren in Hamburg aussehen. (Foto: HADAG)

Was war diese Woche im Hamburger Verkehrssektor wichtig? Hier fassen wir für Sie die relevantesten Nachrichten zusammen, damit Sie den Überblick behalten und Zeit sparen.

Erstmals Batterie-Hafenfähren für Hamburg bestellt

Nur wenige Monate nach Auslieferung der letzten Hybridfähre will die HADAG jetzt voll auf Elektroantriebe setzen und damit das umsetzen, was beispielsweise in Oslo schon seit vielen Jahren Alltag ist. Am Donnerstag bestellte das Tochterunternehmen der Hochbahn drei neue Schiffe auf der SET-Werft in Tangermünde (Sachsen-Anhalt), die bis zu 12 Stunden lang im normalen Linienbetrieb vollelektrisch fahren können sollen.

Die Schiffe sollen (wie die drei Vorgänger) bis zu 250 Passagiere transportieren können, werden aber rund drei Meter kürzer ausfallen. Das geht offenbar zulasten des offenen Hecks, auf dem sich Fahrradabstellplätze befinden. Die Neubauten sollen die Typenbezeichnung „2030e“ tragen und ähneln optisch stark den Vorgängermodellen vom „Typ 2030“.

Bis die neuen Schiffe leise durch den Hamburger Hafen summen, wird es aber noch drei Jahre dauern. Erst 2028 sollen sie ausgeliefert werden.
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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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8 Antworten auf „Erste Batteriefähren für Hamburg bestellt – so sehen sie aus“

Die E-hafenfahre sind bleiben ein fehlkonstrujt: sie sind erstens teuer, können weniger transportieren und sind nur 12 Stunden ohne Nachladen im Betrieb. Eine Diesel- oder im Ernstfall auch eine Hybridfaehre kann wenigstens den ganzen Servicetag der Hadag-Fähren von 20 Stunden abdecken. D.h. In Klartext drei E-Fähren leisten soviel wie zwei klassische Fähren sind aber pro Stück mindestens 50% teurer als eine normale Fähre. Fazit: die Hadag-E-Mobilität ist zweieinhalb mal so teuer wie der klassische Fährverkehr. Hamburg könnte mit weniger Geld mehr fürs Klima im Nahverkehr tun, wenn man statt der vielen Busse und der unrealistischen U-Bahnprojekte (U5) mehr auf die Wiedereinführung der Straßenbahn setzen würde.

Lieber Herr Jung,

mögen Sie uns kurz Ihre Quellen nennen, was den Kaufpreis angeht und die Tourenplanung, bzw. Nonstop-Einsatzzeit der einzelnen Schiffe bei der HADAG angeht?
Was die Kapazitäten betrifft: Die neuen Fähren fassen genauso viel Passagiere wie die vorherigen Schiffe.

Beste Grüße

Christian Hinkelmann

Herr Jung! Was sind das denn für gewagte Thesen. E-Fähren haben in anderen Ländern oder sogar ganz in der Nähe in Kiel schon ihre Bewährungsprobe bestanden und sind Stand der Technik! Wer sagt denn dass sie nicht zwischendurch nachgeladen werden können und dann theoretisch unbegrenzt eingesetzt werden können (wie die Kieler E-Busse die lediglich nach 24h ihren Dienst zur Wartung und Reinigung unterbrechen.) Der Bogen zur Straßenbahn ist nicht einmal elegant. Statt einiger Buslinien könnte man tatsächlich eine Strassenbahn fahren lassen, für die U5 reicht die Kapazität einer Straßenbahn wohl kaum – aber was eine wünschenswerte Strassenbahn in Hamburg mit dem Thema elektrischer Fährverkehr zu tun hat erschließt sich mir nicht!

Selbst wenn es so wäre, dass man mehr teurere Fähren braucht (Quellen), was sollen wir denn sonst tun? Weiter mit Dieselfähren rumtuckern und aufs Klima pfeifen?
Gut möglich, dass die Anschaffung erstmal teuerer ist, analog zu E-Autos vs Verbrenner. Aber die Wartungskosten dürften günstiger sein, da weniger Mechanik zu warten ist.

Jeder Verkehrstote ist einer zu viel! Und die Radfahrenden scheinen ein vielfach höheres Risiko zu haben als die anderen Verkehrsteilnehmer. Das ist nicht hinnehmbar, aber schwer zu ändern.

Mir sind die Umstände der einzelnen Unfälle nicht bekannt. Aber wer mit den Rad fährt, kann sein Risiko stark mindern. So sollte man sich nie, nie, niemals auf seine Vorfahrt verlassen und im Zweifelsfalls absteigen. Auch sollte man niemals die gekennzeichneten Fahrradspuren zwischen den Autospuren nutzen. (Ich bin fassungslos über diesen Wahnsinn.)

Ferner sollten die Radfahrenden auf ihre Beleuchtung achten. Leider führen falsch eingestellte LED-Frontscheinwerfer häufig zu einer starken Blendung der anderen Verkehrsteilnehmer. Und blinkenden LED- oder Laser-Rücklichter, die in vielen Fällen noch mehr Blendwirkung erzeugen, sind verboten! Am schlimmsten ist es natürlich, ohne Beleuchtung im Dunkeln zu fahren.

Aber das Wichtigste ist natürlich, dass die stärkeren Verkehrsteilnehmer noch mehr auf die Radfahrenden achten!!!

„Unser neuer NAHVERKEHR HAMBURG-Störungsticker zeigte teilweise mehr als anderthalb Stunden Verspätung bei einzelnen Zügen an!“
Kleine Anfrage: Könnt ihr darin auch die RB81 mit aufnehmen, die ja die einzige RB ist, die in Hamburg Erschließungsaufgaben übernehmen muss?
Die RB81 ist meiner Meinung nach wichtiger als A2 und A3, die nur durch das seltsame Konstrukt „A-Bahn“ als Schnellbahnen geframed werden, aber im Grunde nichts anderes als Regionalbahnen sind.

Hallo Herr Ruge,

ist in Arbeit und geht mit Glück in den nächsten Tagen online 🙂

Beste Grüße

Christian Hinkelmann

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