Erste Gespräche für dichteren U-Bahn-Takt in Hamburg

Die Hamburger Hochbahn führt erste Gespräche zur Umsetzung eines dichteren U-Bahn-Taktes, bei dem mehr als drei Züge in zehn Minuten fahren sollen (z.B. 90 Sekunden-Takt).
Christian Hinkelmann
Zahlreiche Menschen drängen sich am Hamburger Hauptbahnhof auf einem U-Bahnsteig
Zahlreiche Menschen drängen sich am Hamburger Hauptbahnhof auf einem U-Bahnsteig

“Wir beschäftigen uns damit”, sagte Hochbahnsprecher Christoph Kreienbaum zu NahverkehrHAMBURG.

Dabei gehe es um die Einführung eines fahrerunterstützten Fahrens (weiterhin mit Fahrer), denn bei so einem engen Takt seien zusätzliche Hilfen für den U-Bahn- Fahrer notwendig.

“Umfangreiche Umbauten sind hierfür erforderlich – sowohl an Strecken als auch – wenn man nicht gleich auf neue Fahrzeuge geht – an den Fahrzeugen”, so Kreienbaum.

Nach Hochbahn-Angaben werden diese Umstellungen in den kommenden zehn Jahren “sicherlich akut”. Hintergrund sind die stetig steigenden Fahrgastzahlen.

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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3 Antworten auf „Erste Gespräche für dichteren U-Bahn-Takt in Hamburg“

Es gab doch auch schon Versuche in Hamburg die U-Bahn zu automatisieren. Ich denke die sollte man in diesem Zusammenhang wieder aufgreifen, wenn sowieso die Zugsicherungstechnik umgerüstet werden muss. Das es funktioniert ist ja schon in Nürnberg zu sehen.

Tja, wenn die U-Bahn neben der S-Bahn das einzig gescheite Verkehrsmittel ist, muss man sich nicht wundern. Vielleicht sollten die Herren von der Hochbahn einen 4-gleisigen Betrieb wie in New York ausdenken. Oder man führt endlich eine Stadtbahn ein.

Da bei öffentlichen Infrastrukturprojekten immer irgendjemand etwas dagegen hat, ist das Konzept der verkürzten
Taktzeiten der U-Bahn eine gute und Sinnvolle Sache. Da “gegen etwas zu sein” offenbar cool und in ist, sollte man
bei Verkehrsprojekten den Weg des geringsten Widerstandes gehen. Denn Infrastrukturpolitik ist eine andere Form
der Wirschaftspolitik, und wer hier dauernd bremst,verhindert oder einfach nur dagegen ist, schadet der Wirtschaft insgesamt und sich selbst am meisten.

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