Fährt Metrobus 15 bald über Winterhuder Markt nach Barmbek?

Nachdem die geplante Verlängerung der Metrobuslinie M15 vom Mittelweg nach Barmbek über die enge Gertigstraße auf Eis gelegt wurde, bringt der Bezirk Nord jetzt eine Alternativ-Route über den Winterhuder Markt ins Spiel. Nach einem einstimmigen Beschluss der Bezirksversammlung soll die Wirtschaftsbehörde diese Idee nun prüfen.
Christian Hinkelmann
Menschen warten auf einen Metrobus der Linie M15 in Hamburg
Menschen warten am U-Bahnhof Schlump auf einen Metrobus der Linie M15

Hat die Metrobuslinie 15 doch noch eine Chance, vom Mittelweg bis nach Barmbek verlängert zu werden? Der Bezirk Hamburg Nord hat einen neuen Anlauf für das Projekt gestartet.

In einem einstimmig beschlossenen Antrag der Grünen bittet die Bezirksversammlung die Wirtschaftsbehörde, eine alternative Streckenführung zu prüfen.

Demnach soll die M15 nicht mehr durch die engen Anwohnerstraßen Poelchaukamp und Gertigstraße Richtung Barmbek geführt werden, sondern über den Winterhuder Markt (Mittelweg – Frauenthal – Heilwigstraße – Hudtwalckerstraße – Winterhuder Markt – Barmbeker Straße (Haltestelle Semperstraße) – Weidestraße – Schleidenstraße – Saarlandstraße – Wiesendamm – Bahnhof Barmbek oder alternativ ab Winterhuder Markt: Barmbeker Straße – Wiesendamm – Bahnhof Barmbek).

Die Grünen gehen davon aus, dass die alternative Linienführung wegen der breiteren Straßen leichter zu realisieren sein dürfte, als die bisher diskutierte Variante. Außerdem würden die Wohngebiete an der Barmbeker Straße und am Wiesendamm per Bus an den Winterhuder Markt angebunden werden. “Die von der Hochbahn in diesem Zusammenhang immer wieder genannte U-Bahnlinie 3 liegt relativ weit von diesem wichtigen Versorgungszentrum entfernt”, heißt es in dem P…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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5 Antworten auf „Fährt Metrobus 15 bald über Winterhuder Markt nach Barmbek?“

Wenn ich mich recht erinnere, wollte der HVV die M15 ursprünglich bis Farmsen verlängern, als Ersatz der 171. Das wäre bei den neuen Plänen wieder möglich und sinnvoll. Denn der Engpass Mühlenkamp wird umfahren. Die jetzt diskutierte Strecke verspricht jedenfalls deutlich reduzierte Verspätungsrisiken. Und eine Linienführung über Weidestraße hätte wegen des angrenzenden Wohn- und Gewerbegebietes sicher hohes Fahrgastpotenzial.

Dass die Führung über Poelchaukamp – Mühlenkamp betrieblich kritisch ist, leuchtet ein. Bloß entfällt mit einem Verzicht auf diese Linienführung auch ein wesentlicher Teil des Fahrgastpotenzials, was die M15-Verlängerung m.E. insgesamt in Frage stellt. Denn wer von Barmbek-Süd nach Hamburg-West möchte, wird vermutlich weiterhin mit der U-Bahn schneller und besser ans Ziel kommen.
Vielleicht sollte man die Sache stattdessen von Osten her denken: Mit einer Führung der Linie 171 nach Winterhude (U Borgweg oder Winterhuder Markt) statt nach U S Barmbek ließe sich mit geringerem Aufwand der gleiche Erschließungseffekt für die genannten Wohngebiete erzielen, der mit der neuen M15-Variante beabsichtigt wird.
Aber grundsätzlich ist es natürlich lobenswert, dass die Bezirksversammlung sich um eine Verbesserung des Nahverkehrsangebotes bemüht. Danke!

Ursprüngliche Linienplanungen beibehalten, Straßen schneller von Falschpakern befreien, dann klappt das auch mit dem M15. Auf diese Querverbindung warte ich seit über 20 Jahren.
Da ich in Winterhude, nahe an der ursprünglich geplanten Linienführung des M15 lebe und kann ichnschon seit Jahren beobachten, dass der Verkehrsfluss vor allem durch falsch geparkte Fahrzeuge – Anwohner, Besucher, Lieferanten und Taxis – sehr stark gehindert wird.
Mein Vorschlag wäre, dass der HVV nicht über eine Änderung der Linienführung nachdenkt, sondern sich mit Polizei und Bezirk darüber unterhält, wie man dem Problem der Falschparker Hier beikommt. Die Kosten für ein Strafmandant können von den meisten Anwohnern und Besuchern hier in Winterhude Süd leicht verkraftet werden.

Wenn aber das geliebte Auto, bereits fünf Minuten nachdem ein Busfahrer ein Behinderung gemeldet hat, abgeschleppt wird und man es dann in Tiefstack auslösen muss, dann täte das schon deutlich mehr weh. Ein Angestellter des Ordnungsamtes oder der Polizei könnte auf dem Bergungsfahrzeug gleich mitfahren. Dieses sollte man dann vielleicht der Feuerwehr oder dem THW unterstellen, damit man sich nicht dem Verdacht aussetzt, dies sei eine “Abzocke” zu Gunsten gewisser privater Abschleppunternehmen. Die HAW Hamburg konzipiert Ihnen sicher gerne ein Fahrzeug, das quasi wie ein Schneeräumer die Fahrzeuge in der normalen Vorwärtsfahrt aufnimmt.
Das muss fix und ohne großen Alarm gehen!

In der Oberstraße, in der westlichen Zufahrt zum Innocentiapark, konnte man sehr schön beobachten, was eine einfache durchgezogene Linie auf der Fahrbahn und ein “gewisser” Überwachungsdruck bewirken können, – > der Verkehr fließt wieder, wo vorher kaum ein Durchkommen war.

Mir scheint es, dass am wirklichen Willen zur Beschleunigung des Busverkehrs fehlt.
Um mit dem ÖPNV von Winterhude nach Bahrenfeld zu gelangen, brauche ich mit Fußwegen gut und gerne 50 Minuten!! Mit dem Auto 25 Minuten!!! Da fahre ich doch lieber mit dem Hybridauto, als mit dem Hybridbus!
Oder mit dem Fahrrad, wenn das Wetter es zulässt.

In Hamburg fehlt es generell an Wille zu vernünftigen ÖPNV, man siehe U4, Busbeschleunigungsprogramm und das penetrante Verweigern bzw. Nichtwahrhabenwollen der Notwendigkeit einer Stadtbahn. Hamburgs ÖPNV wirkt träge und wie von gestern.

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