Damit hatten nicht einmal die Grünen selbst gerechnet: Ihr Antrag auf die Einführung einer neuen S-Bahnlinie (S32) zwischen der Innenstadt und Harburg wurde gestern Abend in der Bürgerschaft nicht – wie erwartet – abgelehnt, sondern an den Verkehrsausschuss weiter gereicht. Er muss sich jetzt damit befassen, ob die zusätzliche Linie nötig und realisierbar ist.
Die von der GAL-Fraktion geforderte S32 soll während der Hauptverkehrszeiten im Zehn-Minuten-Takt zwischen Altona und Harburg pendeln. Zusammen mit den Linien S3 und S31 würde dann künftig alle drei Minuten eine S-Bahn in den Hamburger Süden fahren.
Die Grünen beriefen sich in ihrem Antrag auf Senatsangaben, nach denen die S-Bahnstrecke zwischen der Innenstadt und Harburg hoch belastet ist – zu den Stoßzeiten muss fast jeder zweite Fahrgast stehen. Zudem rechnen Senat und HVV in den kommenden Jahren mit weiter steigenden Fahrgastzahlen.
Trotzdem hatte die SPD-Regierung noch vor wenigen Wochen zusätzliche Züge nach Harburg abgelehnt. „Kein Bedarf“, hieß es in der Antwort auf eine kleine Anfrage der GAL-Fraktion. Außerdem gäbe es nicht genügend Züge für die neue Linie, bemerkte ein Sprecher der S-Bahn Hamburg GmbH gegenüber NahverkehrHAMBURG. Diese könnten erst gekauft werden, wenn der im Jahr 2017 auslaufende Verkehrsvertrag zwischen der Stadt Hamburg und der Bahn verlängert werden würde.
Vor diesem Hintergrund bleibt die Frage, ob der Verkehrsausschuss überhaupt einen praktikablen Lösungsvorschlag erarbeiten kann. Müssten doch die zusätzlichen Fahrzeuge für die S32 von anderen S-Bahn-Linien abgezogen werden.
Wann sich der Ausschuss mit dem Thema befasst, ist noch offen.
Stadtbahn hat vorerst letzten Auftritt in der Bürgerschaft
Ein weiteres Thema gestern in der Bürgerschaft war die Stadtbahn.
Der Senat teilte den Parlamentariern formal mit, dass er das Zustandekommen…
NAHVERKEHR HAMBURG unterstützen und weiterlesen
NAHVERKEHR HAMBURG erklärt Mobilität in Hamburg unabhängig, kritisch und aus Sicht der Fahrgäste. Mit Ihrer Mitgliedschaft ermöglichen Sie Recherchen, Hintergründe und Einordnung, die über Meldungen und Pressemitteilungen hinausgehen.
- Ein personalisierter Zugang zu allen Inhalten.
- Zugriff auf unser Archiv.
- Zahlung per Paypal/Kreditkarte/Bankeinzug.
- Keinen Sammel-Mailadressen erlaubt.
- Zwei personalisierte Zugänge zu allen Inhalten.
- Zugriff auf unser Archiv.
- Eine Abrechnung für beide Accounts.
- Zahlung per Paypal/Kreditkarte/Bankeinzug.
- Keine Sammel-Mailadressen erlaubt.
Für berufliche Nutzerinnen und Nutzer gibt es gesonderte Unternehmensangebote. Mehr erfahren
Bereits Mitglied? Mit Steady anmelden






