Fahrradklima-Test: Radfahrer geben Hamburg schlechte Noten

Hamburgs Fahrradfahrer sind überwiegend unzufrieden mit den Bedingungen in der Hansestadt. In einem bundesweiten Städteranking landete Hamburg weit hinten.
Von Christian Hinkelmann
Zugewucherter Fahrradweg an der Breitenfelder Straße am Eppendorfer Park
Zugewucherter Fahrradweg an der Breitenfelder Straße am Eppendorfer Park

Seit zwei Jahren will Hamburg zu einer Fahrradstadt werden – doch der Weg dorthin ist offenbar noch sehr weit. In einem neuen Städteranking des Lobbyverbands ADFC zur Zufriedenheit der Radfahrer ist die Hansestadt weit hinten gelandet.

Unter 39 getesteten Großstädten mit mehr als 200.000 Einwohnern kam Hamburg gerade mal auf Platz  31. Das ist kaum besser als im vergangenen Fahrradklima-Test aus dem Jahr 2014 (Platz 35).

Spitzenreiter sind demnach Münster, Karlsruhe und Freiburg. Schlusslicht ist Wiesbaden.

Von den fünf größten deutschen Städten liegen nur Frankfurt (Platz 12) und München (Platz 13) vor Hamburg. Berlin (Platz 36) und Köln (Platz 37) liegen hinter der Hansestadt (Lesen Sie hier das ganze Ranking).

Nach Schulnoten kommt Hamburg insgesamt auf 4,2 und liegt damit unter dem Bundesdurschnitt von 3,9 (Städte über 200.000 Einwohner).

Hamburger Radfahrer besonders mit Zustand der Radwege unzufrieden

Die größte Unzufriedenheit unter den Hamburger Radfahrern herrscht laut ADFC in Bezug auf die Fahrradwege. 45 Prozent der Befragten halten die Wege für zu schmal und 39 Prozent in einem zu schlechten Zustand. 45 Prozent gaben an, dass sie in Baustellen meist zum Absteigen und Schieben gezwungen sind.

Weitere groß…

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3 Antworten auf „Fahrradklima-Test: Radfahrer geben Hamburg schlechte Noten“

Stimmt, es wird einiges getan.
Wirklich zufrieden ist wohl nur jemand, egal was getan wird. Die teils völlig wirre Beschilderung sollte aber zügiger entfernt werden. Was eine beidseitige Benutzungspflicht für Radwege soll habe ich immer noch nicht verstanden. Oder eine linksseitige Benutzungspflicht obwohl rechts ein guter Radweg verläuft. Oder linksseitig Benutzungspflicht für Radfahrer auf dem Geh/Radweg und rechtsseitig Radfahrer frei auf dem Gehweg. Manchmal habe ich den Eindruck dass ein paar Schilder übrig waren…

Anderseits hat die beidseitige Pflicht den schönen Vorteil, da es es je Pflicht ist, dass man dieser Nachkommen muss. Nur wie wollen Sie auf beiden Seiten gleichzeitig fahren: Also kann man darüber schön auf der Fahrbahn legal fahrend grübeln. Diese beidseitigen “Pflichten” sind eigentlich nur ein Angebot auf beiden den Radweg per Rad (legal?) zu befahren.
Allerdings haben diesen Regelungen einen gravierenden Nachteil: Diese erzeugen Geisterradler: Hier dann “legal” – nur erkläre mir einmal, warum an dieser Stelle das Geisterradeln erlaubt ist, an anderen Stellen bei gleicher Situation nicht.
Für mich gehört die Gegenverkehrsfreigabe oder auch das “Linken Radweg benutzen” zumindest innerorts zu den Kriterien , eine Radwegbenutzung trotz Vorgabe per Schild aus Sicherheitsgründen zu ignorieren.

„häufige Konflikte zwischen Rad- und Autofahrern“
Ca 60% , das ist die Mehrheit der Radfahrer in deutschen Städten hat Angst.

Die Zahlen in Hamburg (2344 Teilnehmer) aus der Rubrik Sicherheit.

Gefährdet fühlen sich 81 %.
Häufige Konflikte mit Kfz-Führern erleben 88%.
Das die Radinfrastruktur insb für jünger und ältere radler nicht sicher sei, das meinen 84%.
Das man auf der Fahrbahn bedrängt werde, erleben 80%.

Die Teilnehmer, davon kann man bei einer ADFC-Umfrage ausgehen, sind zu einem überdurchschnittlich hohen Anteil geübte Vielradler.

Diese Zahlen sind weder neu noch überraschend.

Welches Ziel verfolgt angesichts dieser seit langem bekannten allseits Umstände eine rotgrüne und im Wesentlichen auch vom ADFC-HH getragene Radverkehrspolitik, die RadfaherInnen immer noch weiter in den Kfz-Verkehr drängt (Radstreifen, ‘Schutz’streifen anstelle von baulich getrennter Infrastruktur)?

Die Ziele mögen unterschiedlich sein und teils auch ehrenhaft sein.

Das Ergebnis ist eindeutig Vergrämung.

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