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Fahrradverband diskutiert morgen über Busbeschleunigung

Der Fahrradverband ADFC diskutiert morgen Abend mit Vertretern von Hochbahn und der Stadt über die Vor- und Nachteile des Busbeschleunigungsprogramms aus Sicht der Radfahrer.
Christian Hinkelmann
Bauarbeiten für Busbeschleunigungsprogramm in Hamburg
Bauarbeiten an einer Busspur am Bezirksamt Eimsbüttel in Hamburg
Foto: Christian Hinkelmann

Hintergrund sind die ersten Erfahrungen nach dem aufwändigen Umbau mehrerer Kreuzungen entlang der Metrobuslinie M5.

Der ADFC bewertet die bisherigen Umgestaltungen kritisch: „Wir unterstützen grundsätzlich Maßnahmen, die den öffentlichen Nahverkehr stärken. Aber Programme mit einem solch großem Finanzvolumen wie die Busbeschleunigung müssen den Umweltverbund aus ÖPNV, Rad- und Fußverkehr als Ganzes stärken“, so die verkehrspolitische Sprecherin des ADFC Hamburg, Merja Spott. Dies sei aber im Zuge der Umbauarbeiten an der Linie 5 nicht geschehen. „Stattdessen gibt es jetzt neue Abbiegestreifen, die die Wege für Radfahrer verlängern und die Kreuzungen unübersichtlicher machen“. Außerdem seien bei den realisierten Führungen von Radwegen an Haltestellen Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern geradezu vorhersehbar.

Die öffentliche Diskussion findet im Hörsaal 3 des Geomatikums der Universität Hamburg, Bundesstraße 55 statt. Auf dem Podium sitzen – neben Merja Spott vom ADFC – Gerhard Schenk von der Hochbahn, Raimund Brodehl von der Wirtschaftsbehörde, Roland Hansen vom Landesbetr…

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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4 Antworten auf „Fahrradverband diskutiert morgen über Busbeschleunigung“

„Sie müssen mit ihrem Bus immer Radfahrer vorlassen, weil Sie auf die schwächeren Teilnehmer zu achten haben“ – solche Leute haben scheinbar ganz grundlegende Dinge nicht verstanden bzw. wollen sie auch gar nicht verstehen… Schade! Ich fahre nun in Hannover auch sehr viel mit dem Fahrrad (auch aufgrund der fast überall sehr gut ausgebauten Fahrradwege), erstaunlich finde ich aber, dass selbst gute Bedingungen vielen Leuten – in diesem Fall Radfahrern – noch nicht genug zu sein scheinen. Ich meine, was ist so schwer daran, auch wirklich AUF dem extra ausgewiesenen Fahrradweg zu fahren, VOR Haltelinien anzuhalten, an roten Ampeln anzuhalten, vielleicht einfach mal fünf Sekunden zu warten, wenn man grade aufgrund von Gegenverkehr nicht überholen kann, oder einfach mal einen Fußgänger vorzulassen?! Ich werde das nie verstehen, alle scheinen sie immer zu denken „erst ich, ich bin wichtig, macht Platz für mich, lasst mich durch, ich brems‘ doch jetzt nicht…“. Ich fände Kennzeichen für Fahrräder nicht verkehrt!

Würde sich jeder – damit eingenommen auch alle anderen Verkehrsteilnehmer – einfach an die wenigen Regeln halten und dazu noch etwas bewusster im Verkehr unterwegs sein und nicht immer bloß sich selbst sehen, lösten sich viele Probleme ganz von alleine. Zum Mond zu fliegen ist für Menschen wohl doch die einfachere Disziplin…

@ursusmutus
die Fahrradstaffel soll sogar ab 2014 verstärkt eingesetzt werden u.a. auch nach Intension von Verkehrsbetrieben, die- stark zunehmend- das Fehlverhalten von Radfahrern monieren.. Ja klar, auch unter Busfahrern sind schwarze Schafe, die richtig auf den Sack kriegen, wenn da was passiert!! Wir Busfahrer werden auch immer wieder durch unsere Führungskräfte sensibilisiert, ganz besonders auf Radfahrer zu achten. Allerdings ist es in dem von dir genannten Beispiel so, dass wenn ein Radstreifen auf die Fahrbahn führt, der Radfahrer die Vorfahrt zu achten hat, weil er erstens die Fahrbahn-Art wechselt und er sich zweitens in die Fahrbahn einordnen muss, weil er vom Fahrbahnrand kommt.(Ich weiß grad auch gar nicht, wo am Schlump ein Radstreifen in die Fahrbahn führt) Hier ist es jedenfalls so, dass dem nachfolgenden Verkehr die Vorfahrt zu gewähren ist. Hier wird oft (eigentlich fast immer) ohne zu gucken oder es anzuzeigen auf die Fahrbahn gefahren.-Übrigens auch vom Radweg und nicht nur vom Radstreifen- Das ist zwar kein Grund den Radler anzupöbeln oder ihn gar zu gefährden, indem er ihn abdrängelt, aber leider ist es fast schon der Normalfall, dass viele Radfahrer die Verkehrsregeln entweder bewusst missachten oder gar nicht kennen. Ich erlebe es jeden Tag, dass Radfahrer sogar an Ampelkreuzungen plötzlich vom Rad-Überweg nach links auf die Fahrbahn verschwenken und dann auch noch der Meinung sind, ich muss ihnen die Vorfahrt gewähren. Da kriegst du aber echt einen Hals, zumal du nicht einfach voll in die Klötze gehen kannst, wenn du den Bus voller Fahrgäste hast. Gerade erst vorgestern hatte ich so einen Pflegefall in der Mansteinstr. Die Dame wurde von mir an der nächsten Haltestelle auch erst mal belehrt, das kannst du mir glauben. Die Antwort war folgende:“ Sie müssen mit ihrem Bus immer Radfahrer vorlassen, weil Sie auf die schwächeren Teilnehmer zu achten haben“

@Busfahrer:
Ich denke am Siemersplatz bleibt die Situation für die Radfahrer wie gehabt. Stadtauswärts empfinde ich als Radfahrer problemlos, da man an Kreuzungen und Bushaltestellen generell aufpassen muss. Außerdem sind es bei weitem nicht so viele Radfahrer wie im Univiertel.
Stadteinwärts war schon vorher ungünstig. Die Autofahrer fahren auf der Nebenfahrbahn zwar nur Schritttempo, aber dann bleiben sie irgendwann am rechten Fahrbahnrand stehen ohne ausreichend Platz für Fahrradfahrer zu lassen.

Ansonsten bin ich froh, dass der Radweg entlang der M5 durchgehend in normalem bis gutem Zustand ist (was für HH nicht selbstverständlich ist). Die kritischen Stellen sind ganz andere: Wartende Autos an der Star-Tankstelle Kollaustraße (da würde eine Lösung auch den Bussen helfen), Autos aus der Isestraße kommend übersehen mich überproportional häufig, und Fußgänger oder Fahrradfalschfahrer an der Hoheluftchausse stadtauswärts Höhe Budnikowski (da wo Fuß und Radweg mit dem Geländer getrennt sind).
Über mehr Kontrollen würde ich mich auch freuen (gibt es eigentlich noch die Fahrradstaffel?), denn die Aggressivität vieler Verkehrsteilnehmer ist eindeutig zu hoch. Auch Busfahrer sind da nicht immer unschuldig: Ich erinnere mich noch gut an einen Fahrer der M4, der einen Radfahrer Beim Schlump (wo ein Radstreifen auf die Fahrbahn führt!) hupend und schimpfend abgedrängt hat.

Na, dann diskutiert mal schön…
Insgesamt hat man das an den Kreuzungen ganz gut gemacht. Am SIemersplatz ist das allerdings nicht so günstig, wenn eine Radspur genau zwischen 2 Haltestellen verläuft und die Fahrgäste der Busse quer über diesen Radstreifen laufen müssen, wenn sie umsteigen wollen. Hier ist eine andere Führung aber auch schwierig. Die Alternative wäre, dass die Radler rechts um die Kreuzung herumschwenken müssten, ehe sie die Osterfeldstr. queren könnten oder links von der Bushaltestelle vorbei müssten, was noch unsinniger wäre. In Gegenrichtung finde ich es auch nicht ungefährlich für Radfahrer, weil der Radweg nach der Haltestelle in die Nebenfahrbahn führt, wo sich u.a. eine Post befindet. Dort biegen Autos rechts hinein und es ist vorprogrammiert, dass die heranfahrenden Radfahrer, die aus Sicht des Autofahrers von rechts kommen, übersehen werden, weil sie erstens hinter der Haltestelle entlang fahren und so u.U vom Bus „verdeckt“ werden, wenn dort einer in der Haltestelle steht und zweitens die Autofahrer dort sehr stark auf das Suchen eines Parkplatzes konzentriert sind. Dort sind Unfälle schnell passiert. Hoffen wir, dass ALLE umsichtig fahren.

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