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FDP will HVV-Tarif vereinfachen

Die Hamburger FDP will das Tarifsystem im HVV vereinfachen. Die Nahbereichskarte soll wegfallen und das Kurzstreckenticket soll künftig für fest definierte Streckenlängen gelten: Vier Stationen mit der Bahn oder sieben Haltestellen mit dem Bus.
Christian Hinkelmann
Fahrkartenautomat an Bushaltestelle in Hamburg
Ein Fahrkartenautomat an der Bushaltestelle "Bezirksamt Eimsbüttel" in Hamburg.

Das geht aus einem Antrag an die Hamburgische Bürgerschaft hervor. Darin kritisieren die Freidemokraten das bisherige Tarifsystem als „intransparent“ und „widersprüchlich“.

Demnach könne man derzeit mit einer HVV-Kurzstreckenkarte von den Landungsbrücken sieben Stationen mit der U-Bahn bis zur Kellinghusenstraße fahren (ca. 5,2 Km), aber nur drei Stationen mit der S-Bahn bis Altona (ca. 2,7 Km).

Zwischen den S-Bahn-Haltestellen Veddel und Hammerbrook (ca. 2,9 Km) sei es wiederum gar nicht möglich, eine Kurzstreckenkarte zu nutzen.

„Um den Umstieg auf den ÖPNV zu fördern und das Angebot attraktiver zu gestalten, muss das Kurzstrecken-Tarifsystem überarbeitet werden“, heißt es in dem Antrag. Die Freidemokraten verweisen dabei auf die Städte Berlin, München und Bremen, in denen es wesentlich verbraucherfreundlichere Kurzstrecken-Tarifsysteme mit festgesetzten und nachvollziehbaren Streckenlängen gebe.

Derzeit ist das HVV-Tarifsystem so gestaltet, dass die Kurzstreckenkarte in der Regel für einen rund 2,5 Kilometer langen Abschnitt gilt und die Nahbereichskarte für zwei solcher Abschnitte. Doch die von der FDP genannten Beispiele zeigen allerdings, dass es hierbei auch Ausnahmen gibt.

Der HVV will laut NDR an seinem Tarifsystem festhalten und hält die von der FDP vorgeschlagene Vereinfachung für ungerecht. Ob man in der Innenstadt oder im Kreis Stormarn fünf Stationen fahre, sei e…

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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13 Antworten auf „FDP will HVV-Tarif vereinfachen“

Ihr könnt mir erzählen, was Ihr wollt. Niemand in Hamburg hat jemals zuvor von „Zahlengrenzen“ gehört, über welche der HVV sagt:

„Zur Preisgestaltung der Nahbereichskarte und Kurzstreckenkarte sind alle Linien im HVV-Großbereich (Ringe AB) mit Hilfe von so genannten Zahlgrenzen in Teilstrecken unterteilt. Die Nahbereichskarte gilt zur Nutzung von zwei Teilstrecken (bis zur zweiten Zahlgrenze), die Kurzstreckenkarte zur Nutzung einer Teilstrecke (bis zur ersten Zahlgrenze).
Die Zahlgrenzen sind auf die möglichst gute Erreichbarkeit von Einkaufs- und Versorgungszentren zugeschnitten. Ein Haltestellen-, Zeit- oder Kilometertarif wäre in diesem Sinne nicht flexibel genug.“
(http://www.hvv.de/service/fragen-und-antworten/fahrkarten)

Eine inoffizielle Karte dieser Zahlengrenzen findet sich übrigens unter
http://www.nimmbus.de/frame.php?pic=./pictures/USARTarifplan.png&pictitle=Schnellbahnen%20und%20Regionalverkehr%20mit%20Tarifringen%20und%20Teilbereichen

Das hilft Euch vielleicht, zu entscheiden, ob es sich um eine Kurzstrecke, Nahbereichsstrecke oder Einzelfahrtstrecke handelt.

Viele Grüße
AK

Ich weiß garnicht, warum sich hier alle so aufregen. Ich finde die Preise haben System. Mit einer Kurzstreckenkarte komme ich in mein nahes Zentrum. Es ist sozial. Für wenig Geld zum Arzt oder sonst wo hin. Bei Berechnung nach Stationen gibt es das nicht. Sollte jemand nicht durchblicken, einfach die App abrufen oder zu Hause im Internet nachschauen, den Busfahrer fragen…

Verstehe die Kritik nicht von manchen Leuten. Scheint mir, dass hier der Vorschlag allein missfällt, weil die FDP dahintersteht.

Beispiel München:
Kurzstrecke oder 1 Streifen der Streifenkarte = 2 Stationen U/S oder 4 Stationen Bus/Tram

Innenraum oder 2 Streifen der Streifenkarte = 1 Fahrt im Innenraum mit Pausen innerhalb von 3 Std.,, aber ohne Rück- und Rundfahrty

Das versteht „jeder“ beim ersten Mal.

Regionalverkehr ist großteils nur für Zeitkartenbesitzer relevant und ist daher davon ausgenommen.

Es scheint mit hier so als hätten Einige lieber DSDS oder ‚Bauer sucht Frau‘ geguckt als statt dessen seine Nase in das virtuelle HVV-Buch zu stecken.
Wer kennt noch Zahlgrenzen und wo findet man die im Netz ? 😉 Das Geheimnis verrate beim nächsten Mal.

Kurzstrecke ist auch dann definiert wenn z.B. aus einer Stadtrandrand-Siedlung ohne Infrastruktur eine Verbindung zum nächsten Supermarkt festgelegt ist. Ich kenne solche Beispiele. Der HVV denkt mit.
Ein absoluter Topper ist die KSB ( = Kurzfahrt SchnellBus), geschaffen für die Bergziege 48.
Die Kurzstrecke ist fest definiert und kilometerunabhängig.

Verkehrspolitische Kompetenz und FDP : Das schliesst sich gegenseitig aus = Wie ein englischer Koch im italienischen Restaurant. Geht auch nicht.
Die FDP ist für hübsche 19% Elbvororten-Frauen im Friesennerz zuständig aber da muss es auch bei bleiben. Ab auf den Süllberg und „uns“ in Ruhe lassen bitte. Auch nicht im PaterNoster einklemmen lassen. Ist auch ÖPNV 😉
Ich hoffe einige kennen die Story eines FDP-Politikers 😉

Die Berechnung nach „Anzahl der Haltestellen“ würde schnell zu Irritationen führen wenn eine Linie je nach Richtung unterschiedliche Stationen hat
Beispiel : M4:
* Wördemannsweg – Eidelstedter Platz = 3 Stationen
* Eidelstedter Platz – Wördemannsweg = 2 Stationen
Wer den Linienplan des HVV durchsieht wird noch mehr solche Ungereimtheiten finden.

Bei einer Abrechnung nach „Km“ müsste wie früher bei der Eisenbahn neben JEDER Haltestelle der „Streckenkilometer“ angegeben werden. In Vorteil ist dann Jeder, der den Matheunterricht nicht verschlafen hat.

Egal wie der Fahrpreis berechnet wird, die 3-Stufenteilung (Kurz-, Nah- und Großbereich) halte ich für sinnvoll.
Ich könnte mir auch vorstellen eine Citykarte (Ring 1 oder Zone 000) vorstellen, die eventuell Autofahrer in der Innenstadt den Umstieg erleichtern würde. Vielleicht könnte diese Karte auch in Verbindung mit dem Parkticket verkauft werden (Aufpreis 1 € oder 2 € als Gruppenkarte).

Dass das aktuelle System total willkürlich ist, stimmt aber schon. Sieht man einerseits an den Beispielen im Beitrag, sieht man aber auch, wenn man selbst als Einheimischer beim Kauf einer Einzelfahrkarte das Ziel im Automaten eingeben muss um auch ja die richtige Karte zu kaufen, selbst wenn man die Anzahl der Stationen kennt.

@ Kevin :
Die Karte zu € 1,45 / Fahrt gilt nur für bestimmte, klar definierte Stadtverkehre außerhalb des Großbereichs Hamburg, Ringe C,D,E . Im Falle Elmshorn also irgendwie ein Relikt aus uralten „Meißner-Bus-Zeiten“. Ohne diese „Kleinstadtkarte“ würde die Fahrt € 2,10 kosten und dies wäre für eine reine Stadtfahrt in Elmshorn wohl unangemessen.
Gültigkeit für 1 Fahrt „rund um die Uhr“ aber ohne Begleitung.
http://www.hvv.de/fahrkarten/einzelkarten-tageskarten/uebersicht/index.php

Für Schüler, welche keine Schülermonatskarte benötigen (Schule liegt um die Ecke) aber gelegentlich fahren wollen empfehle ich den ‚Freizeitpass‘ für € 7,70 / Monat. Damit kann man Einzelfahrkarten zum Kinderfahrpreis erwerben auch wenn man kein „Kind“ ( also > 15 Jahre alt ) mehr ist . Ich weiß, diese Karte kennt kaum jemand und deshalb schreib‘ ich’s hier.

Das ist endlich mal ein Vernünftiger Vorschlag, denn meiner Meinung nach ist das ganze Tarifsystem von A****.
Genau wie schon genannt ist für die Fahrgäste an Randgebieten nicht nur das Kurzstreckenticket unfair, sondern auch die Normale 3,10€ Karte, denn wenn ich mit der S-Bahn von Allermöhe zum Berliner Tor Fahre, muss ich genau so 3,10 € zahlen, wie als wenn ich von Reinbek über Hbf nach Wedel fahre…
Auch verstehe ich nicht warum z.B. die 9 Uhr Tageskarte auch zwischen 16-18 Uhr gültig ist, die CC-Karten aber wiederum nicht? Oder warum für Rabattierte Karten, wie z.B. Studenten/Azubi -Ticket immense Bürokratische Hürden vorhanden sind, ganz nach dem Mott, bekommst du günstiger, musst du aber nach meiner Pfeife Tanzen, und dich dies und das und jenes machen… So muss ein Student, der in HH wohnt aber z.B. in Niedersachsen studiert alle 6 Monate in HH zur Uni und mit einer Meldebescheinigung (!) einen „grauen Stempelschein“ zu unmöglichen Öffnungszeiten besorgen. Warum?.

Und noch zum Kurzstreckenticket:
Das könnte man wie in Bremen handhaben, dass Kurzstreckentickets für RE/RB ausgenommen sind.

Ich wohne in Elmshorn und fahre gerne mit dem Bus und eine Einzelfahrt für einen Erwachsen kostet derzeit 1,45€ pro Fahrt mit dem Bus.

Welche Vorteile soll der Kurzstrecken-Tarif beinhalten damit sich der Kauf dieser Fahrkarte Sinn macht?

* Ist er nicht nur für Kurzstrecken sondern auch günstiger?
*Kann man auch eine Begleitung mitnehmen?
*Wann oder um wie viel Uhr kann man ihn nutzen, oder würde er auch den ganzen Tag erwerblich sein?

Weiß jemand darauf eine Antwort?

@ifra: Ausschlaggebend dürfte natürlich nicht die Zahl an Zughalten sein, sondern an (ggf. durchfahrenen) Stationen auf der Strecke. Sonst würde das ja bedeuten, wenn man den RE verpasst hat und steigt in die darauffolgende RB ein, dass für die gleiche Strecke das Ticket plötzlich nicht mehr gültig ist, das wäre nicht vermittelbar. Andererseits kommen die Probleme, wenn neue Stationen eingefügt werden (Elbbrücken, Oldenfelde, Ottensen, Schnelsen Süd, Holstenhofweg und die restlichen neuen S4-Stationen …), weil dann die Kunden zurecht sagen, dass sie nun für die gleiche Strecke länger brauchen und sogar mehr zahlen müssen als vorher.

Wie man sieht, kann man es mit einem solchen Ticket nicht allen Recht machen, und wenn man es trotzdem versucht, sogar noch wenigeren…

Der Kurzstreckentarif wurde ja gerade erst vor einigen Jahren auf Forderung der Politik eingeführt. Nun will die FDP diesen Tarif wieder abschaffen?! Die FDP sollte mal ein Gesamtkonzept für eine Tarifreform vorlegen. Hier sollten dann aber auch Angebote wie ein Jugend-Freizeit-Abo enthalten sein, damit die Kunden von morgen noch besser für den ÖPNV begeistert werden können. Grundsätzlich problematisch ist, dass der ÖPNV gerade in den Randbereichen aufgrund der Zahlgrenzen oft teurer ist, als im Innenstadtbereich, wo die Busse und Bahnen oft besser ausgelastet sind. Hier würde eine Anpassung der Tarife/Zahlgrenzen sicher mittelfristig Sinn machen.

HVV-Kurzstrecke bei vier Stationen mit der Schnellbahn?

Das sind von Hamburg Hbf mit der Regionalbahn bzw. Regionalexpress mit max. vier Halten in Hamburg-Harburg, Buchholz bis an die Grenze des HVV in Tostedt, oder mit den Halten Hamburg-Harburg, Winsen/Luhe, Lüneburg bis Wendisch Evern, oder von Hamburg Hb mit den Halten Hasselbrook, Wandsbeck und Rahlstedt bis Ahrensburg … usw.

Der FDP-Vorschlag zur Kurzstrecke hat schon seine Reize.

Die FDP liest wohl in den Foren hier mit…

Test:
1. Einfach mal an der Haltestelle stehen, und versuchen herauszufinden, was der Tarif Nahbereich bedeutet.
Und damit meine ich nicht die Kennzeichnung neben dem Linienweg des Verkehrsmittels: Was ist, wenn ich umsteige?

2. Einen Busfahrer fragen, was der Tarif Nahbereich bedeutet. Und damit meine ich nicht, was seine Ticketkasse sagt, wenn ich das Ziel nenne.

3. Im Internet beim HVV versuchen… http://www.hvv.de/fahrkarten/einzelkarten-tageskarten/uebersicht/index.php

4. Beim HVV anrufen und fragen was der Tarif Nahbereich bedeutet. Könnte ein paar Minuten dauern.

ps. In Berlin kann man für 2,25€ die gesamte Stadt mit deutlich besserem ÖPNV-Angebot befahren (die haben nicht nur Metrobuslinien und 5 U-Bahnlinien und unzählige S-Bahnlinien mehr, sondern auch ’ne Tram obendrein) . Ziemlich gut für arm aber sexy, oder?

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