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Die HafenCity: Größtes innerstädtebauliches Projekt Europas. Modell einer europäischen Stadt des 21. Jahrhunderts. Stadtteil der Superlative. Lebendiges Quartier.
Viele Lobeslieder sind in den vergangenen zwanzig Jahren auf Hamburgs neuen Vorzeigestadtteil gesungen worden. Viele von ihnen sicher zurecht. Doch wer mit dem Fahrrad regelmäßig im Alltag durch die HafenCity fährt, kann darüber ins Zweifeln kommen: Nur rund 5 Kilometer des insgesamt etwa 10 Kilometer langen Straßennetzes sind mit Radspuren, bzw. eigenen Radwegen auf den Bürgersteigen ausgestattet – knapp die Hälfte davon nur provisorisch und testweise. Auf den restlichen Strecken müssen Radfahrerinnen und Radfahrer entweder im Mischverkehr mit Autos oder auf Fußgängerpromenaden fahren, auf denen sie – rein rechtlich – allenfalls geduldet sind.
Und trotz einiger Nachbesserungen in den vergangenen Jahren bleibt die Situation für den Radverkehr in dem neu erbauten Stadtteil weiterhin kritikwürdig. Drei Beispiele: Auf dem stark von Autos frequentierten Brooktorkai fehlen Linksabbiegerspuren für Radfahrende, in Richtung Shanghaiallee und Osakaallee. Mitten unter dem neuen U- und S-Bahnhof Elbbrücken an der Zweibrückenstraße enden die Radwege im Nirgendwo und in der Straße Großer Grasbrook gibt es überhaupt keine Radwege. Fahrradfahrende müssen sich in dieser Tempo-50-Straße die Fahrbahn mit dem Autoverkehr teilen.

Vielen Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern drängt sich da die Frage auf, warum der Radverkehr beim Bau dieses neuen Zukunftsstadtteil offenbar so eine untergeordnete Rolle spielte. Hat man Fahrräder damals, bei der Planung der HafenCity, schlicht vergessen?
Ist es wirklich so einfach, wie der damalige Erste Bürgermeister Ortwin Runde (SPD) kürzlich auf NAHVERKEHR HAMBURG-Nachfrage erklärte? “Das Verkehrskonzept stand damals nicht im Zentrum.”
Der…
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