Fast ein Jahr ist es her, dass Sanjeevani Goraksh Arjun aus Indien ihrem Mann nach Deutschland folgte – für sie eine Chance, sich in einer neuen Kultur persönlich und beruflich weiterzuentwickeln.
Eines ihrer ersten Werkzeuge in der neuen Umgebung in Hamburg war die HVV-App auf ihrem Handy. Doch statt einer verlässlichen Hilfe war sie für die Neueinsteigerin eine Quelle täglichen Frusts. Verwirrend, unklar, nicht intuitiv, so empfand sie in der App die Suche nach grundlegenden Informationen.
Für die meisten wäre das nur ein stilles Ärgernis. Aber für Arjun, eine erfahrene Expertin für nutzerzentriertes digitales Design und forschungsbasierte Problemlösungen, wurde aus der Verwirrung ein Ansporn.
Anstatt nur zu kritisieren, machte sie sich an die Arbeit, eine bessere Lösung zu entwickeln. Ohne Auftrag des HVV, sondern aus reiner professioneller Neugier und als Teil ihrer Online-Weiterbildung für Nutzerdesign. Sie analysierte die HVV-App bis ins kleinste Detail, befragte andere Pendler nach ihren Erfahrungen und entwickelte in wochenlanger Arbeit einen kompletten, durchdachten Gegenentwurf.
Im NAHVERKEHR HAMBURG-Interview erklärt Sanjeevani Goraksh Arjun, was sie an der HVV-App am meisten stört, was Mobilitäts-Apps in ihrem Heimatland Indien besser machen, warum schon kleinste Design-Veränderungen eine riesige Auswirkung auf den Erfolg einer App haben können und welche nächsten Schritte sie mit ihrem Prototyp plant.
NAHVERKEHR HAMBURG: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, die HVV-App zu optimieren?
Sanjeevani Goraksh Arjun: Als Neueinsteigerin in Hamburg war die HVV-App eines der ersten Werkzeuge, auf das ich mich…
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