Für diese Bahnprojekte in Hamburg soll der Bund mehr Geld geben

Das sind die wichtigsten Mobilitäts-News der Woche für Hamburg und Umland: Nord-Länder priorisieren gewünschte Bahnprojekte, neue HVV-Preise nehmen nächste Hürde und für Bahnfahrer ändert sich ab 2027 einiges auf der Strecke nach Kiel.
NAHVERKEHR HAMBURG Redaktion
Überlastete Verbindungsbahn in Hamburg am Bahnhof Sternschanze. (Foto: Christian Hinkelmann)
Überlastete Verbindungsbahn in Hamburg am Bahnhof Sternschanze. (Foto: Christian Hinkelmann)

Was war diese Woche im Hamburger Verkehrssektor wichtig? Hier fassen wir für Sie die relevantesten Nachrichten zusammen, damit Sie den Überblick behalten und Zeit sparen.

Für diese Bahnprojekte in Hamburg soll der Bund mehr Geld geben

Die norddeutschen Länder haben sich am Donnerstag in Büsum auf 43 vordringliche Verkehrsprojekte geeinigt – viele davon betreffen direkt Hamburg. Grundsätzlich handelt es sich ausnahmslos um bereits lang bekannte Vorhaben: Ausbau des Hamburger Hauptbahnhofs, erweiterte Elbbrücken, mehr Kapazitäten zwischen Altona und Harburg und Bau der S4 (Ost).

In Schleswig-Holstein geht es unter anderem um einen viergleisigen Ausbau für den Fern- und Regionalverkehr zwischen Pinneberg und Elmshorn, einen zweigleisigen Ausbau der Strecke Bad Oldesloe – Neumünster und in Niedersachsen um den Ausbau der Bahnstrecke Hamburg – Bremen. Bemerkenswert ist, dass es zu fast all diesen Projekten keinerlei Zeitpläne gibt. Mit dem Vorstoß wollen sich die norddeutschen Bundesländer vor allem Fördergeld aus dem Bundes-Sondervermögen Infrastruktur (500 Mrd. €) sichern und schon mal Pflöcke für den nächsten Bundesverkehrswege…

Der Kopf hinter diesem Artikel

Hier schreiben die Autorinnen und Autoren der NAHVERKEHR HAMBURG-Redaktion mit einem konstruktiv-kritischen Blick auf nachhaltigen Nahverkehr und die Verkehrswende in Hamburg.

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5 Antworten auf „Für diese Bahnprojekte in Hamburg soll der Bund mehr Geld geben“

Es wäre doch mal einer Recherche wert, herauszufinden, welche Bahnprojekte mit welchen Summen und welchen Realisierungsdaten auf dieser Liste stehen. Vermutlich äußerst wichtige, wie eine zweite Eisenbahnelbquerung im Hamburger Westen, ein Überwerfungsbauwerk in Büchen usw. nicht. Also mal wieder eine nutzlose Veranstaltung um der Öffentlichkeit vorzugaukeln, unsere Politiker würden etwas für die Bahn tun. Tun sie aber nicht! Leider ist von regierugnsbeteiligten Grünen in Hamburg und Schlweswig-Holstein in Sachen Bahn kein kritisches Wort zu hören.
Warum die bewährten Stadtler Kiss Dosto-Züge ab 2027 auf der Strecke nach Kiel ab 2027 ausgetauscht werden sollen erschließt sich mir überhaupt nicht. Erstens erhöht das die Kosten und zweitens brachen wir auf der Strecke eher Züge mit mehr, denn weniger Sitzplätzen. Der Spardruck für EVUs und Aufgabenträger durch das D-Ticket ist bei diesen ganz offensichtlich noch nicht angekommen, d.h. jeder pflegt seine Erbhöfe wie bisher und die Fahrgäste dürfen zahlen, die kommenden Preisrunden für das D-Ticket lassen da nichts Gutes erwarten.

Hallo Herr Jung,
die gewünschte Liste finden Sie über den Link unter der Meldung.
Auf der Strecke nach Kiel (RE7 und RE70) kommen keine Fahrzeuge von Stadler zum Einsatz, sondern Twindexx-Züge von Bombardier, die sich seit ihrem Einsatzbeginn vor rd. zehn Jahren als sehr unzuverlässig erwiesen haben. Man erkennt es gut daran wie oft diese Fahrzeuge mit weniger Zugteilen unterwegs sind als geplant).

Beste Grüße

Christian Hinkelmann

Für diese Bahnprojekte in Hamburg soll der Bund mehr Geld geben Wiseo soll diese Projekte aus dem Zukunfsfond finanziert werden? bei den 500 Mrd – das ist eh viel zu wenig. Die USA haben unter Biden fast 8 B zur Verfügung gestellt – geht es um neue Projekte und das wären in Hamburg der Ausbau des HBF. Es ist auch bezeichnend für die groteske Untätigkeit der Politik in Deutschland, das man noch nicht einmal eine Zeitidee gescheige denn einen Zeitplan hat.

Step 1: Lehne ein Sondervermögen im Wahlkampf ab
Step 2: Erkläre nach der Wahl ein Sondervermögen für notwendig
Step 3: Teile mit, dass eh schon geplante Maßnahmen nicht davon bezahlt werden, sondern zusätzliche Infrastrukturen, um den Standort zu stärken
Step 4: Erwarte einen Vertrauensvorschuss von der Bevölkerung, um dann doch „einmalig“ Schulden aufzunehmen
Step 5: Lass über Deine Minister durchsickern, dass man (neben der Autobahn/Straße) zahlreiche alte Schienenprojekte faktisch beerdigt und nichts zusätzlich kommen wird, weil kein Geld da ist
Step 6: …
Step 7: Wiederwahl

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