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Geplante HVV-Preiserhöhung sorgt weiter für Streit

Die vom HVV geplante und vom rot-grünen-Senat offenbar unterstützte Preiserhöhung zum Jahresende sorgt weiter für Streit: Schleswig-Holstein will nicht mitziehen.
Christian Hinkelmann
Die HVV-App am U-Bahnhof Landungsbrücken in Hamburg.
Die HVV-App am U-Bahnhof Landungsbrücken in Hamburg.
Foto: Christian Hinkelmann

Noch nie hat es in den vergangenen Jahrzehnten so viel Streit und Verwirrung um eine geplante Preiserhöhung im Hamburger Verkehrsverbund gegeben.

Kommunikationspannen, wenig Fingerspitzengefühl und offenbar fehlerhafte Absprachen haben in den vergangenen Wochen für viel Durcheinander gesorgt (siehe hier).

Die aktuelle Klimadebatte und die anstehenden Bürgerschaftswahlen zerren das Thema, das in den Vorjahren meist geräuschlos durchgewunken wurde, zusätzlich in den Mittelpunkt einer öffentlichen und hitzigen Diskussion.

Jamaika-Koalition in Schleswig-Holstein kritisiert HVV-Preiserhöhung

Jetzt ist die Geschichte um ein Kapitel reicher geworden: Die Regierungsfraktionen in Schleswig-Holstein wollen die geplante HVV-Preiserhöhung nicht mittragen. In einem gemeinsamen Antrag haben CDU, FDP und Grüne die Landesregierung in der vergangenen Woche dazu aufgefordert, gegen die Preiserhöhung zu stimmen, die in Hamburg wiederum den Rückenwind des rot-grünen Senats hat.

Die steigenden Fahrkartenpreise für Bahnen und Busse seien „eine Belastung für HVV-Kunden aus Schleswig-Holstein“, heißt es in dem Antrag, über den der schleswig-holsteinische Landtag in der kommenden Woche abgestimmt wird (siehe hier).<…

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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4 Antworten auf „Geplante HVV-Preiserhöhung sorgt weiter für Streit“

Es ist schön, wenn über die Tarife diskutiert wird. Allerdings: ausgerechnet der NahSH-Tarif ist sehr teuer, besonders bei Einzelfahrkahrten. Beispiel HVV Hamburg – Ahrensburg für 3,30 €, SH-Tarif Kiel – Bordesholm 4,90 €. Beide Strecken ca. 20 km.
Die Jamaikaner könnten sich also auch mal den eigenen Landestarif anschauen.

Moment: Wurden in S-H nicht gerade zum 1. August wieder die Preise im Landestarif angehoben? Mit Zustimmung der Jamaika-Regierung? Dem SH-Tarif, der den Ruf als teuerster Nahverkehrstarif Deutschlands nicht ganz zu Unrecht trägt? Der Tarif, der für die 80 Kilometer von Hamburg nach Kiel tatsächlich 24 € einfache Fahrt, 2. Klasse, sehen will? Also 30 Cent pro Kilometer?

Sehr glaubwürdig! MUHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA.

In den weiteren Folgen:

VW: Fahrverbot für dreckige Mercedes-Diesel nötig
Vonovia: SAGA erhebt zu hohe Mieten
Boris Johnson: EU völlig ohne Plan.

Es ist halt Wahlkampf und die Phantasiemanufaktur CDU Hamburg braucht halt etwas Schützenhilfe von den Nachbarn. Als Partei, die den Umweltverbund (ÖPNV, Rad- und Fußverkrehr) nach ganz oben auf die Prioritätenliste setzt, egal was es kostet und egal ob es auch Einschränkungen für den MIV bedeuten könnte. Dafür war die Parte ja bekannt, sei es mit Schill, sei es als Alleinregierung oder sei es zuletzt mit den Grünen. Der Teeproll und The Hering werden das Kind schon schaukeln.

Wobei, nun gut, ich möchte fair bleiben. Es war nicht alles schlecht: https://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article11318550/Buergermeister-Ahlhaus-stoppt-die-Stadtbahn-Planung.html

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