Gewaltdelikte im HVV gehen um 20 Prozent zurück

In Hamburgs Bussen und Bahnen gibt es immer weniger Gewaltstraftaten und Raubdelikte. Die Zahl der Taten ist im 2. Halbjahr 2012 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20 Prozent zurückgegangen.
Christian Hinkelmann
Ein Hamburger S-Bahn-Zug fährt bei Frühlingswetter am Dammtor an blühenden Blumen vorbei
Ein Hamburger S-Bahn-Zug fährt bei Frühlingswetter am Dammtor an blühenden Blumen vorbei

Das teilten Hamburgs Innensenator Michael Neumann, Verkehrsstaatsrat Andreas Rieckhof sowie Vertreter von Polizei und HVV mit.

Demnach ist auch die gefühlte Sicherheit der Fahrgäste gestiegen. So erhielt der HVV von seinen Kunden zu diesem Thema im Jahr 2012 die Note 2,85. Im Jahr zuvor lag der Wert noch bei 3,1 und 2010 bei 3,24.

Hintergrund für die sinkende Zahl der Straftaten ist laut den Verantwortlichen eine vor zwei Jahren vereinbarte Sicherheitspartnerschaft zwischen der Stadt Hamburg, Polizei, Hochbahn, S-Bahn und HVV. Im Rahmen dieser Partnerschaft wurden bei den Verkehrsunternehmen zusätzliche 110 Sicherheitskräfte eingestellt und ausgebildet, für die der Hamburger Senat jährlich 4 Millionen Euro bereitstellt.

Auch das seit September 2011 geltende Alkoholverbot im HVV hat sich bewährt. Die Zahl der Verstöße hat sich von 4.806 Fällen im 1. Halbjahr 2012 auf 2.558 Fälle im 1. Halbjahr 2013 fast halbiert.

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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