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Gutachten: Keine Chance für Bahn-Elbtunnel in Hamburg

Exklusiv: Gutachten im Auftrag des Bundes beerdigt die Idee einer zweiten Bahn-Elbquerung in Hamburg. Ein Tunnel wäre extrem unwirtschaftlich. Was der Hauptgrund dafür ist und wie das lang erwartete Untersuchungsergebnis im Detail aussieht.

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S-Bahn auf den Süderelbbrücken in Hamburg-Wilhelmsburg
S-Bahn auf den Süderelbbrücken in Hamburg-Wilhelmsburg

Die Bahnverbindung über die Elbbrücken in Hamburg ist eine der meistgenutzten Schienenverbindungen in der Stadt – und ein störungsanfälliges Nadelöhr. Müssen Gleise gesperrt werden, entsteht sofort ein Riesenchaos, das zehntausende Menschen betrifft. Viele Pendlerinnen und Pendler erinnern sich noch gut an das Feuer durch einen brennenden LKW am S-Bahnhof Elbbrücken, das vor gut zwei Jahren wochenlang den S-Bahnverkehr über die Elbe weitgehend lahmlegte.

Alternativen zur Hamburger Elbquerung gibt es nicht. Die nächste Schienenbrücke steht 40 Kilometer entfernt in Lauenburg und taugt mit ihrem einzelnen Gleis kaum als Umleitung. Deswegen wird in der Hansestadt schon seit vielen Jahren immer wieder über eine zweite Bahn-Elbquerung diskutiert – irgendwo zwischen Altona und dem südlichen Hafengebiet. Sie könnte als Bypass für den zunehmenden Bahnverkehr dienen und als Umleitung, falls der Bahnverkehr auf den Elbbrücken wieder einmal stockt.

Vor drei Jahren wurden die Rufe nach solch einer Westquerung so laut, dass der Bund tatsächlich eine Machbarkeitsstudie dazu in Auftrag gab – bei der Technischen Universität Hamburg zusammen mit den renommierten Planungsbüros SMA aus der Schweiz und Obermeyer aus München. Sie sollten prüfen, ob eine neue Bahnverbindung über oder unter der Elbe sinnvoll und im Einklang mit dem Deutschlandtakt realisierbar ist, auf welcher Trasse sie durch Altona und den Hamburger Hafen verlaufen könnte, wo sie an das bestehende Schienennetz anknüpfen sollte, ob sie sich am ehesten für S-Bahnen, Regional- und Fernverkehr oder Güterzüge eignen würde und welche Auswirkungen sie auf Bahnhöfe wie den Hauptbahnhof und Altona hätte.

Eigentlich sollte die Studie bereits vor einem Jahr fertig sein, doch das Projekt verzögerte sich. Jetzt ist das Ziel endlich erreicht. Am Donnerstagnachmittag wollen die Verantwortlichen ihren Abschlussbericht im Verkehrsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft offiziell präsentieren. NAHVERKEHR HAMBURG liegt das 123-Seiten-Papier schon jetzt exklusiv vor. Demnach fällt das Ergebnis sehr ernüchternd aus.

Lesen Sie hier ausführlich alle Einzelheiten aus der Machbarkeitsstudie zur Westquerung der Elbe in Hamburg.

14 verschiedene Varianten

Einfach haben es sich die Gutachterinnen und Gutachter wahrlich nicht gemacht. 14 verschiedene Varianten haben sie für die mögliche Elbquerung zwischen Altona und dem Raum…

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Christian Hinkelmann, Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG

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