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HADAG halbiert Schiffsfahrten ins Alte Land und nach Stade

Zu wenig Passagiere, zu lange Fahrzeiten: Die HADAG hat die Zahl ihrer Touren ins Alte Land halbiert und die Fahrpreise verdoppelt. Ab Ende März fährt die Reederei an Wochenenden nur noch einmal täglich Richtung Stadersand. Während die Stadt Wedel enttäuscht reagiert, sucht Stade bereits nach Alternativen - mit Schnellbooten.
Christian Hinkelmann
Bis Herbst 2006 fuhr noch die alte Hadag-Fähre Tonndorf regelmäßig auf der Niederelbe bis Lühe
Bis Herbst 2006 fuhr noch die alte Hadag-Fähre Tonndorf regelmäßig auf der Niederelbe bis Lühe

Die HADAG-Schiffe ins Alte Land werden deutlich teurer, fahren seltener und langsamer. Ab Saisonstart am 31. März schippern die Dampfer an Wochenenden und Feiertagen nur noch einmal täglich über die Niederlebe. Damit wurde das bisherige Angebot glatt halbiert.

Gleichzeitig hat die Reederei ihre Preise nahezu verdoppelt. So kostet die Hin- und Rückfahrt von Hamburg nach Stadersand für Erwachsene künftig 30 Euro statt bisher 16,60 Euro. Für eine Einzelfahrt hat sich der Ticketpreis sogar von 8,30 auf 20 Euro erhöht. Und: Der Anleger in Wittenbergen (Hamburg-Rissen) wird künftig gar nicht mehr angefahren. Trotzdem verlängert sich die Fahrzeit von Hamburg nach Stadersand aber insgesamt um eine knappe halbe Stunde.

Schuld an der Entwicklung sind offenbar schwache Fahrgastzahlen. HADAG-Chefin Gabriele Müller-Remer auf Anfrage von NahverkehrHAMBURG: „Durch die Verlängerung der Schiffslinie über Lühe hinaus bis Stade vor zwei Jahren hatten wir uns einen Passagierzuwachs von zehn Prozent erhofft. Leider hat sich die Erwartung nicht erfüllt. Die Fahrgastzahlen blieben unverändert.“ Die Reedereichefin betont, dass vor allem die erste Tour nach Stade (Abfahrt in Hamburg: 10 Uhr) regelmäßig zu schwach ausgelastet war und vermutet: „Scheinbar war die Abfahrtszeit für die meisten Touristen einfach zu früh. Außerdem gibt es immer weniger Menschen, die Lust auf eine fünfstündige Schiffsfahrt auf der Elbe haben. Das Freizeitverhalten hat sich eben verändert.“

Ähnliche Beobachtungen hat auch die Stadt Stade gemacht, die lange um die Schiffsverbindung gekämpft hatte und dafür –

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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