Hamburg hat wieder eine Straßenbahn – im Baumarkt

Hamburg hat wieder eine Straßenbahn – mitten in Lokstedt, genauer gesagt im neuen Bauhaus-Baumarkt am Nedderfeld, der am Freitag offiziell eröffnet.
Christian Hinkelmann
Der U-Bahnhof Burgstraße war in den 60er und 70er Jahren die modernste Umsteigeanlage zwischen U- und Straßenbahn in ganz Hamburg.
Der U-Bahnhof Burgstraße war in den 60er und 70er Jahren die modernste Umsteigeanlage zwischen U- und Straßenbahn in ganz Hamburg. Die Hochbahn hatte ihn in den letzten Jahren der Hamburger Straßenbahn noch erkämpft.
Foto: NahverkehrHAMBURG

Dabei handelt es sich um einen ehemaligen Wagen der Baureihe V6 der 1978 stillgelegten Straßenbahn, der nun zwischen Kreissägen und Schraubenziehern an längst vergangene Zeiten erinnert.

Hintergrund: Der Baumarkt steht auf dem Gelände des ehemaligen Lokstedter Straßenbahnbetriebshofs der Hochbahn, dessen denkmalgeschützten Reste nun in den neuen Markt integriert wurden. Auch eine kleine Ausstellung über die Straßenbahngeschichte in Hamburg sei geplant, heißt es in einer Mitteilung der Baumarkt-Kette.

Die 1924 erbaute Wagenhalle war das letzte in Betrieb befindliche Straßenbahndepot in Hamburg. Bis zum 1. Oktober 1978 wurde hier die Wagen der Linie 2 (die heutige Metrobuslinie M5) abgestellt.

 

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Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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Eine Antwort auf „Hamburg hat wieder eine Straßenbahn – im Baumarkt“

Endlich wurde der Straßenbahn Hamburgs ein ihr gebührender Platz in der Geschichte Hamburgs und ihrem ÖPNV gegeben. Das erst eine private Unternehmesgruppe wie der Baumarkt dafür Sorge trägt, zeigt wie verquer das Geschichtsbewustsein im Senat und dem HVV ausgeprägt ist. Während man im Auto-und U-Bahn-Wahn nichts unversucht lässt diesen Teil der Geschichte in einen Nebensatz zu drängen, freut des einen, dass wenigstens der Baumarkt der Hamburger Straßenbahn diese wohlverdiente Aufmerksamkeit widmet.

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