Hamburg rüstet erste Lastwagen mit Abbiegeassistenten aus

Drei Tage nach dem tödlichen Abbiegeunfall in Stellingen hat Hamburg einen ersten Praxisversuch mit Abbiegeassistenten für Lastwagen gestartet. Drei verschiedene Systeme werden getestet.
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Zwei Fahrradfahrer fahren auf einem Schutzstreifen in Hamburg in der Feldstraße

Nur drei Tage nachdem in Stellingen ein Fahrradfahrer von einem abbiegenden Lastwagen überfahren und getötet worden ist, hat die Stadt Hamburg heute einen Pilottest für Abbiegeassistenzsysteme gestartet.

Mehrere Behörden, städtische Unternehmen und private Firmen wollen noch in diesem Monat damit beginnen, 18 Lastwagen mit solchen System auszurüsten, die Lkw-Fahrer auf Personen im sogenannten toten Winkel rechtzeitig aufmerksam machen sollen.

Laut Hamburger Senat können solche Abbiegeassistenten rund 60 Prozent der tödlichen Abbiegeunfälle mit LKW-Beteiligung verhindern.

Diese Behörden und Unternehmen nehmen an dem Versuch teil

Zu den Test-Teilnehmern gehören die Hamburger Innenbehörde inklusive Polizei und Feuerwehr, die Kulturbehörde inklusive Thalia Theater, die Justizbehörde, die Bezirksämter in Wandsbek, Altona, Mitte, Nord und Harburg, Hamburg Wasser, die Hamburger Friedhöfe, die Hamburger Stadtreinigung sowie die Unternehmen Dachser, Bursped und Zoder.

Berücksichtigt wurden bei dem Test ausgewählte Nutzfahrzeuge ab dem Baujahr 2010 mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 Tonnen, die monatlich mindestens 500 Kilometer im Hamburger Stadtverkehr unterwegs sind.

Für die Teilnahme erhalten die öffentlichen sowie die privaten Unternehmen einen Zuschuss von 1.000 Euro. Die Kernverwaltung erhält die Kosten in voller Höhe erstattet. Die Gesamtkosten der Pilotierung von rund 30.000 Euro für Beschaffung und Einbau t…

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8 Antworten auf „Hamburg rüstet erste Lastwagen mit Abbiegeassistenten aus“

Ich würde sagen, das Foto zeigt keinen Schutzstreifen, sondern einen Radstreifen, der an einer Einfahrt unterbrochen ist.

“Aufmerksam machen”? Wieso Abbiegen nicht unterbinden, wenn ein Radfahrer vom System erkannt wurde?

So führt kein Weg an autonomen Fahrzeugen vorbei, wenn man nicht mehr regelmäßig lesen möchte, dass schon wieder eine gummibereifte Kasperbude einen Menschen in den Tod gerissen hat. Fehlt nur noch die Info, dass die Mett-in-der-Thermoskanne-Genießer das System per Knopfdruck deaktivieren können, wenn es sie nervt wie der Bremsassistent, der Auffahrünfalle verhindern kann, aber leider das Fahrvergnügen einiger Leute mindert bzw. ein ungewohntes Gefühl auslöst und das ist total inakzeptabel.

Kurios auch, dass Eimsbüttel, Bergedorf, die BWVI, der LSBG und die HPA (“8. Bezirk”) nicht mitmachen. Die Kosten sind ja n totaler Witz.

Warum werden eigentlich die aberwitzigen Kommentare vom Lokstedter hier immer grundsätzlich abgedruckt, egal was er schreibt? Mir reicht es, das ist hier mein letzter Kommentar !!!

Hallo Heinz-Werner,

uns ist die freie Meinungsäußerung sehr wichtig – auch, wenn sie nicht unserer persönlichen Meinung entspricht.
Deswegen veröffentlichen wir auf NahverkehrHAMBURG.de grundsätzlich alle Leserkommentare, die nicht gegen geltendes Recht verstoßen, keine persönlichen Beleidigungen, bzw. Verleumdungen enthalten oder völlig ohne inhaltlichen Zusammenhang zum Thema sind.

Lieber Heinz-Werner,

ich wollte Dich nicht von der Seite vergraulen und hatte nicht vor, irgendjemanden zu nahe zu treten. Mich macht es einfach traurig, dass seitens der Verkehrspolitik nicht mehr getan wird, um Menschenleben zu schützen. Der Bundesverkehrsminister hält sich da sehr bedeckt und veröffentlicht höchstens Videos, mit halb bedeckten Damen. Ebenso fand ich es erstaunlich, welche Institutionen der Stadt nicht an diesem Piloten teilnehmen. Solltest Du Dich von diesem Kommentar irgendwie beleidigt fühlen, so war dies nicht meine Absicht und ich bitte um Entschuldigung.

Wir können aber gerne mal zusammen ein Bier trinken und uns übers Verkehrswesen austauschen, falls Deinerseits daran Interesse besteht.

Hallo Heinz-Werner,
nicht den Kopf in den Sand stecken! Hier gibt es stets interessante und aktuelle Artikel und viele kluge Kommentare von anderen Nutzern.
Mache es einfach wie ich und nimm unseren Lord of Lokstedt mit Humor: Setzt er mir einen braunen ? hin, schenke ich ihm eine rote ? . 😉

Bis alle LKW, die auf unseren Straßen verkehren, mit diesem Hilfsmittel augerüstet sind, dürften Jahrzehnte vergehen …
Für alle Abbiege-Situationen mit Ampelregelung schlage ich daher eine weitere Maßnahme vor:
Kein gleichzeitiges Grünlicht für Fußgänger/Radfahrer und Rechtsabbieger !!!

Gute Idee – nützt bloß nix!
Denn die meisten Radler ignorieren ein rotes Ampellicht auf einem parallelen Fuß-/Radweg.
Möglichkeit 1: Man weicht dann auf die Straße aus, die grün hat.
Möglichkeit 2: Man wartet auf eine Lücke im Verkehr und fährt dann trotzdem.
Eben mit der fortbestehenden Gefahr, dass ein Lkw oder Pkw abbiegt.

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