Hamburg will Radwege um die Alster deutlich ausbauen

Der Hamburger SPD-Senat will dem Radverkehr rund um die Alster deutlich mehr Priorität und Fläche geben. Hintergrund ist, dass die Zahl der Radfahrer an der Außenalster in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat.
Christian Hinkelmann
Alsterufer: Ab Oktober sollen Radfahrer hier nur noch auf der Straße fahren
Alsterufer: Ab Oktober sollen Radfahrer hier nur noch auf der Straße fahren

„Teilweise sind hier mehr Räder als Autos unterwegs, Tendenz steigend. Die Wege rund um die Außenalster sind die am stärksten genutzten Radwege in ganz Hamburg“, heißt es in einer Senatsmitteilung.

Demnach sollen die Straßen Bellvue, Fährhausstraße – Schöne Aussicht – Eduard-Rhein-Ufer, Alsterufer – und Harvestehuder Weg zu reinen Fahrradstraßen werden. das heißt: Radfahrer dürfen hier nebeneinander fahren, Autos sind hier nur „Gäste“, Anliegerverkehr ist zugelassen.

Auf den übrigen Abschnitten rund um die Außenalster soll es nach Senatsangaben „individuelle Lösungen“ geben, die gewährleisten, dass Fußgänger und Radfahrer jeweils mehr Platz bekommen.

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Abgeschaltet wegen Erfolglosigkeit: HVV Any. (Foto: Christian Hinkelmann)

HVV Any: Warum das automatische Ticket wirklich sterben musste

Der HVV nennt das Deutschlandticket als Grund. Doch Daten zeigen: Woanders boomen ähnliche Systeme. Das waren die eigentlichen Hintergründe für das Ende von HVV Any und deswegen wurden durch eine bestimmte Technik-Wahl möglicherweise Millionen verschwendet.

Weihnachtsstimmung und HVV-Busse am Hamburger Rathausmarkt.

Wo man ohne Auto kaum zum Weihnachtsmarkt kommt

Wie lang Menschen in und Hamburg zum nächsten Weihnachtsmarkt brauchen, unterscheidet sich je nach Wohnort sehr. Mobilitätsarmut gibt es selbst in der reichen Millionenmetropole. Hunderttausende Menschen verzichten deshalb unfreiwillig auf Wege im Alltag, wie eine exklusive Auswertung zeigt.

Ein S-Bahn-Zug der Baureihe 490 am Bahnhof Elbbrücken in Hamburg (Foto: Christian Hinkelmann)

Easy Peasy? S-Bahn so unzuverlässig wie seit Jahren nicht mehr

Die Pünktlichkeit bei Hamburgs S-Bahn stürzt deutlich ab. Unsere Analyse zeigt, warum das Netz aktuell so instabil ist, welche Linien besonders betroffen sind – und was Fahrgäste in den kommenden Monaten realistisch erwartet.

2 Antworten auf „Hamburg will Radwege um die Alster deutlich ausbauen“

Das Konzept mag ja gut sein, sofern die Fahrradwege nicht wie in der Darstellung „Bike lane“ genannt werden, sondern „Radwege“ oder „Fahrradstraßen“. Übrigens heißt es nach wie vor „Straße“ und nicht „Strasse“.

Also ich muss als eingefleischter Radfahrer jetzt wirklich mal ein Lob an die Stadt Hamburg aussprechen. Solche Fahrradstraßen, auf denen keine, bzw. nur kaum Autos fahren dürfen tragen zur Sicherheit der Radfahrer bei und sollten schon längst zu einem gewissen Standard in Deutschland geworden sein! Insgesamt trägt das Konzept aus meiner Sicht dazu bei, dass die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer endlich erhöht werden kann. Ich als Radfahrer freue mich wirklich sehr darüber, weil Rad fahren einfach wieder mehr Spass machen wird, wenn man nicht dauernd auf die Autos achten muss und seinen eigenen Weg hat. Es gibt sogar schon eine Online-Abstimmung zum Hamburger Verkehrskonzept und ich finde es einfach nur eine Klasse Sache!!! Was meint ihr? Zur Abstimmung gehts hier: http://tinyurl.com/fahrradstrassen-hamburg

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner