Hamburger Delegation besichtigt heute Bussystem von Nantes

Eine Hamburger Delegation besichtigt heute und morgen das Bussystem der französischen Stadt Nantes. Im Mittelpunkt steht eine Schnellbuslinie, die offenbar weit über die bisher in Hamburg geplanten Beschleunigungsmaßnahmen hinausgeht.
Christian Hinkelmann
Busspur in Hamburg
Eine markierte Busspur in Hamburg

Der Staatsrat der Hamburger Wirtschaftsbehörde, Andreas Rieckhof, und Vertreter der Hochbahn besichtigen heute und morgen das Bussystem im französischen Nantes.

Das Hauptaugenmerk der Reise liegt auf dem „Busway-System“ der 600.000-Einwohner-Stadt. Dabei handelt es sich um eine im Jahr 2006 eingerichtete 6,6 Kilometer lange Schnellbuslinie, die, wie bei einer modernen Stadtbahn, fast auf der gesamten Strecke über vollkommen eigene Busspuren (auch quer durch Kreisverkehre) und konsequenten Bevorrechtigung an Ampeln verfügt. Die breiten Haltestelleninseln in der Straßenmitte haben extrahohe Bussteige und am Linienende am Stadtrand ist eine große Park+Ride-Anlage angesiedelt. Mit der fast vollständigen Separierung der Busse vom übrigen Straßenverkehr geht das Busway-Konzept von Nantes weit über die bisher in Hamburg bekannt gewordenen Busbeschleunigungspläne hinaus und ist mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von
21 Km/h deutlich schneller als beispielsweise Hamburgs

Der Kopf hinter diesem Artikel

Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

Auch interessant

Fahrradstraße Leinpfad in Hamburg

Hamburg hängt bei Fahrradstraßen hinterher

Hamburgs Fahrradstraßen fallen kürzer aus als die in allen anderen deutschen Millionenstädten. Für den künftigen Ausbau hat Hamburg keine konkreten Pläne. Gilt in der Hansestadt ein heimliches Fahrradstraßen-Moratorium?

Der Hamburger Hauptbahnhof: der meistgenutzte Bahnhof Deutschlands – und eine historische Fehlplanung. (Foto: Christian Hinkelmann)

Hamburgs Hauptbahnhof: Ein Konstruktionsfehler seit 1906

Der Hamburger Hauptbahnhof ist chronisch überlastet. Doch das Problem ist kein neues: Historische Dokumente zeigen, dass der Bahnhof schon bei seiner Eröffnung vor rund 120 Jahren zu klein war. Eine Analyse der Fehlplanungen, die bis heute für Verspätungen sorgen – und warum die Kunsthalle abgerissen werden sollte.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner