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Hamburger Hauptbahnhof wird jetzt busbeschleunigt

Die Bauarbeiten zur Busbeschleunigung in der Langen Reihe gehen in die nächste Runde und werden jetzt bis zum Hauptbahnhof ausgeweitet. Nach knapp einem Jahr Pause werden ab übernächstem Montag (18. April) zwischen Kirchenallee und Lohmühlenstraße mehrere hundert Meter Straße, Bushaltestellen und Ampeln umgebaut.
Christian Hinkelmann
Bauarbeiten für Busbeschleunigung in Hamburg
Bauarbeiten für das Busbeschleunigungsprogramm in Hamburg

Konkret wird in der Kirchenallee eine zusätzliche Geradeaus-Spur in Richtung Hauptbahnhof eingerichtet, damit der Auto- und Busverkehr insgesamt flüssiger vorankommt. Außerdem soll die Verkehrsführung in die Lange Reihe hinein begradigt werden, was laut Verkehrsbehörde den Komfort der Busfahrgäste erhöhen wird.

Und: Auf Höhe der Lohmühlenstraße werden die Bushaltestellen erneuert, verlängert und bekommen neue Kantsteine. Außerdem sollen die Ampeln in der Kirchenallee und an der Lohmühlenstraße mit Ampelvorrangschaltungen für Busse ausgerüstet werden.

Für Fahrradfahrer soll zudem ein neuer Radfahrstreifen im Bereich Lohmühlenstraße in Richtung stadteinwärts gebaut werden.

Die Baupläne sind laut Verkehrsbehörde hier und hier online einsehbar.

Bereits am 6. Mai – also nach nur knapp drei Wochen Bauzeit – sollen die Arbeiten in der Kirchenallee fertig sein. Im Bereich Lohmühlenstraße soll dagegen bis Juni gebaut werden.

Die Lange Reihe wird während der Bauarbeiten zwischen Schmilinskystraße und Barcastraße als Einbahnstraße in Fahrtrichtung stadtauswärts eingerichtet. Der Bereich zwischen Baumeisterstraße und Schmilinskystraße ist weitestgehend in beiden Richtungen befahrbar. Der stadteinwärts führende Verkehr wird laut Verkehrsbehörde weiträumig um den Bereich der Baumaßnahme umgeleitet.

Im vergangenen Jahr hatte der Hamburger Senat bereits einen ersten Teil der Langen Reihe für den Busverkehr o…

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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15 Antworten auf „Hamburger Hauptbahnhof wird jetzt busbeschleunigt“

Das komplett Radverkehrsanlagen im Bild fehlen hat mich auch überrascht.

Schutzstreifen mit 1,85m Regelbreite wären direkt neben einer Fahrspur keine so gute Lösung: Statt mit den vorgeschriebenen 1,5-2m würde man dann mit ca 1m Abstand überholt, keine besonders angenehme Situation.

So würde man zum Kolonnenführer, was prinzipiell sehr sicher ist, wenn man ggf. drängelnde und hupende Autos ignorieren kann. Das widerspricht aber dem Busbeschleunigungsziel – und auf die Konstruktion von Konflikten zwischen ÖPNV und Rad habe ich keinen Bock.

Die Pläne konnte ich leider nicht einsehen, die Links sind kaputt und selbst wenn man diese gerade biegt finde ich auf http://via-bus.de nichts zum HBF?

Eine perfekte Beschleunigung wäre schon gegeben, wenn die Bushaltestellen mal in die Nähe der Bahnsteige gerückt würden – also so in etwa auf die Südseite des Hbf.

@Michael H.
Verspätungen durch Verkauf von Fahrkarten durch den Busfahrer???

In der HV beobachte ich dass die weit überwiegende Zahl der Fahrgäste eine Zeitkarte besitzt und die Busfahrer nur vereinzelt Fahrkarten verkaufen. Viele Verspätungen beobachte ich wenn Autofahrer den Bus -trotz Blinker- nicht aus der Busbucht abfahren lassen und der Bus dann an der nächsten Ampel ROT bekommt.
Auch beobachte ich immerwieder dass Ampeln -trotz Anforderungssignal- kurz vor dem Bus auf ROT schalten oder Gegenverkehre weiterhin Grün behalten und der Bus die normale Grünphase des Gegenverkehrs abwarten müssen (Eidelstedter Platz Fahrtrichtung Nord); unter Busvorrangschaltung verstehe ich etwas anderes: Ampel bleibt Grün bis der Bus die Ampel passiert hat und bei Linksabbiegern wird die Grünphase des Gegenverkehrs verkürzt.

Wenn Sie den Verkauf durch den Busfahrer einschränken wollen, dann erwarte ich unmittelbar an jeder Haltestelle einen Automaten UND der muss auch funktionieren. Automaten, die irgendwo an einer entfernten U- uder S-Bahnstation stehen, immer wieder das Geld nicht annehmen oder kein Wechselgeld bereit halten sind untragbar. Fahrkarten über Mobilfunkgeräte? (a) Es gibt noch viele Menschen, die kein Mobilfunkgerät besitzen oder aus welchen Gründen auch immer keinen Vertrag erhalten. (b) Ich habe sehr schlechte Erfahrungen mit dem Onlinekauf von Fahrkarten gemacht: Wenn ich an der Station eine Fahrkarte kaufen will dauert es oft Minutenlang bis die Bestätigung auf meinem Mobilfunkgerät vorliegt. Soll ich dann dem Fahrer oder Kontrolleur sagen „Ich habe die Karte bereits angefordert aber die Bestätigung ist noch nicht da.“ Wer glaubt mir das? Oder der Akku ist im Laufe des Tages leer, wie soll ich dem Kontrolleur glaubhaft machen dass ich vor einigen Stunden eine Tageskarte erworben habe?
Ergebnis: Das System ist nicht ausgereift und daher für die Praxis nicht geeignet.

Zusammenfassung: Das aktuelle System ist in der Praxis die beste Lösung und die größten Verspätungen werden in der Regel von anderen Verkehrsteilnehmern verursacht.

@bob: Anstelle von Radwegen fördert man Parksuchverkehr vor Ort. In dem anvisierten Bild sieht man unten rechts eine Parkbucht, wo die dritte Spur entfällt. Hamburg: Fahrradstadt?

hmm man spart eine komplette Spur ein (auf den Fotos rechts) und schaft es nicht einen Radweg auf die Straße oder auf den Fußweg zu bauen?

Über diese Baumaßnahmen kann man verschiedener Meinung sein .
Nach meiner täglichen Erfahrung ,entstehen viele Verspätungen. Nur durch den Verkauf von Fahrkarten
beim Busfahrer. Gerade im Internet Zeitalter sollte . Der Verkauf von Fahrkarten beim Busfahrer eingestellt werden .
Es gibt den Einzelkarten verkauf via App und natürlich die Stammkarten .
Die Einführung eines Bordpreises ( +0,50 € ) würde mit Sicherheit. Den Verkauf mindern .

Letztes Jahr wurde in der Langen Reihe gebaut, WARUM wurde beides NICHT gleichzeitig gemacht. Wären da zuviel Steuergelder gespart worden?

Ich sehe keine Verbesserungen für Radfahrer in der selbsternannten Fahrradstadt. Einfach wären z.B. Voraufstellflächen an den Ampeln. Schön wären auch Radfahrstreifen. Wenn für viel Geld umgebaut wird, sollte das doch gleich mitgemacht werden. Auch für Radfahrer ist der Hauptbahnhof ein Knotenpunkt

Wenn man sich die Pläne für die Kirchenallee anschaut, wird klar wie ernst der Senat es mit dem Ausbau des Fahrradverkehrs wirklich meint: Keine einzige neue Fahrradspur, kein Schutzstreifen, nix! Die Kirchenallee bleibt vierspurig. Wäre da ne kombinierte Bus- und Fahrradspur wie an der Feldstrasse nicht die bessere Wahl?

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