Hamburger Hauptbahnhof wird kurzfristig provisorisch ausgebaut

Der Hamburger Hauptbahnhof soll schneller erweitert werden als bisher geplant: Kurzfristig sollen Pavillons auf Bahnsteigen abgerissen und neue provisorischen Treppen gebaut werden.
Ein Bericht von Christian Hinkelmann
Drangvolle Enge zwischen den Gleisen 13 und 14 im Hamburger Hauptbahnhof am 7. August 2018
Drangvolle Enge zwischen den Gleisen 13 und 14 im Hamburger Hauptbahnhof am 7. August 2018
Foto: Jan Esperger

Jetzt soll es plötzlich doch ganz schnell gehen: Nachdem die Planungen für den überlasteten Hamburger Hauptbahnhof in den vergangenen Jahren nur schleppend vorangekommen waren, hat Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) das Thema nun zur Chefsache erklärt.

Neben dem seit langem geplanten großen Ausbau des Verkehrsknotens bis zum Jahr 2030 sollen – und das ist neu – schon vorab kleinere pragmatische Entlastungsmaßnahmen umgesetzt werden, die schnell zu realisieren sind.

Das kündigte Bürgermeister Tschentscher gestern nach einem Rundgang mit dem Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn, Ronald Pofalla, an.

Bahnsteig-Pavillons werden abgerissen

Konkret sollen schon im kommenden Jahr auf dem engen Bahnsteig zwischen den Gleisen 13 und 14 mehrere Aufbauten abgerissen werden, beispielsweise ein Kiosk, eine Aufsichtsbude und Getränkeautomaten.

Damit soll das dichte Fahrgast-Gedrängel, das auf diesem Bahnsteig besonders oft häufig vorkommt, entschärft werden. Bei der Sperrung der S-Bah…

Auch interessant

Fahrrad, Fahrradverkehr, Hamburg, Rad, Radfahrer, Radverkehr, Umweltverbund

Neue Infrarot-Radzähler: Krugkoppelbrücke weit vorn

Schnee halbiert den Radverkehr, der Sommer verdoppelt ihn. Erste Beobachtungen zu den Daten von aktuell 78 automatischen Fahrrad-Zählstellen in der Stadt geben eine Tendenz, wo am meisten los ist – und wo am wenigsten.

25 Antworten auf „Hamburger Hauptbahnhof wird kurzfristig provisorisch ausgebaut“

Was da gestern zwischen Pofalla und Tschentscher beredet wurde, ist doch im wesentloichen wieder heiße Luft. Es ist eine Fortfühjrungen des seit jahren laufenden Possenspiels, wenn man geschlagenen 3 Jahre braucht um “provisorische” Abgänge von der Steintordammbrücke auf die Bahnsteige zu bauen! Über Geld wurde sicherheitshalber erts gar nicht gesprochen, denn sobald mal konkrete Summen genannt werden, geht doch erst der STreit los, wer was bezahlen soll.
Einfache Maßnahmen, wie die Verbesserung der Beleuchtung an den Bahnsteigabgängen, Abriss der überflüssigen Verkaufsbuden etc. können in wenigen Monaten erledigt sein.
Über die Bahnhofsentlastung durch organisatorische Maßnahmen der Fahrplangestaltung, die de facto ohne Geld umhzusetzen sind, wie die VErlagerung der Umstiege auf die Züge nach Kiel/Felsburg/Itzehoe zum Bahnhof Dammtor und die Durchbindung der Kieler/Flensburger Züge nach Lübeck/Bad Oldesloe/Büchen wurde erst gar nicht gesprochen.
Pläne wie die Verbreiterung des Bahnsteiges zwischen den Gleisen 13/14 und die Neuschaffung einer Bahnsteigkante am Durchfahrtgleis 9, sowie die Wiedereröffnung des Tunnels von den Gleisen 5 bis 14 zur U-Bahn-Haltestelle Hauptbahnhof-Süd liegen seit Jahren auf dem Tisch und können problemlos ohne einen Letter of Intent und einen mehrjährigen Architektenwettbewerb umgesetzt werden.

Wird auch Zeit …
Ergänzend schlage ich vor, dass die sogn. Kommunalstraße dann, incl. Radwege, einen kleinen “Hopser” in Form einer Brücke auf der Brücke macht. Statt zwei Durchbrüchen zur Steintorbrücke würde ich dann nur einen bauen, genau in der Mitte der Gebäudeseite, der dann direkt unter diesem Bogen durch auf die Südseite der Steintorbrücke führt. Fußgänger müssten dann nicht zwischen Bussen, Taxen und Radfahrern hin und her laufen. Da für eine Fußgängerunterführung nicht viel Höhe benötigt wird, wäre die Steigung des Bogens nicht der Rede wert.
Schön wäre es auch, wenn nicht nur die “Keksdose” abgerissen würde, sondern auch der Blumenkiosk am Ausgang Südost entfernt würde. Endlich weniger Gerempel und Gequetsche …
Weitere Ideen hätte ich noch, mal sehen, was die Diskussion hier zu bringt 🙂

Noch eine:
Komplette Überdachung der Gleisanlagen zwischen Steintorbrücke und Altmannbrücke mit einem Parkplatz mit Zugang zum Bahnhof unter der o.g. Kommunalstraßenbrücke hindurch, durch den Durchbruch in der Südfassade auf den Südsteg.
Der unsägliche Parkplatz Kirchenallee könnte entfallen und dort z.B. Platz für einen Wochenmarkt geschaffen werden.

Parkplätze erzeugen unnötig Verkehr mit privaten Kfz. Ein Haltepunkt mit Taxisstand am bestangebunden Punkt Hamburgs reicht aus.

Es wäre überaus zu begrüßen, wenn im Rahmen des Ausbaukonzepts eine weitere Zufahrtsbeschränkung der Innenstadt mit Kfz geplant würde und die freiwerdende Fläche (in dieser Reihenfolge) dem Fußverkehr, Radverkehr (Abstellanlagen am Hbf?) und dem ÖPNV zugute kommen. Die Fläche im Innenstadtbereich ist für die Stadt viel zu wertvoll, um sie privaten Kfz-Verkehr zu widmen. Zu Zielen in dieser Lage (zwischen U-St. Pauli und Berliner Tor), muss niemand mit dem privaten PKW fahren, schon gar nicht kostenlos (City-Maut). Lieferverkehr, Handwerker usw. bekommt man in den Griff.

Großflächige Zufahrtsbeschränkungen im Citybereich wären ein wesentlicher Schritt zur Lösung von Hamburgs Verkehrsproblemen auf den Einfallstraßen (und damit zusammenhängende Probleme wie Zeitverlust, Lärm, Gesundheitsprobleme, geringe Aufenthaltsqualität, Attraktivitätsverlust der Wohnlage usw.). Andere Großstädte (London, Parisa, Brüssel, Oslo, Helsinki, …) gehen diesen Schritt gerade oder sind solche Schritte schon gegangen (Amsterdam, Barcelona, …).

@Wandsbeker, Sie sprechen mir aus der Seele! Die Verkehrswende (= weg vom privaten Kfz) ist aber leider in Hamburg noch in weiter Ferne. Bei Umbauten hier in Eimsbüttel wird dem Kfz mal wieder mehr Platz eingeräumt, durch aufwändig gestaltete Buchten fürs “antiurbane” Senkrechtparken.

Dass man die Hbf-Umgestaltung nutzt, um dem Umweltverbund mehr Raum zu geben, wäre eine tolle Sache. Nur bei der rückwärtsgewandten Denkweise der Politik und Verwaltung in unserer Stadt leider nicht realistisch, abgesehen von minimalen “kosmetischen” Alibi-Maßnahmen.

Zu diesem Projekt gehört auch der Ausbau der Güterumgehungsbahn Rothenburgsort-Eidelstedt/Neu Altona. Denn bei der kleinsten Störung im Bereich Hbf ist sonst wieder in Harburg Endstation.

Die Verstopfung des Hauptbahnhofs ist doch hausgemacht. Da wird ein Durchgangsbahnhof zum Kopfbahnhof gemacht weil sämtliche Regionalbahnleistungen im Hauptbahnhof beginnen/enden müssen statt sie konsequent nach Altona durchzubinden, dem 2ten Hauptbahnhof. Aber Altona soll ja abgerissen werden, weil es ein Kopfbahnhof ist und Rangierarbeiten vermieden werden sollen, die fast garnicht mehr stattfinden, da sämtliche Züge Triebzüge oder Züge mit Steuerwagen sind (Ausnahme: der tägliche Zug aus Prag-noch). Und wenn der neue Bahnhof Altona fertig ist, sollen die Regionalbahnen aus S.H. dort enden. Wieder wird dann ein Durchgangsbahnhof zum Kopfbahnhof.
Also= es wird ein Kopfbahnhof abgerissen für Rangierarbeiten, die es nicht mehr gibt und der durch einen Durchgangsbahnhof ersetzt werden soll, der dann als Kopfbahnhof Verwendung findet. JO!

Ich schließe mich der Meinung von Micha und anderer in vielen Dingen an. Die Überlastung im Hauptbahnhof ist Hausgemacht. Der Hauptbahnhof wurde als Durchgangbahnhof geplant und gebaut und wird jetzt seit Jahren als Kopfbahnhof von vielen Regionallinien genutzt, die während der Wendezeit ein Durchgangsgleis bis zu 45 Min. blockieren (RE v./n. Kiel Ank. Min. 37/Abf. Min.22). In Hamburg Endende bzw.Beginnende Züge sollten das im Kopfbahnhof Altona machen. Es ist das ganze Gegenteil von dem was in Stuttgart gerade für viel Geld umgebaut wird: Dort beginnen/enden die regionalen Züge aus allen Richtungen im Kopfbahnhof. Wenn der neue Bahnhof fertig ist sollen die regionalen Züge von Nord n. Süd und von Ost n. West durchgebunden werden. Z.B. Heilbronn nach Reutlingen und Ulm nach Karlsruhe. Auf Hamburg übertragen bedeutet das, das man RE-Züge Von Kiel/Flensburg/Westerland nach Bremen/Uelzen-Hannover/Schwerin/Lübeck durchbindet. Der Güterverkehr sollte Grundsächlich über die GUB geleitet werden.

Sie habe vollständig Recht, aber dann müssten sich ja Wichtigtuer aus 4-5 Bundesländern und diverse Betreibergesellschaften an einen Tisch setzen! 😮

Die Hamburger Güterumgehungsbahn (GUB) führt von Hamburg-Eidelstedt über Bf Rothenburgsort nach Harburg. Versuchen Sie aber bitte einmal, einen Güterzug in die Fernbahnstrecke Richtung Büchen einzufädeln. Dies würde eine „Kopf machen“ zwecks Richtungsumkehr in Bf Rothenburgsort erfordern. Der „DB Netze Trassenfinder“ wird dann anzeigen: „Halteplatz in Bf Rothenburgsort für Güterzüge mit Wagenmasse 1.200 t zu kurz.“ Deshalb werden Güterzüge von Skandinavien durch Bf Hamburg Hbf geleitet. Andernfalls müssten sie, von der GUB kommend, den Umweg über Maschen und anschließend über die zwar elektrifizierte, aber 1-gl. Strecke Uelzen – Salzwedel – Stendal wählen!

Nach der FFBQ-Eröffnung lässt sich ein „Kopf machen“ in Bf Rothenburgsort umgehen, wenn Güterzüge von Skandinavien und Hafen Lübeck nach Fertigstellung der Verbindungskurve Bad Kleinen über Schwerin geleitet werden. Es ist daher Unsinn, wenn bei den Verhandlungen über die Finanzierungsbeteiligung des Bundes am S4-Projekt unterstellt wird, dass sämtliche Güterzüge von Skandinavien und Hafen Lübeck über die Strecke 1120 „Lübeck – Wandsbek“ geleitet werden. Allerdings müssen sich jene Güterzüge, welche die Strecke „Uelzen – Lehrte“ nutzen wollen, solange die Ausweich- und Entlastungsstrecke „Lübeck – Büchen – Lüneburg“ nicht elektrifiziert ist, durch zahlreiche Siedlungsgebiete von Hamburg über Maschen Richtung Lüneburg quälen. Der direkte Weg über die Strecke „Lübeck – Lüneburg“ wäre nicht nur 33 km kürzer, sondern auch raum- und umweltverträglicher!

Den aus Kiel kommenden RE in Altona/Diebsteich enden zu lassen ist sicherlich sinnvoll. Bei anderen Zügen wie den RE aus Lübeck oder aus Richtung Harburg, eben allem was den HBF von Süden anfährt ist das Blödsinn. Warum?

– die Verbindungsbahn zwischen HBF und Altona/Diebsteich hat mit ihren zwei Gleisen nur begrenzte Kapazität und ist jetzt schon ausgelastet. Zusätzliche Züge vom HBF nach Altona würden sie noch mehr belasten.

– der RE nach Lübeck fährt alle halbe Stunde und braucht ca. 45 min. für die Strecke. Die restlichen 15 min verbringt er im Hauptbahnhof (oder Lübeck) mit Ein/Austeigen und Reserve für Verspätungen bevor er die Strecke zurückfährt. Diesen Zug nach Altona durchzubinden würde weitere 15 Min Fahrzeit bedeuten, das heißt der Zug kann die Strecke nicht einmal die Stunde fahren sondern man bräuchte zusätzlich Züge um den Takt aufrecht zu erhalten. Bei den RE aus Harburg sieht es nicht viel besser aus.

Die kurz- bzw. eher mittelfristigen Maßnahmen finde ich gut (wenn auch immer noch nicht schnell genug). Insg. wäre viel mehr Entrümpelung angesagt, ein Bahnhof ist ein Bahnhof und kein Einkaufszentrum. Das Konzept “Wandelhalle als 7-Tage-Einkaufzentrum” wäre m.E. auch zu hinterfragen, weil sich hier nicht nur Fahrgäste aufhalten.
Hellhörig sollten einen Formulierungen wie diese machen: “Außerdem sollen Teile der Steintorbrücke überdacht und mit neuen Ladengeschäften überbaut werden.” Also wieder neue Geschäfte?!
Der Bahnverkehr wird und soll in den kommenden Jahren wachsen. Da braucht es mehr Raum erstmal dafür und nicht für Geschäfte. Aber die Bahn hat genau diese im Auge, weil sie aus den Bahnhöfen soviel Profit rausholen will wie möglich.

Die Bahn hat in Stuttgart Milliarden für ein absurdes Bahnhofprojekt verplempert und jetzt muss sie das selbst aufbringen. Kein Wunder, dass die Bahn die Instandhaltung so ausgepresst hat, dass sie keine fehlerfreien Züge mehr auf die Gleise kriegen. Um diese Hypothek abzuzahlen, muss die nächsten 30 Jahre jeder Quadratzentimeter Bahnsteigfläche Geld verdienen.

Wenn die Steintordammbrücke wirklich Bustrasse wird, dann müssen da auch Läden hin um das zu beleben. Sonst laufen die Menschen auch künftig weiter über den Südsteg, weil ein hektischer Südsteg gibt immer noch mehr subjektive Sicherheit als ein toter, dunkler Busbereich auf der Steintordammbrücke.

Es wurden ja immer wieder nur Flickarbeiten
am Bahnhof durchgeführt, aber niemals ernsthaft
dafür eingesetzt. Hier mal zwei kleine Beispiele von früherer
Bauarbeiten:
Beispiel 1.) Wandelhalle war früher wesentlich breiter,
bei weniger Fahrgäste, wurde verengt für Verkaufsstände
und ist jetzt ein Nadelöhr; besonders für ältere Menschen.
Beispiel 2.) Der Südsteg hatte früher einen zweiten langen unterirdischen
Südsteg von der S-Bahn zu den hinteren Bahnsteigen in Richtung Harburg. (Keller-Süd-Steg)
Ein Teilstück ist ja noch vorhanden, zu den S-Bahnen, der Rest wird wohl als
Abstellraum möglicher Weise genutzt.

Wer glaubt eigentlich noch mit Blick auf die zurückliegenden Jahre, das die DB ein verlässlicher Vertragspartner ist?? Das Geld was hier im Norden benötigt wird wurde und wird leider im Süden der Republik ausgegeben. Da sollten sich die gewählten Volksvertreter von HH,HB, SH und Niedersachsen mal zusammen tun und für eine Verbesserung der Infrastruktur auf den Tisch hauen.

Na, wenigstens ein kleiner Anfang, auch wenn vorerst nur eine Fressbude im “Fress- und Stressbahnhof” weggenommen wird. Hoffentlich verlässt DB und HH nicht doch noch der Mut, sich mit den Geschäftsleuten des Südstegs “anzulegen”, wenn’s um den richtigen Umbau geht. Eine “Wasch-mich-aber-mach-mich-nicht-Nass-Version” für den Umbau des Südstegs könnte man dann gleich stecken lassen.

Ich weiß, jetzt kommt wieder etwas, was vermutlich zu flexibel für Hamburg wäre. 😉 Aber nachdenkenswert wäre sicher auch ein generelles Neukonzept für die Einführung der südlichen Gleiszufahrt – da dort der größte Engpass besteht -, unter der Bedingung, dass die S4 gebaut ist und damit die RB81 entfällt:
– Wegfall der jetzigen Gleise 8 und 9
– Bau eines Bahnsteigs (mit den Standardmaßen der Bahnsteige 11/12 bzw. 13/14) östlich an Gleis 10
– daran östlich das neue Gleis 9
– diese Gleise 9 und 10 werden nur aus Richtung Harburg angeschlossen, sodass ausschließlich für diese Südeinfahrt drei vollwertige Bahnsteige entstehen
– neben Gleis 9 wird der ehemalige Bahnsteig 7/8 verschmälert und zur Seite Gleis 9 mit einem Sperrgitter abgetrennt, dieser schmalere Bahnsteig ist dann nur noch für Gleis 7 nutzbar
– damit entstehen dann für die Richtung Lübeck/Berlin drei Gleise mit “eineinhalb” Bahnsteigen
– dazu müssten im südlichen Gleisvorfeld das Werkstatt(?)-Gebäude und der “Signalgarten” abgerissen werden und evtl. Umbauten an der Altmannbrücke und am Platz/Stützmauern vor dem Hühnerposten erfolgen
– ein Einpassen der neuen Gleise und Bahnsteige in die Lagen der vorhandenen Hallenstützen des Hbf müsste bei so einem generellen Umbau auch möglich sein, ebenso in die vermutlich neu zu bauende Steintorbrücke; für die Brücken über der U3 müsste auch eine Lösung machbar sein
(Bei einem – von mir favorisierten – Neubau einer viergleisigen S-Bahn-Tunnelhalle wären dann sogar wieder die Gleise 3 und 4 für Lübeck/Berlin nutzbar.)

Ich finde die Ausführungen von HVV Kritiker sehr interessant und ich kann fast allem zustimmen. Jedoch wird mindestens ein Gleis benötigt, dass sowohl von Süden aus angefahren werden kann als auch aus Richtung Berlin/Lübeck, da es durchaus Züge gibt, die genau diesem Zuglauf folgen. Besser wäre es sogar noch, wenn zwei Gleise angefahren werden könnten. Einen kompletten Neubau für die S Bahn halte ich ebenfalls für absolut nötig, so dass die S-Bahn komplett aus der Halle herausgehalten werden kann.

kleine Ergänzung zu meinem Beitrag:

Das neue Gleis 9 sollte natürlich auch über eine Weichenverbindung in Richtung Lübeck/Berlin angeschlossen werden (wie gegenwärtig Gl. 8), damit im Fernverkehr Zugfahrten mit Fahrtrichtungswechsel aus Richtung Harburg nach Lübeck/FBQ/Kopenhagen möglich sind und Richtung Stralsund eine Alternative zur Oberhafenstrecke besteht. Für Verkehre, die keinen Bezug zur Süderelbe haben, sollte dieses Gleis jedoch nicht genutzt werden.
Das Sperrgitter zu Gleis 9 habe ich deshalb vorgeschlagen, damit keine Fehleinstiege bzw. Unfälle passieren, da der Bahnsteig zu schmal für die Bedienung von zwei Gleisen würde.

Interessante Vorschläge, allerdings in Textform nicht leicht zu verstehen. Gibt es da schon eine “Visualisierung”?
Besonders würde mich interessieren, wie man die 2 zusätzlichen Gleise für die S-Bahn (Tunnelhalle) unterbringen soll, am Bieberhaus vorbei dürfte es eng werden …

Eine Visualisierung gibt es natürlich nicht, da es ja nur eine gerade entwickelte Idee von mir war.
Bieberhaus und auch das Museum für Kunst und Gewerbe dürften nicht “in Mitleidenschaft gezogen” werden. Die erweiterten S-Bahn-Gleise dürften hart daran vorbei gehen, evtl. auch mit etwas engeren Bogenradien, da sowieso keine “Schnelldurchfahrten” stattfinden würden. Was angepackt werden müsste, wäre auf jeden Fall (neben dem Abriss der “DB-Blechbüchse” und einer Verlagerung des S-Bahn-Stellwerks – evtl. auch in den Tunnel) ein Umbau/Abriss/Verfüllung des WKII/Kalten-Kriegs-Bunker unter dem Hachmannplatz. Da denke ich, dass das mit moderner Technik kein extremes Problem sein dürfte, dieses unzeitgemäße Relikt zu beseitigen oder zu reduzieren und für die S-Bahn-Infrastruktur nutzbar zu machen.
(Die “Hamburger Unterwelten” werden sicher noch genügend andere Hoch- und Tiefbunker für Touren in Hamburg haben. Oder eben nach Szczecin/Stettin gehen, wer so etwas sehen möchte. Da gibt es einen ähnlichen riesigen Bunker “Ry Stn Hbf” mit Zugang von Gleis 1 des Hbf (Szczecin Glówny).)

Das Stellwerk könnte auch auf die freie, dreieckige Fläche oberhalb der Altmannbrücke verlegt werden, und der Keksdose würde vermutlich auch keiner ein Träne nachweinen.
Wenn man bei Google-Maps mal schaut kann man erahnen, dass das neue Gleis 1 (nennen wir es N1) wohl etwa unter dem Blumenkiosk durchlaufen würde.
Vielleicht könnte man es wirklich schaffen, die zulaufenden Gleise 1 bis 4 auf die neuen Gleise N1 bis N4 nach Osten zu verbiegen und den alten Bahnsteig 3/4 der Regionalbahn zu übergeben?
Viel fraglicher ist allerdings, ob Stadt und Bahn jemals den Mut aufbringen würden, das erforderliche Geld dafür in die Hand zu nehmen … 😉

Das Problem für eine 4-Gleisige S-Bahnanlage wäre nicht nur die Unterbringung selber, sondern auch die Führung, da es nicht nur die genannten Gebäude gibt, sondern auch den Zugang zur U2/U4.

Entweder bilden die Gleise und Bahnsteige ein V, oder der Zugang zur U2/U4 muss komplett weichen und ggf. noch tiefer gelegt werden. Der Abgang zu den Tunneln befindet sich übrigens genau unter dem Tunnel er S-Bahn an der Stelle wo die Rolltreppe zur eigentlichen Tunnelanlage geht.

Ansonsten sehe ich es ebenfalls so mit der kompletten Verlegung der S-Bahn.

Das klingt alles sehr kompliziert und ist ohne (Hand)-Zeichnung kaum zu verstehen. Ich habe einen ähnlichen Vorschlag (bereits bei den Kommentaren zu Ausbau des Hbg.-Hbh., SPD erhöht Druck) zu lesen. Hier noch einmal mein Vorschlag: Wegfall jetziges Durchfahrtgleis 9. Kann sowieso nicht genutzt werden, wenn in Gl.8 ein Zug steht, der bis ans Nordende gefahren ist. Wegfall Postbahnsteig zw. Gl.10 u. 11. Anstelle des Postbahnsteiges einen “richtigen” Bahnsteig mit Absperrgitter nach Gl.11. Dieser Bahnsteig beginnt in höhe Altmannbrücke und geht im Norden soweit wie der Bahnsteig zw.Gl.7 u. 8. Dieser müsste dann im Norden in Richtung der S-Bahngleise verschoben werden. Das neue Gleis für diesen Bahnsteig wäre dann Gl.9 oder 10 neu. Da der Bahnsteig 1. sehr lang könnte er u.U. von zwei Zügen belegt werden. Da er Westlich vom Gleis liegt, könnte im Bereich Südsteg über eine Weiche sowohl von Richtung Berliner Tor als auch von Harburg in dieses Gleis gefahren werden. Die beiden Abstellgleise im Norden neben den S-Bahngleisen würden entfallen

Auf kurz oder lang kommt Hamburgs Hauptbahnof wohl um eine Erweiterung unter der Erde nicht drumherum. Vielleicht wäre eine 4gleisige unterirdische Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Güterumgehungsbahn via Grindelallee und Lokstedter Steindamm auch eine Alternative zur U5.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.