Hamburger Klimaplan: Nichts Neues im Bereich Verkehr

Hamburg will seinen Co2-Ausstoß bis 2030 massiv senken. Doch ausgerechnet beim Verkehr, der besonders viele Schadstoffe aufstößt, zeigt sich der Senat äußerst zaghaft und präsentiert alte Ideen. Eine kritische Analyse.
Von Christian Hinkelmann
Stau auf Hamburgs Straßen
Stau auf den Straßen in Hamburg
Foto: Christian Hinkelmann

Hamburg will seinen CO2-Ausstoß bis 2030 drastisch senken. Gestern hat der rot-grüne Senat seinen lang erwarteten Klimaplan vorgelegt (siehe hier), in dem beschrieben wird, wie die Stadt ihre CO2-Emissionen innerhalb von zehn Jahren um rund 7 Millionen Tonnen senken will. Wurden im Jahr 2017 noch rund 16,4 Millionen Tonnen ausgestoßen, sollen es 2030 nur noch 9,3 Tonnen sein. Das entspricht einer Verringerung von 43 Prozent.

Der Verkehr in Hamburg ist einer der größten CO2-Verursacher. Im Jahr 2017 hat er mehr als ein Viertel des gesamten CO2-Ausstoßes in der Hansestadt verursacht (4,6 Mio. Tonnen). Doch ausgerechnet in diesem Sektor fallen die Einsparziele des rot-grünen Senats laut Klimaplan bescheiden aus. Insgesamt soll der jährliche CO2-Ausstoß durch den Verkehr bis 2030 um 30 Prozent auf 3,25 Tonnen sinken. Das ist so wenig wie in keinem anderen Bereich.

Zum Vergleich: Im Sektor Wärmewende peilt der Senat CO2-Einsparungen von 55 Prozent an, indem er dort mit zahlreichen neuen Verboten arbeiten will – beispielsweise ab 2022 keine Ölheizungen mehr in Neubauten und verpflichtende Solaranlagen auf Neubau-Dächern ab 2023.

Keine Verbote im Autoverkehr geplant

Im Sektor Verkehr, der in den Verantwortungsbereich der SPD fällt, soll es dagegen gar keine Verbote geben, um den Autoverkehr einzuschränken. Stattdessen setzt die Verkehrsbehörde vor allem auf das Prinzip Hoffnung: Die Hoffnung, dass viele Menschen freiwilli…

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25 Antworten auf „Hamburger Klimaplan: Nichts Neues im Bereich Verkehr“

Joa! Diese Leute am Freitag wollten ja auch einfach nur nicht in die Schule, bzw. jüngst mal Freitag nicht arbeiten. Politik und Wirtschaft wissens besser.

Oh Mann, es wird immer schwerer für Loki seine Parteifreunde zu verteidigen, die ja bei der letzten Wahl 45% und die Grünen 12% hatten.

Nicht wirklich. Aber freut mich, wenn ich schon erwähnt werde, ohne etwas geschrieben zu haben. Der Fanclub wächst also. 🙂

Aber leider übersiehst Du in der Blase schon zum x-ten mal wieder, dass die Grünen ebenfalls im Senat sitzen und die Linken dort niemals reinkommen werden. So wie es niemals eine Rumpelbahn in Hamburg zu unseren Lebzeiten geben wird. Ebenso beinhaltet das rot-grüne Klimapaket nicht nur Maßnahmen aus dem Bereich Verkehr. Daher meine erneute Empfehlung: nicht nur Überschriften lesen und gleich in die Tasten hauen. Dann erledigt sich möglicherweise auch die schwarz-weiße Weltsicht, wo jeder, der nicht beim Begriff SPD tollwütig zu schäumen beginnt, automatisch ein Mitglieder oder zumindest Wähler sein muss.

Ich wünsche dennoch einen angenehmen, unverbitterten Start ins Wochenende.

Ich hatte ja die Prozentzahlen und somit die Gewichtung im Senat aufgeführt. Dazu führt die Spd alle für den Verkehrsbereich verantwortlichen Behörden (Bwvi+BfI).

P.s. Soeben frisch aus dem Abendblatt, dem derzeit pro Spd Wahl-Presseorgan. Leitartikel des stv. Chefredakteur:
„Ohne die Stadtbahn dürfte die Verkehrswende kaum gelingen.
Wer die deutschen Metropolen vergleicht, findet unter den 15 größten Städten 14 mit einer Straßen- oder Stadtbahn“
Ach ja, ich vergaß, alle anderen (Städte) haben keine Ahnung, nur in HH sind die kompetenten Verkehrsfachleute zu Hause….

Springer ist pro SPD? ^^ aber ok, hat man meine Fakten, warum Hamburg das System braucht, begnügt man sich mit “andere haben es (mit völlig anderen Rahmenbedingungen und vorhandenen Betten) auch”. Das hat man ja noch nie gehört ?

Mensch Loki, haben Sie den Text nach einem längeren Besuch auf dem Weihnachtsmarkt mit ihren Jusogenossen, die nicht auf den Parteitag durften, geschrieben?
Ziemlich wirr, was wollen Sie aussagen?
Die Verkehrsbewegung kennen Sie nicht und das Abendblatt ist schon vor Jahren von Springer an die Funke Medien Gruppe verkauft worden. Wohnen Sie wirklich in Hamburg?
Das Abendblatt ist trotzdem ein sehr konservatives Blatt geblieben, dass m.E. zur Zeit sehr die CSU des Nordens hochjazzt. Vermute sich haben richtig Angst vor einer grünen Bürgermeisterin und da die CDU den Umfragen nach chancenlos ist, schreibt man für die derzeit größte konservative Partei in HH. Der Leitartikel zur Stadtbahn war mal wirklich ein positiver Rausreißer.
Schönes WE und ich hoffe, dass der Kater morgen nicht allzu arg ist….

Nun ja, aber die Überschrift deckt sich auch mit dem Text darunter.
Ambitionslos trifft es ja wohl recht gut, viele Maßnahmen erst in 10 Jahren oder später, Abhängigkeiten vom Bund und Firmen/Industrie, Radverkehr kommt fast gar nicht vor usw. usw.
Aber manch Anspruchsloser ist eben leicht zufrieden zu stellen.

Wie du weiter unten lesen kann, bedauere ich es sehr und halte es für falsch, dass der Radverkehr nicht stärker im Fokus ist. Aber wie gesagt: was ist die realistische Alternative? Die FDP hat gute Ansätze beim ÖPNV, aber wirkt nicht sehr überzeugend und hält vom Rad noch weniger. Die Partei der Autofahrer hält das Rad nicht einmal erwähnenswert. ??‍♂️

also die SPD in Hamburg ist einfach hoffnungslos. Da sind wohl einige 1961 in ein Dornroeschenschlaf verfallen und gerade wieder aufgewacht. Am absurdesten ist die Aussage, dass der Verkehrsraum in Hamburg nicht genug Platz habe und daher besinnungslos U Bahnen gebaut werden mussen (mit Bau und Planungszeiten von 15 bis 20 Jahren).

Naja, eine Straßenbahn war schon vor über 20 Jahren geplant und wie viele Kilometer bisher gebaut wurden, ist ja bekannt. Besinnungslos kann an die Planungen auch nicht bezeichnen, da es bei der Bedarfsermittlung sehr hohe Anforderungen gibt. Schade aber weiterhin, dass die SPD nicht die U4-Verlängerung gen Süden vorantreibt und auch vom Radverkehr nicht sonderlich viel zu halten scheint. Da haben sie die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt und der Slogan “die ganze Stadt im Blick” führt leicht in die Irre, auch wenn die Konkurrenz bekanntlich noch schlechter aufgestellt ist.

Echt ein Witz!
Nur mal der Flughafen als Beispiel: andere Flughäfen stellen längst die Vorfeldfahrzeuge (z.B. Busse) auf E Antrieb um. (Beispiel Schiphol: https://www.schiphol.nl/en/schiphol-group/page/europes-largest-fleet-of-fully-electric-buses/ )
In Hamburg will man auf ominöse synthetische Kraftstoffe setzen, also erstmal mehr Verbrennungsmotoren anschaffen. Sogar neue Verbrenner PKW.
Bemerkenswert rückwärtsgewand und dreist unter dieser Überschrift.

Wenn ich mir die wenigen Massnahmen anschaue dann frage ich mich wie die +50% Fahrgaeste ueberhaupt befoerdert werden sollen? Ich sehe einfach nicht wie in der U- und S-Bahn fuer 50% mehr fahrgaeste Platz ist. hat das der HVV mal durchgerechnet?

Ach Quatsch, rechnen ist Sabotage! Hauptsache erstmal Repression… Benzin teuer, Straßen sperren, Autos blockieren. Sollen die Leute doch selber sehen, wie sie ans Ziel kommen. Außerdem kann man die Ewiggestrigen in ihren Autos gleichermaßen beschimpfen, aber auch über den Benzinpreis abzocken und als Sündenbock hinstellen. Wie praktisch.
Soll man sich das alles verwehren, indem man den ÖPNV ausbaut?

Was für ein Armutszeugnis. Viele HVV-Projekte, die in dem Plan aufgeführt sind, sind entweder schon fast fertig (S-Bahnhof Elbbrücken, U-Bahnhof Oldenfelde) oder hätten schon längst gebaut werden sollen, wenn sich nicht ständig alles verzögert hätte (S4, S21).

Ganz schön dreist, sowas da reinzuschreiben und kaum weitere Ideen zu präsentieren. So schafft man definitiv keine Verkehrswende.
Danke, NahverkehrHAMBURG-Team, dass ihr die Punkte hier so akribisch ans Licht zerrt und durchleuchtet. Da weiß ich, wofür mein Abo bei euch gut ist. Und alle andere Medien haben bei diesem Thema mit ihren Jubelhymnen gestern mal wieder voll versagt.

Traurig aber leider realistisch und es sieht in allen anderen Städten ähnlich oder noch viel schlimmer aus. Mit deutschem Recht geht der Ausbau nirgendwo schneller und es fehlen hunderttausende Bauarbeiter um das überhaupt zu bauen! 700.000 Wohnungen in Deutschland sind genehmigt und können derzeit nicht gebaut werden, weil es keine Bauarbeiter gibt! Wer soll die zusätzlichen Milliarden im Verkehr denn verbuddeln?

Der VDV hat gerade auf der Nürnberger Regionalkonferenz bestätigt, dass es zehn bis 15 Jahre dauern wird, bis wirklich neue Strecken am Start sind. Hier jetzt wieder über die Hamburger SPD zu meckern ist aber zu billig. Die Grünen haben das seit vier Jahren mitgetragen und in anderen Städten sind es andere Parteien. Alle haben das gleiche Problem: Es geht nicht wirklich schneller. Sie alle kommen zehn, 15 Jahre zu spät. Great Thunberg hätte 2005 anfangen müssen.

Hamburg steht sogar noch gut da, denn wir haben den fünfjährigen Planungsprozess fast durch und sind schon bei der Planfeststellung. München fängt jetzt erst an zu planen und in Berlin ist überhaupt keine große Maßnahmen mehr in der Pipeline. Dabei laufen beide U-Bahnsysteme heute schon am Anschlag. Oder Bremen: Rot-rot-grün will autofreie Innenstadt, aber kann sich nicht einmal zusätzliche Straßenbahnwagen leisten. Immerhin hat die Hochbahn soviel DT5 bestellt, dass bis 2025 alle Linien auf 2 oder 2,5 Minuten-Takt hochlaufen können.

Das wird in spätestens zwei Jahren ein bitteres Erwachen geben, wenn die Leute aus den Autos rausgezwungen werden und im ÖPNV kein Platz mehr ist. Selbst die 500 Busse, die man mindestens zusätzlich braucht, sollte man in den nächsten Wochen bestellen, wenn die bis dahin da sein sollen.

Wen interessiert schon ein Hamburger Klima Plan. Mal ganz abgesehen davon das der Plan schlicht nicht umzusetzen ist.
Selbst wenn, ist Hamburg wie ganz Deutschland nur ein lächerlicher Fliegenschiss und es hätte keinerlei Auswirkungen aufs Weltklima.

Dann haben Sie leider nicht verstanden, dass beim Thema Klimaschutz JEDER ran muss. Auch ein kleines Hamburg in einem kleinen Deutschland. Wenn immer nur jeder auf den anderen zeigt, wird das nix 😉

Die SPD hegt wohl immer noch die Hoffnung, dass sich der “Greta-Effekt” bald totlaufen wird, daher lohnt es sich nicht ein wenig Gehirnschmalz darauf zu verwenden, wie man wirklich CO² im Verkehr einsparen kann. Denn die heiligen Kühe Autoverkehr und Immobilienspekulatnen müssen in Hamburg bei Laune gehalten werden, dahinter steht alles zurück. In diese Linie passt auch, dass der Senat sich vehement weigert eine umfassende CO² Bilanz des Altona Bahnhofverlagerungsprojektes erstellen zu lassen. Und das völlig unrealistische U-5 Projekte produziert erst einmal viel CO² bevor vielleicht ab Mitte der 30er Jahre eine Entlastung eintritt. Dafür ist man noch nicht einmal willens schnell umsetzbare Straßenbahnprojekte zu evaluieren.

CO hoch zwei? xD

Aber da, die CO2-Produktion durch die Planung von Ingenieurbüros ist schon so gewaltig, dass man keine Schnellbahnen zur Reduzierung des MIV mehr angehen sollte. ^^

Oder kurz gefasst: OK, Boomer. 🙂

Das Kriterium sollte ja wohl sein, ob eine Maßnahme sinnvoll ist, sowie ein effektiver Einsatz von Steuergelder gewährleistet und kann kein Selbstzweck sein. Aber das Prinzip haben Sie ja schon nicht bei der Abwägung U5 oder Stadtbahn begriffen.

Die Frage, ob U5 oder Tram, ist ja bereits falsch. Es geht nicht um “St. Pauli oder HSV”, sondern um Nutzen und Machbarkeit. Bei einigen Maßnahmen ist beides vorhanden, bei anderen nur eins und beim nächsten keine. Und nun schauen wir Mal, welche Planungen mehrmals eingestampft wurden und welchen voranschreiten.

Mein Respekt, Herr Hinkelmann, für diese sehr umfangreiche Auflistung aller Maßnahmen. Überrascht es mich, dass so einige quasi enttäuscht sind über die beabsichtigten Maßnahmen. Nö, da ich davon ausgehe, dass eben immer noch fast alle davon überzeugt sind, es wäre beabsichtigt auch nur irgendetwas wirklich für das Klima zu tun. Ich halte diese Ansicht für falsch und der Klimaplan bestätigt quasi meine Thesen.

Ich gehöre ja auch zu den ominösen ´Klimaleugnern´ (wenn es denn so besser in die jeweils eigene Schublade passt, bitte schön). Was für eine Bezeichnung. Ich leugne zwar die Existenz eines Klimas gar nicht (scheint aber das niedrige Niveau des Wordings zu sein, das in Zyankali Vergleichen gipfelt) und um es zu steigern: ich gehe sogar ebenso von einem menschen gemachten Klimawandel aus. Sowohl Militärisch und Geopolitisch, als auch Medial, was aber ebenso Teil der Geostrategie ist. Wir sind also alle so gut wie auf einer Seite. Nur den Quatsch mit dem CO2 sehe ich halt anders. Und von Außenstehenden bitte jetzt keine ´Wissenschaftler-Verweise´ auf die Kampfbrigade Club of Rome – oder sollte ich Sekte schreiben?
Fällt sicher einem gar nicht mehr auf, aber CO2 ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Atmosphärischen Kreisläufe und somit sicher kein Schadstoff, wie wohl unbedarft im ersten Absatz formuliert. Aber große Veränderungen werden immer in klitzekleinen, unscheinbaren Schritten vollzogen.

Auch empfinde ich es als befremdlich, wenn Elektroautos mir vom Klimaplan als Maßnahme zur CO2 Einsparung aufgeführt werden.
Ich selbst fahre einen älteren, ´dicken´ Mercedes Kombi, aber neben den ´guten´ neuen Elektroschlitten wirkt dieser wie ein Kleinwagen (was, obwohl es jetzt sehr viele hoffen, mir egotechnisch sch***egal ist). Das Gewicht dieser Fahrzeuge thematisiere ich schon gar nicht. Und da diese alle über ein Drehmoment einer Skandinavische Erzlokomotive verfügen, werden diese ausnahmslos wie Sportwagen beschleunigt. Hatte irgendjemand außer mir Physikunterricht? Energieaufwand bei Beschleunigung von Massen und so? Aber in der schönen neuen Welt spart das also Energie und CO2.

Wenn ich mein Fahrzeug so bewegen würde (was schon technisch nicht vollends umzusetzen wäre – ich verfüge ´nur´ über 150 PS), würde ich alle 4-5 Tage eine Tanke suchen müssen und die Karre für´n schlappen Hunni wieder flott machen müssen. Es würde schon ohne irgendwelche Zusatzbelastungen richtig weh tun und wäre wirtschaftlich nicht tragbar oder akzeptabel
Bei E-Autos scheint es niemanden zu stören. Liegt es evtl. an diversen Subventionierungen?Aber spart das wirklich irgendwo CO2? Oder wird nur ´Kohle´ bewegt?

Es erfolgen also keine ´extra´ Investitionen (Rückflüsse) im Bereich ÖPNV,Fahrrad oder Fußgänger? Der Autoverkehr wird nicht weiter eingeschränkt? Jedoch auch sehr kräftig zur Kasse gebeten (Einnahmen), natürlich nicht von Hamburg, sondern von einer anderen Ebene (siehe die aktuellen feuchten Träume des Umweltbundesamtes). Wenn jemand so blöde wäre und würde den Autoverkehr verbieten, dann würde man ja über diesen Verkehr gar keine Einnahmen mehr generieren können. Das wäre ja blöde.
Man, was für goldene Zeiten für Steuereintreiber. Wer bekommt eigentlich die ganze ´Kohle´? Und das spart CO2?

Aber weiter. Wenn ein Pendler von Lübeck täglich nach Hamburg gurkt, werden dann die CO2 Emissionen ungefähr ab Stapelfeld in den Hamburger Klimaplan miteinbezogen oder genau ab der Stadtgrenze? Oder die Fahrt gesamt? Oder wie? Wie wird das festgestellt?
Bei tausenden Pendlern aus allen Richtungen kommen bei allen Arbeitstagen schon einige Summen zusammen, je nachdem so etwas gesehen wird. Nun schütteln diejenigen den Kopf, denen noch nicht aufgefallen ist, dass ich bewusst nicht von Messungen geschrieben habe. Denn das hätte ja etwas mit Realität zu tun.

Fragen wir einmal unsere Regierung
https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/newsletter-und-abos/newsletter-nachhaltigkeit/indikator-2-treibhausgase-reduzieren-477626

(Helmut Mayer, Experte für Energierechnungen (!!!) im Statistischen Bundesamt. Einzige zu erfahrene Qualifikation: Papas Sohn, wie bei den Genuss Experten von Edeka. Nachher mal schauen was Max Mustermann, so kann)

“Herr Mayer, wie zuverlässig lassen sich die Treibhausgase (THG) in einer hochgradig ausdifferenzierten Volkswirtschaft wie Deutschland überhaupt erfassen?
Die sehr umfangreichen Berechnungen (!!!) der Treibhausgasemissionen werden in Deutschland von der Nationalen Koordinierungsstelle beim Umweltbundesamt (UBA) koordiniert.”

Man rechnet also. Und wenn ich mit Faktoren rechne, dann komme ich zu Ergebnissen. Rechne ich mit anderen oder weiteren Faktoren, dann komme ich halt zu anderen Ergebnissen. Wie in den berühmten Klimamodellen, die alle vollkommen korrekt sind, da niemand in der Lage ist, die berühmte Globale Durchschnittstemperatur zu messen (siehe Erklärung von Doc Rahmstorf https://www.youtube.com/watch?v=pxLx_Y6xkPQ mit seinen ´Astreinen Beweisen´ ab 11:30) und somit weder der Startlevel noch der momentane Level korrekt erfasst wird, werden kann. Man errechnet sich halt via Klimamodell die Realität bzw. die Veränderungen aus. Darum benötigt man ja keine korrekten Realwerte.
Ich weiß nicht wo ich losgefahren bin, weiß aber wie schnell und wie lange ich unterwegs war, also weiß ich, dass da drüben die Werkstatt vom Holzschnitzer Geppetto ist. Pisa ist nur die Spitze des Eisberges!

Auch Klasse: wenn ich Biosprit E10 (also Lebensmittel) tanke, dann verhalte ich mich positiv (“Die CO2-Emissionen, die bei der Verbrennung von Biokraftstoffen im Verkehrssektor entstehen, gelten als “klimaneutral” und bleiben den Berechnungen der Emissionen unberücksichtigt.”). Ich tanke nur noch E10 und den Rest werde ich durch Zahlungen an Atmosfair kompensieren und fordere Respekt, weil ich dann machen kann, was ich für richtig halte – Schwachsinn aus.

“In der sehr detaillierten(!!!) Berechnung werden dann Verkehrsanteile (innerorts, außerorts, Autobahnen), Fahrzeugklassen, Motorkonzepte, Motorgrößen, Minderungstechniken berücksichtigt.” – Aha?! Aber wie kann man das, wenn man nicht weiß, wo, wann und wie lange ich mich (oder z.B. irgendwelche spontanen Tagestouristen) mit dem Auto (mit der jeweiligen spezifischen Fahrzeugklasse, dem jeweiligen Motorkonzept, der jeweilige Motorgrößen und der jeweiligen Minderungstechnik) direkt aufhalte? Innerhalb Hamburgs oder außerhalb? Wie groß ist der Fehlerquotient und was hat das mit unserer Realität zu tun?
Ich weiß, Statistik. Man braucht gar nicht… irgendetwas mit der Realität zu tun haben. Denn wir wissen doch: in fast allen Ländern der Welt wird es doppelt so schnell heißer, wie im Rest der Welt (Vorsicht auch Klimaleugner https://www.youtube.com/watch?v=jo9S3Y4nGJI )
Wie damals bei Schellnhuber mit seinen präzisen CO2 Kontingenten, deren Summe man ganz korrekt errechnen kann und deren Wert bei ungefähr… (in diversen Talkshow-Tingel-Auftritten mit jeweils stark differierenden Werten). Aber der ist doch so eloquent.

E Autos senken also die CO2 Bilanz. (“Viele Aktivitäten im Haushaltsbereich gehen auf die Nutzung elektrischer Energie zurück. Die mit dieser Stromerzeugung verbundenen Emissionen werden jedoch per Definition nicht dem Haushaltsbereich sondern den Emissionen der Energiewirtschaft zugeordnet.”)
Aha, wir nähern uns so dem Epizentrum. Wie sang noch Frau Nahles? Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt. Eben nur als Tipp, denn kann bei Interesse jeder selbst erarbeiten. Sonst wird der Text noch länger.

Doch abschließend meine persönliche Betrachtung wie man in Hamburg nicht durch ein paar lumpige Rechentricks, sondern wirklich real etwas für das Klima tun könnte, wenn es doch am CO2 liegt. Zunächst eine Bestandsaufnahme:

Wer ist ganz dicke im Tagestourismus? Hamburg
Wo sitzen all die Reeder, die weltweit Schiffe mit Schweröl rumkutschern lassen? Richtig Hamburg
Weil, wo ist einer der weltgrößten Warenumschlagshäfen? Ham burg
Musical Hauptstadt: Jepp, Hamburg
Kreuzfahrt Metropole: And the Winner is – Hamburg
Damit Veranstalter der Cruise Days mit hoffentlich immer mehr Schiffen? Wie zuvor Hamburg
Wer lässt keine Schiffstaufe ohne großes Feuerwerk, kompletter Illumination und ganz viel Tam tam aus? Hamburg
Ach ja der all jährige Hafengeburtstag mit Millionen Besuchern? In Hamburg
Wer will dringend die Elbe vertiefen, damit die Pötte immer gigantischer werden können? Hamburg
Metropole mit dem größten Anteil an Villen und Einzelhäuser? Äh, Hamburg
Einer der führenden Kongressorte weltweit? Hamburg
Wessen Definition von Einzugsgebiet (Metropolregion) wurde über die Jahre immer gewaltiger? Na Hamburg
Klassischer Anziehungspunkt von Menschenhandel und dadurch Drogenhandel? Hamburgo
Apropos Wirtschaft – welche Metropole hat für seine wirtschaftliche Entwicklung den Slogan ´Wachsene Stadt´? Metropolregion Hamburg
Wo findet man zu Hauf Werbeargenturen, um die Leute zu überzeugen, den letzten Mist zu kaufen? Wer hätte es gedacht – Hamburg
Wo sind die größten deutschen Medienhäuser und damit die klassischen Papier- bzw. Waldverbraucher? Hamburg
Wer hat darum gekämpft, das das größte Passagierflugzeug der Welt in der örtlichen Filiale eines der weltgrößten Rüstungskonzernen gebaut wird. Hansestadt Hamburg
Wo sitzt der größte Reitverein Deutschlands und in wessen Umland werden seit her mit die meisten Pferde gehalten? Hamburg
Wem ist die eigene steigende Bevölkerungsentwicklung stets Ansporn? Hamburg
Wo ist zeitlich zusammengerechnet einer der längsten, bestbeleuchteten, und auch eben nicht gerade kleiner mobiler Freizeitpakt jeweils am Start? Fast drei Monate auf´n Hamburger Dom
Wem war es wichtig eine Philharmonie zu erichten, die nicht nur Deutschland- sondern Weltweit Besucher anzieht? Hamburg
Die größte Kupferhütte in Europa? Auf der Peute in Hamburg
Wer ist stolz auf eine der größten Städtebaulichen Erweiterung in ihrem Zentrum (möglichst mit viel Beton)? Hamburg
Wo ist der europaweit größte Motorradgottesdienst? Ham Brrrummm burg
Der Weltmarktführer bei Maschinen und Anlagen für die Tabakindustrie (nebenbei Grüße an Luisa)? In Hamburg
Wer hat sich fortwährend bis zur Lächerlichkeit ganz dringend um so wichtige merchandising Ereignisse wie eine Olympiade beworben? Ha Ha Hamburg
Wo sind die meisten 5 Sterne Hotels in Deutschland? In der Weltstadt Hamburg
Und wieviele Treibhäuser stehen gerade auf Hamburger Stadtgebiet (Vier- und Marschlande)? Wird nicht dort mittels massiver CO2 Düngung das Pflanzenwachstum angeregt? Nebenbei auch meine Grüße an alle Veganer und Vegetarier, die ja so bedacht sind, keine Schuld auf sich zu laden – war wohl nix.

Wäre Hamburg, als klimapolitisches Gleichnis, ein Pferd, man müsste es unbedingt erschießen! Oder jeder der wirklich etwas positives für das globale Klima bewirken will, müsste sich dafür einsetzen, dass Hamburg komplett dem Erdboden gleich gemacht wird.

Ich will sicher nicht verschweigen, dass Hamburg eine der grünsten, der mir bekannten Städte mit großen alten Baumbestand ist, aber ich bin eben gerade beim Kopfwaschen. Denn die Rund 2000m2, die ich selbst naturbelassen mit altem Baumbestand als Garten bewirtschafte, zählen ja bei meiner Karre siehe oben auch nicht. Warum sollte das dann in diesem Fall anders sein.

Aber Gott sei Dank ist die Abstandsgrenze ja vom Tisch. Da könnte man Windkraftanlagen vom Typ E-126 (6MW) oder E-141 (4,2MW) – das sind die Bezeichnungen des tonnenschweren, nicht recycelbaren Sondermülls aus Verbundkunststoff, der nach Ablauf seiner Zeit einfach gesprengt wird – mit Höhen von 200-220 Metern und Fundamentmaßen von 20-30 Metern jeweils auf dem Gehard Hauptmann Platz, dem Gänsemarkt, dem Rathausmarkt, der Moorweide, dem Stadtpark, dem Volkspark, offshore in der Binnen- und Außenalster (dort passen sogar wie in den großen Parks mehrere hin) errichten – Es geht doch um das Klima und da darf es keine Kompromisse geben. Bei rund 1800 MW Last laut Energieportal HH benötigt man sicher deutlich mehr als 300 Stück – ist ja nicht immer Volllast – (bei Umstellung auf E-Mobilität würde es wohl deutlich in die tausende gehen) damit Hamburg autark sein könnte, denn solch Rücksichtsvolle Menschen würden es doch ablehnen, wenn andere Menschen Windkraftanlagen wegen dem Hamburger Verbrauch vor der Schnautze hätten. Da braucht man in der Stadt jeden Platz. Jeden Parkplatz, Schulhof, den kleinsten Park oder Grünfläche.

Hamburg verbraucht Strom? Warum soll dieser eben woanders produziert werden? Über die ´grüne´ Umweltpolitik, die sicher in Ottensen prima umzusetzen wäre, wird den Menschen außerhalb der Stadt das Leben quasi unmöglich gemacht und so fast verboten. Warum sollten diese dann zum Dank auch noch Hamburger ´Drecksarbeiten´ verrichten bzw. ertragen?

Die Zeit des Komfort sind eben vorbei. Oder eben auf, auf zurück in das Mittelalter – nein nicht Mittelaltermärkte. Alles zurück auf Anfang. Verbieten, platt machen und zurückbauen. Wie ja auch von Extinction Rebellion gefordert und so niemanden (außer ein paar Verstrahlten) ohne gewaltsamen Widerstand wirklich vermittelbar.

Kann es sein, dass darum ER sogar von der ´extrem Linkenkönigin´ Jutta ´von´ Dittfurt (so ein ´von´ kann man nicht einfach so wie einen Mantel ablegen) bekämpft wird? Die Rebellen sogar irgendwie animiert wurden medialen Selbstmord (Holocaustvergleich) zu begehen?
Da würden doch sonst so schöne Einnahmequellen versiegen.

Wie schon so oft angedeutet und geschrieben: vorne führt euch der Rattenfänger von Hameln. Welch passendes Gleichnis auch in Bezug auf die ´Verarbeitung´ der Kinder.

So nun ist aber Schluss. Danke für Ihre Geduld Herr Hinkelmann.

So weit ich anhand der Auflistung sehen kann, ist es überhaupt nicht mehr vorgesehen, den HVV-Kunden von Süden her ein von der Kapazität her ausreichendes Angebot zu machen. Es fehlt weiterhin an den Bestellungen für zuverlässige Langzüge der S3. Und die S32, für die das Stellwerk in Harburg nötig wäre, wurde mit 2030 auch eher auf eine unbestimmte Zukunft verschoben.
Aber wozu auch, die A1 wird über die Norderelbe verdoppelt, die A7 auf durchgehend 8 statt bisher 6 Spuren gebracht, die Wilhelmsburger Reichsstraße / B75 wurde schon breiter und schneller. Und natürlich wird die A26 gebaut. Da werden sich wohl genug HVV-Fahrgäste finden, die endlich auf Auto umsteigen.
In Sachen Verkehr scheint der Senat das mit dem Klimaschutz so gar nicht verstanden zu haben, wenn es nicht einmal vorgesehen ist, die real vorhandene Nachfrage von Fahrgästen zu heuten Preisen im kommenden Jahrzent auch zu befördern. Zur Erinnerung: die Kapazitätsengpass auf der S3 besteht seit Dezember 2007. Es wird dann ein Vierteljahrhundert gedauert haben um ein Stellwerk zu aktualisieren und die Fahrzeuge zu beschaffen um dem abzuhelfen.

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