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Verkehrsentwicklung in Hamburg: Planlos durch die Jahrzehnte

Seit zwölf Jahren beschäftigt sich Hamburg mit einer Langfristig-Strategie, wie sich der Verkehr bis 2030 entwickeln soll. Jetzt ist der Plan endlich fast fertig und die Öffentlichkeit hat in Befragungen auch klare Vorstellungen genannt, was drin stehen soll. Aber wird sich der Senat daran halten?
Christian Hinkelmann
Mit Wolle und Schere konnten interessierte Bürger auf dem Rathausmarkt ihre Wünsche zum Thema Verkehr visualisieren
Verkehrsentwicklungsplan zum Anfassen: Mit Wolle und Schere konnten interessierte Bürger im Herbst 2019 auf dem Rathausmarkt zusammenbasteln, wie sie sich die Zukunft der Mobilität in Hamburg vorstellen.
Foto: Christian Hinkelmann

Auf welchen Wegen bewegen wir uns durch die Stadt? Für was nutzen wir welches Verkehrsmittel? Wie sieht unsere gemeinsame Zukunftsvision beim Thema Mobilität aus und wie wollen wir sie erreichen?

Für solche Fragen gibt es in den meisten deutschen Großstädten so genannte Verkehrsentwicklungspläne. Sie sind quasi ein Fahrplan oder ein Mobilitäts-Masterplan, in dem die Städte ihre großen Ziele, Visionen und Leitlinien für die nächsten Jahre oder Jahrzehnte festlegen. Diese Ziele werden dann mit nachprüfbaren Zahlen hinterlegt und es wird ein Weg gezeichnet, mit welchen Maßnahmen und Verkehrsprojekten sie ganz konkret erreicht werden sollen. Der Gedanke dahinter: Nur, wer ein Ziel hat, kann wissen, in welche Richtung er laufen muss und was dafür nötig ist.

Der große Vorteil bei solchen Plänen ist, dass sie für lange Zeit eine klare Linie vorgeben, die sich Stück für Stück abarbeiten lässt und dass sich auch bei Regierungswechseln möglichst alle Verantwortlichen an diese Pläne halten, ohne dass zwischendrin ständig der Kurs gewechselt und das Rad neu erfunden wird. Das spart Zeit und Geld und verhindert verkehrspolitischen Wildwuchs.

Hamburg hat so etwas nicht! Der letzte Verkehrsentwicklungsplan stammt aus dem Jahr 2000 und lief zehn Jahre später aus. Seitdem navigiert die Hansestadt von einer Verkehrspolitik zur nächsten. Jeder Senat macht im Grunde, was er will. Es fehlt der große Kompass.

Planlos durch das vergangene Jahrzehnt

Besonders gut lässt sich die Irrfahrt der vergangenen Jahre beim Öffentlichen Nahverkehr nachverfolgen: Im Jahr 2000 setzt der damalige rot-grüne Senat laut Verkehrsentwicklungsplan beispielsweise noch voll auf die Wiedereinführung der Straßenbahn in Hamburg, um die innerstädtischen Verkehrsprobleme zu mildern und Großwohnsiedlungen wie den Osdorfer Born und Steilshoop, sowie die damals neue HafenCity auf der Schiene anzubinden. Es wurden millionenteure Pläne entwickelt, die so weit waren, dass das Planfeststellungsverfahren für die ersten Strecke unmittelbar be…

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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16 Antworten auf „Verkehrsentwicklung in Hamburg: Planlos durch die Jahrzehnte“

Die Argumentation über den Nutzen eines Verkehrsentwicklungsplan ist widersprüchlich. Einerseits entstünde durch so einen Plan lange Zeit Planungssicherheit, ohne das bei Regierungswechseln alles verändert würde, andererseits beschreiben Sie, dass jeweils bei den Regierungswechseln 2001, 2008 und 2011 die Verkehrskonzepte der Vorgänger über Bord gekippt wurden.
Ja mach‘ nur einen Plan… (Brecht)

Hallo Gerd,
das stimmt: nach den Bürgerschaftswahlen 2001 und 2008 haben sich die jeweils neuen Senate über den damals noch aktuellen Verkehrsentwicklungsplan (bis 2010) hinweggesetzt. Es gab auch keine gesetzliche Verpflichtung, sich dran zu halten. Die Kunst solcher Pläne ist, sie politisch so breit abzustimmen, dass möglichst in allen Parteien ein breiter Konsens herrscht, sodass jede künftige Regierung sie akzeptiert und weiterverfolgt. Das ist damals offenbar nicht gelungen.

Beste Grüße,

Christian Hinkelmann

Vielen Dank für die verdienstvolle Zusammenstellung des verkerhspolitischen Versagens über jahrzehnte hinweg in Hamburg. Nun kommt der Plan, aber mittlerweile sind kontraproduktive Projekte schon soweit fortgeschritten, dass der Plan bei seiner Veröfffentlichung eigentlich schon Makulatur ist. Traurig. Folgt man den Kernaussagen des Plans und den darin abgebildeten Wünschen der Bürger, dann ist sofortiges, radikales Umsteuern angesagt: Weg von den Beton-Tunnel-Megaprojekten wie U5, VET, Verlegung des Bahnhofs Altona usw., hin zu kleinteiligen Maßnahmen: Sanierung der Bestandsradwege, Ausweis von Radwegen durch Wohngebiete, ohne den langwierigen Ausbau von Velorouten, Tempo 30 auf allen Straßen, wo keine Busse verkehren, Wiedereinführung der Straßenbahn, Reaktivierung von Bahnstrecken im Hamburger Umland (z.B. Geesthacht – Bergedorf), Ausbau der Hafenfährverbindungen, Wiedereinführung der Linienschiffahrt auf der Alster, usw. Die Frage stellt sich: hat die Hamburger Politik die Kraft angesichts des Klimawandels so radikal umzusteuern?

Ich muss mal ergänzen: Eine Einführung der Stadtbahn ist, was die Verkehrsentwicklung betrifft, leider keine so kleinteilige Maßnahme, sondern erfordert auch einen Masterplan für den übrigen Verkehr. Wenn man bspw. auf der Luruper Chaussee eine Stadtbahn (statt der S6) verwirklichen will, und dafür zwei Autospuren opfert, halbiert man hier die Kapazitäten. Und auch wenn die Straßenbahn ein Drittel des Individualverkehrs aufnehmen kann, stehen 2/3 Verkehr zu 1/2 Kapazität. Das ist jetzt kein Argument gegen die Stadtbahn, für mich persönlich sogar vertretbar. Wenn man aber nach Berlin schaut, wo ein paar hundert Meter Fußgängerzone in der Friedrichstraße schon für Schnappatmung führen, sollte man auch bei einer Stadtbahn das Gesamtsystem Verkehr (wozu leider auch das Auto gehört) betrachten. (Wie gesagt, dass soll jetzt nicht stadtbahnfeindlich sein, sondern lediglich zeigen, dass es nicht ganz so einfach ist.)

Mir ist noch nicht ganz klar, WER den Verkehrsentwicklungsplan erstellt bzw. wer daran beteiligt ist. Hier müssen ja alle Personen, die sich in irgendeiner Form bewegen, sowie der Waren- und Güterverkehr berücksichtigt werden. Sind denn auch die Verbände und alle Parteien beteiligt? Es nützt ja nichts, wenn Rot/Grün bzw. die sogenannte Verkehrswendebehörde im stillen Kämmerlein etwas ausarbeitet, was spätestens nach der nächsten Wahl ganz schnell wieder verbuddelt wird.

Ich habe das Thema bereits in Kommentaren zu anderen Artikeln angesprochen: Dass Hamburg seit über einem Jahrzehnt keinen Verkehrsentwicklungsplan hat, ist ein politisches Armutszeugnis. Wenn das Ding jetzt nach 13 Jahren endlich kommt, bin ich geneigt zu sagen – leider 13 Jahre zu spät. Schadenfreude kommt da nicht auf. Es ist einfach nur unfassbar bedauerlich, wie Verkehrsentwicklung die letzten 2 Jahrzehnte in Hamburg praktiziert wurde, mit Nachteilen für die gesamte Stadt.
Das Kind ist ja, wenn man sich die letzten Wochen so anschaut, bereits vor einiger Zeit in den Brunnen gefallen. Hamburg hat sich – zum wiederholten Male, der Beitrag zeichnet das ja schön nach – in eine Verkehrsentwicklungssackgasse manövriert.

Egal ob die U5 nun vollständig gebaut wird oder nicht – wirklich gut ist beides nicht. Die Nachteile von Weiterbau und Abbruch wurden hier ja schon zur Genüge von anderen durchgespielt, das muss ich nicht wiederholen. Das Tragische daran ist: Leider haben beide Seiten Recht.

Hamburg verliert im internationalen Vergleich immer mehr an Lebensqualität, und das liegt meiner Meinung nach zu großen Teilen an der Art und Weise, wie in dieser Stadt mit Mobilität und Verkehr umgegangen wird. Wie teilweise von einigen teils hochdotierten Akteuren agiert und kommuniziert wird, grenzt ja bisweilen an Trumpismus und Fake-News und ist einem seriösen und fachlich fundierten Umgang mit der Thematik einfach nur unwürdig. Als Verkehrsplaner muss man sich oft Witzchen und Spott anhören, sobald man erzählt, dass man aus Hamburg kommt. Mir ist nur leider langsam wirklich nicht mehr zum Lachen zumute. Ja, keine Frage, schwierig ist die Verkehrswende mit dem aktuellen Verkehrs- und Planungsrecht überall in Deutschland. Was in Hamburg passiert, ist aber wirklich nicht mehr schön.

Ich bin (seit Jahren) sehr gespannt auf den neuen Verkehrsentwicklungsplan. Meine Befürchtung ist jedoch, es ist nicht nur zu spät, es ist auch zu wenig. Ich fürchte, auch das wird nicht der große Wurf werden, der für die Zukunftsfähigkeit dieser Stadt im Wettbewerb mit anderen europäischen Großstädten nötig wäre. Ich hoffe, ich irre. Ansonsten wird sich der Abwärtstrend wohl fortsetzen und immer mehr Städte ziehen an Hamburg vorbei, welches im Stillstand und Stau verharrt.

Schnell und effizient könnte die Verkehrswende mit einer Umverteilung von Verkehrsflächen weg vom Kfz-Verkehr hin zu Grünräumen, Rad- und Fußverkehr und vor allem dem Bus in Form von BRT/BHNS-Systemen geschehen. Wie das zum Beispiel aussehen könnte, habe ich hier einmal genauer ausgeführt:
https://www.arnewitte.de/2023/05/17/ein-brt-system-fuer-hamburg/
Bis zur Zielmarke 2030 wäre so noch einiges zu schaffen.

Naja, wenn man nur in Hamburg unterwegs ist, kann man natürlich denken, man müsste sich Spott und Witzchen anhören. Ist man dann aber in München, Stuttgart, Berlin, Köln oder Frankfurt, läuft’s aus deren Sicht nirgends so schlecht wie bei sich selbst, während einem in anderen Städte spannende Projekte einfallen, die man auch gerne hätte.

Und Abwärtstrend, nunja, das ist auch lustig, da erst kürzlich die BVM Daten herausgegeben hat, wonach (u.a. aufgrund von Homeoffice) der MIV drastisch eingebrochen ist, während der Umweltverbund leicht steigen konnte; nicht nur bei den modalgesplitteten Wegen, sondern auch bei der Verkehrsleistung.

Ein BRT- oder auch BHNS-System wäre aber tatsächlich eine wünschenswerte Sache und wird ja auch untersucht, wenn auch eher als Radial- und nicht als Tangential- oder Ringverbindung. An sich ist es nun aber auch nicht so, dass wir im Bezirk Eimsbüttel nun völlig unterversorgt mit U-Bahnen, Bussen und Radinfrastruktur wären. Daher finde ich die Grafik ganz chic, aber beim regelmäßigen Chaos ist ein Blick nach Bergedorf, Harburg, Wilhelmsburg oder Lurup wohl eher zu priorisieren, auch wenn ich weiß, dass diese Gegenden politisch ganz unten in der Nahrungskette sind. Zur Osterstraße ist der Pressetermin dann auch nicht so weit wie zur Lüneburger Straße und hübscher ist es auf den Fotos ja auch. Gern mit ein paar Bienchen aufm Haltestellendach.

Schön, dass du es mal geschafft hast, nicht persönlich ausfallend zu werden.
Ich kann nur von meinen Erfahrungen sprechen, wenn du andere machst – voll okay. Wie du darauf kommst, ich wäre nur in Hamburg unterwegs, bleibt dein Geheimnis. Das Gegenteil ist der Fall.
Zum Rest: Warum redest du vom Bezirk Eimsbüttel? Hat das was mit meinem Post zu tun, oder ist das die übliche Nebelkerze aus Lokstedt? Ein Blick auf die Karte und ein bisschen Kenntnis der Bezirksgrenzen zeigt doch ganz deutlich, dass der allergrößte Teil der skizzierten Linie durch andere Bezirke führt. Mal ganz davon abgesehen, dass im Artikel ja auch betont wird, dass das nur eine exemplarische Linie ist und das Konzept auch anderswo in Hamburg zur Anwendung kommen sollte. Insofern schön, dass du meine im Artikel beschriebenen Gedanken unterstützt, ich bin da ganz bei dir.
Ansonsten ist natürlich fraglich, ob der coronabedingte/Home Office Rückgang des MIV als Erfolg der Hamburger Verkehrspolitik zu verbuchen ist. Aber ja, es ist natürlich grundsätzlich schön, wenn der Umweltverbund steigt. Wenn sich das auch noch mehr in der baulichen Realität der Hamburger Stadtstraßen manifestieren würde, wäre es umso schöner.

„nicht persönlich ausfallend zu werden … die übliche Nebelkerze aus Lokstedt“

Es ist immer witzig, wenn man Leuten Dinge vorwirft, die man selbst wie kein anderer praktiziert. Nenn doch mal ein einziges Beispiel, wo ich ausfallend dir gegenüber wurde, während du fachfremd zigfach nur ad hominem geschimpft hast und stets keine sachlichen Argumente finden konntest. 😉

Der Bezirk ist ein Beispiel, warum es wenig Bedarf für so ein Großprojekt gibt. Das ist doch in Altona, Winterhude, Barmbek oder Wandsbek nicht anders. Eine Ringverbindung ist kein Selbstzweck, auch wenn sie hübsch gezeichnet werden kann. Die Quell-Ziel-Verkehre sind in Hamburg nun mal anders als in anderen Städten.

„Ansonsten ist natürlich fraglich, ob der coronabedingte/Home Office Rückgang des MIV als Erfolg der Hamburger Verkehrspolitik zu verbuchen ist.“

Es ist jedenfalls kein Stillstand, der Stau verursacht. Damit widerspricht auch dies deiner Behauptung. Die Ausweitung des Homeoffice wirkt sich ja auch auf den Umweltverbund aus. Zudem empfehle ich, bei den Fakten zu bleiben. Der MIV ging um fast 30% zurück. Das erklärt sich nicht alleine mit der Zunahme vom Homeoffice, zumal bekanntlich (jedenfalls unter Fachleuten) Arbeitswege nur einen kleinen Teil aller Pkw-Fahrten ausmachen. Sag nicht ich, sondern das Bundesverkehrsministerium. Don’t shoot the messenger.

Natürlich ist der Ring kein Selbstzweck. Ich denke, der Text begründet das hinreichend.
Zum Rest: gähn 🥱 wieder nur das übliche Blabla. Ich bin ja nun nicht der einzige hier, der sich an deinem schlechten Umgangston und deiner Unsachlichkeit stört. Was an „Nebelkerze“ ausfallend, weißt vermutlich auch nur du. Ganz schön sensibel für jemanden, der so austeilt wie du.
Und naja, Fachfremdheit muss ich mir von irgendeinem anonymen Typen aus dem Internet auch nicht vorwerfen lassen. Also viel Spaß beim weiteren Trollen, du zeigst leider mit deinen beiden Posts wieder nur, dass dir an einem sachlich konstruktiven Austausch nichts gelegen ist.

Ein wirklich interessanter Ansatz und letztlich auch realistischer und zielführender als der Wunsch nach der Wiedereinführung einer Straßenbahn. Ob ein BRT nun auf der Schiene oder als Bus fährt, hinge auch davon ab, was weniger wartungsintensiv ist. Letztlich wird man aber in Hamburg ein solches System nicht einführen, weil der Ruf der größten Autofahrerstadt in Europa in Gefahr geriete. In Brisbane geht man sogar noch ein Stück weiter und baut Tunnel in der Innenstadt und die Busse sind technologisch wie schienengebundene Systeme. https://www.brisbane.qld.gov.au/traffic-and-transport/public-transport/brisbane-metro

Es scheitert ja schon viel mehr am Bedarf. Zudem sind BRT sehr betriebsintensiv. Wenn die Hamburger VU schon heute ihr jetziges Angebot kaum gewährleisten können, da es an Fahrern und Fahrzeugen mangelt und sich dies perspektivisch noch verschlechtert, sind solche Phantasien aus dem Crayonista-Malkasten ganz spannend, aber sowohl in Theorie als auch Praxis unrealistisch. Da müsste man sich schon auf wirtschaftliche Relationen konzentrieren und eher in Richtung BHNS gehen, was weniger personalintensiv ist und zugleich einen stadtplanerischen und städtebaulichen Gewinn darstellt. Der bestehende Raum wird ja gerne schnell vergessen, wenn der Buntstift über einen Stadtplan huscht.

Dir ist als Verkehrsexperten aber schon klar, dass die Hamburger VU deutlich weniger Personal und Fahrzeuge im Vergleich zum Status Quo auf den dort verkehrenden Linien benötigen, wenn die Busse dort schneller und stabiler durchkommen, oder?
Naja, hauptsache mal wieder „Crayonista“ gesagt 🥱

Ach Lokstedter, diese Debatten mit dir finde ich einfach wahnsinnig frustrierend. Ich begreife einfach nicht, was dieses überhebliche Gestänker von dir hier immer soll und was dir das bringt. Es ärgert und es beschäftigt mich jedes Mal und daher nochmal dieser Nachtrag.
Du hast doch ganz offenkundig den verlinkten Beitrag gar nicht vollständig gelesen, die in deinen Beiträgen thematisierten Kritikpunkte gehen jedenfalls am Thema vorbei. Du kritisiert hier scheinbar einfach mal wieder nur um des Krawallmachens Willen, ohne dich wirklich mit dem verlinkten Beitrag auseinandergesetzt zu haben.
Das macht die Sache einfach unnötig anstrengend. 90 % deiner Beiträge sind einfach nur Diskreditierungen und Verunglimpfung der anderen Debattenteilnehmer durch irgendwelche Schlagworte („fachfremd“, „Crayonista“, „Nimbys“, was auch immer dir gerade so einfällt). Eigentlich können alle außer du nur dumme, bunte Linien auf Pläne zeichnen, du bist der einzige der Ahnung hat. Nur leider enthalten deine Beiträge nie viel mehr außer „was ihr sagt ist doof und falsch“. Dabei sagst du nicht mal mehr wirklich, warum alle anderen doof sind. Deine Kritik versteckt sich meist hinter Verunglimpfungen, ein paar Fachwörtern und Allgemeinplätzen, wird aber aber selten konkret. Deine Argumente sind am Ende immer wieder die gleichen: ihr seid alle fachfremde Crayonistas und deswegen ist falsch, was ihr sagt. Wie es deiner Meinung nach richtig wäre, führst du natürlich eh nicht aus. Nach „ihr seid alle unwissend“ enden deine Beiträge nämlich meist. Damit vergiftest du die Diskussionskultur hier. Warum tust du das?

Ich gelobe Besserung und habe mir vorgenommen, einfach nicht mehr auf die Sticheleien einzugehen und in Zukunft direkt nur noch konkrete Antworten von dir zu verlangen. Alles andere ist ja eh vergebens.
Also fangen wir doch hier direkt mal an – werd doch einfach mal konkret und beantworte die folgenden Fragen:

1. Ich unterstelle, dass du Bedarf gleichbedeutend mit Verkehrsnachfrage verwendest. Erläutere bitte insbesondere vor dem Hintergrund, dass es eine sehr hohe Verkehrsnachfrage im Kfz-Verkehr entlang der skizzierten Relation gibt, warum dies im ÖPNV nicht der Fall sein soll und es daher entlang der Relation keinen Bedarf an einem hochwertigen Angebot gibt. Falls du mit Bedarf nicht Verkehrsnachfrage meinst, erläutere bitte zunächst, was du mit „Bedarf“ konkret meinst und erläutere danach, warum es ihn dort deiner Meinung nach nicht gibt.
2. Was meinst du konkret mit deinem nebulösen „weil die Quell-Ziel Verkehre in Hamburg anders sind als in anderen Städten“. Das ist steng genommen natürlich eine Binsenweisheit – natürlich sind sie das nicht, Verkehrnetze und Topografien sind in unterschiedlichen Städten zu unterschiedlichen Zeitpunkten natürlich nie identisch. Du kannst ja aber unmöglich diese Binsenweisheit meinen und spielst hier ja auf grundsätzliche Zusammenhänge an – was ist denn in Hamburg so grundsätzlich anders an den Quell-Ziel-Verkehren als anderswo? Was meinst du damit konkret?
3. Es gibt also dir zufolge entlang des Ring 2 entlang der verdichtetsten Bereiche Hamburgs keinen Bedarf an einem solchen System und ein wirtschaftliches Betreiben einer solchen skizzierten Linie ist dort nicht möglich. Bitte erkläre, wo es dann in den von dir genannten Stadtteilen wie z.B. Bergedorf, Harburg oder Wilhelmsburg der Fall wäre und entlang welcher Korridore. Leite dabei bitte insbesondere her, warum dort ein höherer verkehrlicher Bedarf besteht und warum der Betrieb wirtschaftlicher wäre als im Vergleich zu entlang des Ring 2. Erläutere bitte auch, was konkret du mit „wirtschaftlich“ meinst.
4. Erkläre bitte, warum das skizzierte System wie du schreibst in Praxis und Theorie unrealistisch ist, weil BRT so betriebsintensiv ist und der Mangel an Fahrzeugen und Personal so groß ist. Gehe dabei bitte insbesondere darauf ein, wie und warum durch die Einführung solcher Systeme im Vergleich zum bestehenden Busverkehr entlang mehr Personal und Fahrzeuge gebraucht werden würden und warum die Umsetzung des Konzepts im Gegenteil nicht vielmehr zu einer Freisetzung von Fahrzeugen und Fahrpersonal führen würde. Meine Erfahrung mit VHH und Hochbahn nehme ich eher so wahr, dass die sich sowas für den Busverkehr sehr wünschen würden – eben aus dem Grund, weil es einen viel effizienteren Einsatz von Personal und Fahrzeugen bedeutet. Warum glaubst du das Gegenteil?

Die Fragen kannst du gerne in dieser Gliederung beantworten. Werd bitte konkret, dann reden wir weiter. Wir hatten das hier ja schon oft genug. Du wirfst zwar gerne mit Fachbegriffen um dich und wirfst anderen Leuten vor, keine Ahnung zu haben und fachfremd zu sein. Wenn es dann aber konkret wird kam von dir außer Schweigen leider nichts mehr. Vielleicht ist es ja diesmal anders und du bringst was mit Substanz? Ich lerne wie gesagt gerne dazu. Schieß los.

Was die Entwicklung der Verkehrsleistung angeht: ich würde sagen, da reden wir nochmal drüber, wenn die Ergebnisse der nächsten MiD da sind. Ist ja nicht mehr lange hin. Die wird unabhängig von einer der TU9 Unis gemacht. Und wenn ich mich recht an einen deiner früheren Posts hier erinnere, ist für dich ja alles andere eh nur unprofessioneller Humbug, dem nicht zu glauben ist. Das dürfte ja also eigentlich ganz in deinem Sinne sein. Ich freue mich natürlich sehr, wenn darin dann die Zwischenergebnisse der von der BVM in Auftrag gegebenen Studie bestätigt werden. Das meine ich ganz ehrlich, ich hoffe, du hast in dem Punkt Recht.

Hm, also noch immer kein Link, wo ich ausfallend Dir gegenüber geworden sein soll. Stattdessen soll ich Studien, wie jene der BVM, als stets unprofessionellen Humbug bezeichnet haben, dem man nicht glauben darf. Natürlich auch ohne Quellenangabe. Du kannst Dir vielleicht denken, dass mein Gesprächsbedarf auf so einer Grundlage eher gering ist. Und tut mir leid, wenn ich nochmal einen Fachbegriff nutzen muss: das ist ein Argumentum ad hominem nach dem anderen.

„Ich gelobe Besserung und habe mir vorgenommen, einfach nicht mehr auf die Sticheleien einzugehen und in Zukunft direkt nur noch konkrete Antworten von dir zu verlangen.“

Oder Du ignorierst mich einfach, so wie ich jetzt Deine Fragen. Mich verwundert nur der Angriffsstil, da ich selbst den Vorschlag eines besseren Bussystems für sehr wünschenswert erachte, aber aus besagten Gründen andere Relationen für wichtiger erachte. Dass man daraus gleich einen Boxkampf eröffnen muss, weil man von einem Adjektiv getriggert wurde, uff…

Uff, Lokster…
wirklich schade. Das wäre mal eine Chance gewesen zu zeigen, dass du mehr kannst. Jetzt steht da ja wieder nur inhalts- und zusammenhangsloser Text von dir, garniert mit ein paar Fachwörtern und Ausreden, warum du inhaltlich nicht antwortest.

Ich führe die Liste mit Fragen an dich einfach mal weiter.
5. Ich habe mich ganz allgemein darüber gefreut, dass mal ein Beitrag von dir kam, in dem du nicht persönlich ausfallend wurdest. Ich habe das im Nachgang nochmal konkretisiert und deutlich gemacht, dass es nicht um mich persönlich geht, in dem ich dich darauf hingewiesen habe, dass ich hier wahrlich nicht der einzige bin, mit dem du aneindergerätst. Warum also konstruierst du erst eine Aussage, um sie mir dann in den Mund zu legen und einen Beleg dafür zu verlangen? Warum beschäftigst du dich nicht einfach mit den inhaltichen Aspekten, statt dir solche Mühen zu machen, vom Thema abzulenken?
6. Dir liegt ein umfassender Blogbeitrag vor, voll mit Fachdaten, Argumenten samt Begründungen. Den hast du ja nachvollziehbar angeklickt, bekannt ist er dir also. Zusätzlich hast du einen Katalog an inhaltlichen Fragen. Wie kommst du auf den Vorwurf, ich argumentiere ad hominem? Erkläre es mir bitte. Aber fang doch erstmal mit den Fragen 1-4 an 🙂

Es ist wirklich merkwürdig, dass dich der Angriffsstil wundert. Ist Fragen stellen für dich schon angreifen? Du bist doch hier immer derjenige, der angreift (siehe beispielsweise auch Zitat unten). Du wirfst hier immer mit „ad hominem“ um dich und bist aufs peinlichste berührt, sobald jemand dir kontra gibt. Dabei ist so ziemlich jede Replik von dir ad hominem par excellence. Und tja, mehr kommt dann von dir auch nicht.
Guck dir deine Antworten hier doch mal an. Da gibt es so gut wie nie eine inhaltliche Begründung. Das Schema ist immer gleich und folgt dem Muster „Nette Phantasien, aber das ist totaler Unfug. Kommt halt von einem fachfremden Crayonista, der ein bisschen mit Buntstifen auf dem Stadtplan rummalt“. Du schreibst nicht „Dafür gibt es keinen Bedarf, weil…“. Du schreibst nicht „Das ist nicht wirtschaftlich, weil…“. Du schreibst nicht „Die Quell-Ziel-Verkehre in Hamburg sind andere, weil…“. Nein, du schreist im Wesentlichen immer nur „Ist Quatsch, weil fachfremd und Crayonista“.

Von daher mutet dein „aber aus besagten Gründen andere Relationen für wichtiger erachte“ wirklich absurd an – ja, welche Gründe hast du denn besagt? Ich kann keine finden. Und auf Nachfrage nach genau diesen Gründen bist du ja auch nicht in der Lage, welche zu bringen. Stattdessen legst mir irgendwelche Worte in den Mund und spielst beleidigte Leberwurst.
Weißt du, das Problem ist nicht, dass ich von einem Adjektiv getriggert werde. Du hast hier meine Arbeit kritisierst, das ist völlig legitim. Ich möchte durch Kritik aber auch dazulernen. Das ist bei dir aber völlig unmöglich. Du kritisierst nur um des Krawallmachens Willen ohne Sinn und Substanz. Wenn man konstruktives von dir einfordert, kommt einfach nichts. Das Problem ist das Prinzip Lokstedter, das du hier immer wieder bringst. Wie gesagt: Du vergiftest hier in so ziemlich jeder Antwort, die du verfasst, nach dem selben Schema und ganz offensichtlich mit Absicht das Diskussionsklima. Und wenn du darauf hingewiesen wirst und mal mit konkretem und konstruktivem kommen sollst, bist du beleidigt und weichst aus. Das ist es, was mich stört. Warum tust du das?

Zum Rest noch ein Zitat von dir. Lokstedter, 22.12. 2020 als Replik auf einen anderen Nutzer:
„Das würde nicht einmal an einer Provinz-FH im Osten, die jeden Studenten aufgrund der innerdeutschen Steuerumverteilung halten will, als Hausarbeit im ersten Semester durchgehen lassen.
Für die Bewertung der U5 also auf mehreren Ebenen völlig bedeutungslos. Hauptsache man kann “es gibt da eine Studie” aufm Podium von sich geben.
Fun fact: sie beinhaltet Zitate von grünen Politikern und wurde von drei politischen Aktivisten erstellt, um sie dann vom BUND und den GRÜNEN veröffentlichen zu lassen. “Lesenswert” heißt da wohl nur, dass einem das vorher bereits festgelegte Fazit gefällt und nicht, weil’s fachlich überzeugt. Aber erkläre das mal bspw. unseren Tram-Nostalgikern. Die schlucken ja alles, was dogmatisch und ideologisch passt. Eine bunte Kindergartenpräsentation auf wenigen Seiten. “Studie” würde dazu kein Akademiker sagen. Beauftragt doch mal unabhängige Verkehrswissenschaftler eines TU9-Hochschulinstituts, z.B. aus Dresden, Aachen, Berlin oder Braunschweig.“

Reicht dir das als Beleg? Es ist doch schon absurd genug, dass ich dir das belegen soll. Das weißt du doch auch selbst gut genug, du bist doch derjenige, der das schreibt – warum soll ich dir das noch mit Zitaten belegen? Und naja, ich könnte hier noch etliche solcher Zitate bringen.
Das soll deiner Auffasung nach nicht diffamierend und nicht ausfallend sein? Aber vom Begriff „Nebelkerze“ fühlst du dich dann persönlich angegriffen und verweigerst jede weitere inhaltliche Aussage? Kann es sein, dass du einfach nur Gründe suchst, inhaltlich auszuweichen, weil du schlicht nichts liefern kannst und den Mund vielleicht mal wieder etwas zu voll genommen hast? Ansonsten kann ich mich nur wiederholen: Warten wir doch einach die nächste MiD ab. Das sollte ja getreu deiner Worte ganz in deinem Sinne sein. Wie gesagt: Ich freue mich, wenn du Recht behältst und die Ergebnisse der BVM-Studie bestätigt werden.
Und damit verabschiede ich mich hier. Es sei denn natürlich, du kommst doch noch mit einer plausiblen und solide argumentierten Replik auf den dir hier vorliegenden Fragenkatalog, dann antworte ich bestimmt nochmal. Hoffen darf man ja noch, dass vielleicht irgendwann mal etwas konstruktives von dir kommt. Es wundert mich wirklich, dass du hier überhaupt noch antwortest, ohne auf die Fragen zu antworten. Das würde ich ja an deiner Stelle nicht tun, wird doch nur peinlich.
Ansonsten liest du von mir bestimmt mal wieder, wenn du hier in anderen Beiträgen das Prinzip Lokstedter weiter durchziehst.

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