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Hauptbahnhof-Ausbau: „Wir brauchen einen schlankeren Planungsansatz“

Der Pariser Architekt Hans-Michael Földeak im NAHVERKEHR HAMBURG-Interview darüber, dass der geplante Ausbau des überlasteten Hauptbahnhofs den Reisenden wohl erst in den 2040er Jahren Vorteile bringen wird und mit welchem Gegenentwurf sich die Probleme aus seiner Sicht deutlich schneller und günstiger lösen ließen.

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Vier zusätzliche Bahnsteigtreppen am Hamburger Hauptbahnhof sind bereits montiert - die fünfte fehlt - und zwar noch viele Monate lang.
Vier zusätzliche Bahnsteigtreppen am Hamburger Hauptbahnhof sind bereits montiert – die fünfte fehlt – und zwar noch viele Monate lang.

Dass der Hamburger Hauptbahnhof völlig überlastet ist und dringend erweitert werden muss, ist seit mehr als zehn Jahre klar. Mit täglich rund 550.000 Fahrgästen ist er der meistgenutzte Bahnhof Deutschlands. Nur der Gare du Nord in Paris hat europaweit noch höhere Passagierzahlen.

Und wie der ausgebaute Hauptbahnhof in Zukunft aussehen soll, steht auch bereits fest: Die historische Halle mit ihrer Spannweite von mehr als 70 Metern soll im Süden durch einen quer zu den Gleisen stehenden Anbau erweitert werden – mit einer riesigen Glas-Stahl-Konstruktion, die die gesamte Steintorbrücke überspannen wird. Die Straße soll in Zukunft zu einer Kommunaltrasse werden, auf der nur noch Busse und Taxis fahren dürfen.

Auf der Ostseite soll ein Teil des Hachmannplatzes mit einer neuen „Markthalle“ überbaut werden, die die Eingänge zu Wandelhalle und Südsteg miteinander verbindet. So sehen es die Entwürfe des Büros bof Architekten aus Hamburg und des Berliner Landschaftsarchitekten hutterreimann vor, die Ende 2021 aus 30 eingereichten Ideen zum Sieger eines städtebaulichen Wettbewerbs zur Erweiterung des Hamburger Hauptbahnhofs ernannt wurden.

Der Siegerentwurf für den geplanten Ausbau des Hamburger Hauptbahnhofs sieht einen großen gläsernen Anbau auf der Steintorbrücke vor. Der Pariser Architekt Hans-Michael Földeak hält diese Halle für nicht notwendig und zeigt im Interview Pläne für eine günstigere Alternative.
Der Siegerentwurf für den geplanten Ausbau des Hamburger Hauptbahnhofs sieht einen großen gläsernen Anbau auf der Steintorbrücke vor.
Lageplan: So soll der ausgebaute Hamburger Hauptbahnhof laut Siegerentwurf aussehen (zum Vergrößern bitte hier klicken).
Lageplan: So soll der ausgebaute Hamburger Hauptbahnhof laut Siegerentwurf aussehen (zum Vergrößern bitte hier klicken).

Die Jury war prominent besetzt mit Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks, Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt, Oberbaudirektor Franz-Josef Höing und leitenden Vertreterinnen und Vertretern der Deutschen Bahn.

Auch das Pariser Büro fbcc unter der Leitung von Hans-Michael Földeak zusammen mit ihren Partnern SSF und AREP hatte sich an dem Wettbewerb beteiligt. Der Entwurf war allerdings schon in der ersten Runde vom Preisgericht aussortiert worden; das Büro hatte bewusst zentrale Anforderungen der Ausschreibung nicht eingehalten.

So sehen die Entwürfe des Pariser Architekturbüros aus

Im NAHVERKEHR HAMBURG-Interview spricht der Architekt über die Gründe, über die Anforderungen an Bahnhöfe der Zukunft, über Nutzerzentrierung und Agilität bei der Verkehrsplanung, wieso der Ausbau des Hauptbahnhofs in seinen Augen nicht ganzheitlich genug geplant ist und warum es sich lohnt, seine Alternative zum Siegerentwurf doch noch einmal genauer anzuschauen.

NAHVERKEHR HAMBURG: Wieso haben Sie die Kriterien des Wettbewerbs bei Ihrer Einreichung ignoriert?

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Christian Hinkelmann, Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG

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