Henstedt-Ulzburg will einen U-Bahn-Anschluss

Fährt die Hamburger U-Bahn in Zukunft vielleicht bis nach Ulzburg-Süd? Die Bürgermeister von Norderstedt und Henstedt-Ulzburg wollen sich für eine entsprechende Verlängerung der Hamburger U-Bahnlinie U1 über Norderstedt Mitte hinaus einzusetzen. Bisher fährt dort die AKN. Das berichtet das Hamburger Abendblatt in seiner heutigen Norderstedt-Ausgabe.
AKN-Fahrzielanzeiger an einer Haltestelle der A2 Richtung Ulzburg Süd

“Eine Verlängerung macht nur dann Sinn, wenn sie gleich bis Ulzburg-Süd durchgeführt wird”, so Henstedt-Ulzburgs Bürgermeister Stefan Bauer zu der Zeitung.

Er will die U-Bahn in Ulzburg-Süd mit der geplanten S-Bahn verknüpfen, die ab 2020 auf der heutigen AKN-Linie A1 von Hamburg bis nach Kaltenkirchen fahren soll.

Wie realistisch dieser Wunsch ist, bleibt abzuwarten. Das Land Schleswig-Holstein hat zumindest andere Pläne und will statt der U-Bahn lieber eine durchgehende AKN-Linie von Norderstedt-Mitte über Ulzburg und Kaltenkirchen bis nach Neumünster einrichten, sobald zwischen Eidelstedt und Kaltenkirchen eine S-Bahn fährt.

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9 Antworten auf „Henstedt-Ulzburg will einen U-Bahn-Anschluss“

So unrealistisch ist dieser Wunsch gar nicht, schließlich gibt es auf der ANB-Strecke, seit Januar 2015, nur noch 3 Bahnübergänge. Diese auch noch zu beseitigen dürfte nicht so schwer fallen. Eine durchgehende U-Bahn Ulzburg Süd – Hamburger Innenstadt dürfte neue Kundschaft locken, die das Umsteigen in Norderstedt Mitte abschreckt.

Wenn es wirklich so kommen sollte (U1 nach H-U), dann bin ich dafür, die U1 auf zu splitten. ie u1 ist in meinen augen eh schon zu lang, und daher ist eine aufsplittung ratsam, evtl bis hauptbahnhof, und dann aus der u1, eine u1 und u6 bzw u11 machen

Ein Ausbau der A2 bis nach Henstedt Ulzburg ist so einfach dann doch nicht. Bis Ulzburg Süd gibt es wenig Probleme, von da an müsste aber eine komplett neue Trasse für die U-Bahn angelegt werden bis nach Henstedt Ulzburg. Wesentlich kostengünstiger wäre da ein verkürzter Ausbau bis nach Ulzburg Süd mit Umsteigemöglichkeit in die S-Bahn.

Für die geplante S-Bahn wäre eine U-Bahn in Ulzburg allerdings fatal. Die Fahrzeit z.B. zum Jungfernstieg dürfte mit der U-Bahn kürzer sein, als mit der S-Bahn. Das würde den Entwicklungsprognosen sehr im Wege stehen, unsere emsigen Verkehrsplaner wird dass allerdings nicht weiter stören.

Das dabei ganz nebenbei ein gesundes Unternehmen wie die AKN mehr oder weniger zerschlagen wird, stört ja auch niemanden. Kollateralschaden nennt man das dann später.

@ Exil-Preusse
Ich sehe keinen nennenswerten Grund, warum man die Linie U1 aufteilen sollte. Eine Linie wird im allgemeinen gesplittet, wenn sie zu störanfällig wird, was man von der U1 nicht behaupten kann. Natürlich wird niemand (außer den Bahnfreunden unter uns) die gesamte Strecke in einem Mal fahren, aber es gibt genug Leute, die ganze Abschnitte der U1 fahren, für die es sehr unvorteilhaft wäre, umsteigen zu müssen. Außerdem, wo sollte man die U1 trennen ? Am Hauptbahnhof können die Züge nicht wenden, sie weiterfahren zu lassen mit einer anderen Liniennummer ist unsinnig und bringt nur Verwirrung für die Fahrgäste.

So schön das wäre, die Haltestellen dort haben ein Einzugsgebiet von höchstens 10.000 Menschen. In Wandsbek gibt es ein Einzugsgebiet von über 100.000 Menschen, die innerstädtisch in dichtester Bebauung mehr als 2km bis zur nächsten Haltestelle entfernt wohnen. Vielleicht könnte man die alte, ursprünglich geplante Trassenführung der U1 rauskramen und eine Abzweigung ab Wandsbek Markt über Hinschenfelde und dann nach Jenfeld machen. Das würde mehr Sinn machen.

@Wandsbeker:

“Das würde mehr Sinn machen.”

Sehr gut!
Aber schwachsinnig. Wir reden hier über den ÖPNV Hamburgs: Da machen wir besser zwei pfeilschnelle Buslinien mit Superbordsteinhaltestellen hin, dann reicht das sogar für noch weitere 100.000 Einwohner!

@Günther Behrendsen

In dem Artikel steht nichts von “Henstedt-Ulzburg”, dort wird ausschliesslich über “Ulzburg SÜD” gesprochen…

Thema Fahrtzeit, IST-Zustand: Ulzburg-Süd -> Jungfernstieg mit der A2 und U1 über Norderstedt: 50 Minuten, mit der A1 und S3 über Eidelstedt: 52 Minuten. Damit ist das Thema Fahrtzeit also nicht länger relevant. Es wird dann einzig und allein um die “Sympathie” des Verkehrsmittels gehen.

wer schonmal regelmäßig von Barmbek nach Ulzburg (und zurück) musste, wird sich über einmal weniger umsteigen freuen. Für die Verbindung sind zur Zeit sage und schreibe 4 Züge nötig.

Ob man die U1 nun irgendwo trennen muss, weiß ich nicht. Aber die letzten paar Haltestellen der Alsternordbahn darf sie gerne noch dazubekommen. Oder man verlängert die AKN wieder bis Ohlsdorf, aber das wäre insgesamt ein rückschritt

Einmal umsteigen entfällt sowieso, da mit Inbetriebnahme der S21 nach Kaltenkirchen die AKN Linie 1 von Norderstedt Mitte nach Neumünster führen wird. Heißt in deinem konkreten Fall: 2 mal umsteigen statt 3 (Ohlsdorf, Norderstedt Mitte)… wenn die U1 bis Ulzburg Süd erweitert wird, müsste man für eine Station nach Henstedt Ulzburg auch noch einmal umsteigen. Also gleich oft…

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