Hochbahn bekommt von Stadt Hamburg Finanzierungszusage für U5

Nach dem politischen Grundsatzbeschluss hat die Hochbahn von der Verkehrsbehörde eine offizielle Finanzierungszusage zum Bau des ersten U5-Abschnitts bekommen.
So soll der U-Bahnhof Sengelmannstraße nach dem Bau der U5 künftig aussehen
So soll der U-Bahnhof Sengelmannstraße nach dem Bau der U5 künftig aussehen
Foto: Hochbahn

Der Bau des ersten Teilstücks der U-Bahnlinie U5 ist ein bisschen näher gerückt. Nachdem die Hamburgische Bürgerschaft vor drei Wochen grundsätzlich den Bau und die Finanzierung des 5,8 Kilometer langen Abschnitts zwischen der City Nord und Bramfeld beschlossen hatte (siehe hier), hat die Hochbahn gestern von Verkehrssenator Michael Westhagemann (parteilos) nun den entsprechenden Zuwendungsbescheid überreicht bekommen.

Mit der Übergabe dieses Bescheids sichert der rot-grüne Senat dem stadteigenen Verkehrsbetrieb die Finanzierung des Bauvorhabens zu. “Darum freue ich mich, dass wir mit der Übergabe dieses Zuwendungsbescheides für die Realisierung des ersten Abschnittes der U5 eine grundlegende Voraussetzung für den Ausbau des Hamburger Schnellbahnnetz gelegt haben”, erklärte Westhagemann gestern bei der Überreichung.

Stadt sichert bis 2033 mehr als 1,7 Milliarden Euro zu

Das große Geld fließt damit aber noch nicht. Die Stadt hat bisher nur eine so genannte Verpflichtungsermächtigung über 1,714 Milliarden Euro in ihrem Haushalt für das aktuelle Jahr erstellt. Ausgezahlt werden in diesem Jahr lediglich 3,5 Millionen Euro und im kommenden Jahr 8,5 Millionen Euro für die Planung.

Größere Summen werden voraussichtlich erst ab 2021 fällig, wenn der tatsächliche Bau der U5 beginnen soll, wie aus der Bürgerschaftsdrucksache 21/18397 hervorgeht (siehe hier). Das Geld soll häppchenweise bis zum Jahr 2033 ausgezahlt werden und wird erst einmal von der Stadt Hamburg vorgestreckt. Inklusive Risikoaufschlag und aller Ausgaben, die bisher für die Planung ausgegeben wurden, wird die U-Bahn-Strecke zwischen der Ci…

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7 Antworten auf „Hochbahn bekommt von Stadt Hamburg Finanzierungszusage für U5“

„Nach Angaben der Hochbahn werden mit dem ersten Teilabschnitt der U5 mehr als 100.000 Anwohner und über 30.000 Arbeitsplätze an das Hamburger Schnellbahnnetz angeschlossen“

Warum erreicht der erste Abschnitt keinen NKF von 1?

Hm, kurze Teilstücke, schwach nachgefragt, die lt. HHA aber 100.000 Bewohner + 30.000 Arbeitsplätze anschließen. Da wird kein Schuh draus. Außerdem wird ja eine Verbindung zur U1 in die City hergestellt.
Ist die U Bahn für die effektiven Fahrgäste, also nicht die SPD/HHA Wunschvorstellungen, vielleicht zu teuer um einen NKF von mind. 1 zu erreichen?

Weil, das ist in Hamburg mehr als Naturgesetz eher kosmische Konstante, eine Schnellbahnlinie in ihre ganze Pracht ihrer gottgewollte Rolle übergehen kann, wenn sie mit aller Gewalt durch den Hauptbahnhof geprügelt wurde.
Und so senkt sich dann auch der NKF von 1 über die gottgleichen Lichtgestalten aus der Steinstraße.

„Der erste Abschnitt von rund 5,8 Kilometern Länge führt von Bramfeld über Steilshoop und Barmbek-Nord in die City Nord. Entlang der Strecke leben mehr als 100 000 Einwohner, und es sind Firmen mit mehr als 30 000 Arbeitsplätzen angesiedelt. Auf dem U5-Abschnitt werden rund 40 000 Fahrgäste pro Tag erwartet. “

Das empfinde ich nicht als „schwache“ Nachfrage auf dem kurzen Teilstück. 😉

Quelle: https://www.hamburg.de/nachrichten-hamburg/13338256/finanzierung-fuer-u5-stadt-uebergibt-finanzierungszusage/

Eine Kreuzung mit der S-Bahn ohne Umsteigemöglichkeit zu planen, ist unglaublich dumm. Solche Fehler hätte man vor hundert Jahren machen können, aber heute sollte man klüger sein. Kein Wunder, dass der Abschnitt nicht förderfähig ist.

Es wurde ja auch ein gemeinsamer halt am Rübenkamp untersucht. Allerdings hat dieser deutlich geringere Umsteigezahlen als vermutet ergeben und dafür wäre der große Schwenk der Linie inklusive deutlich höherer Kosten nicht gerechtfertigt.

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