Hochbahn nimmt Null-Emission-Busse auf Linie 109 in Betrieb

Auf der Linie 109 fahren ab sofort zwei vollständig emissionsfreie Gelenkbusse. Die Hochbahn hat die neuartigen Fahrzeuge gestern offiziell in Betrieb genommen. Die Batterie-Busse fahren voll-elektrisch – die nötige Energie liefert eine Brennstoffzelle.
Christian Hinkelmann
Hybridbus der Innovationslinie 109 am Dammtor in Hamburg
Ein Hybridbus der Innovationslinie 109 am Dammtor in Hamburg

Laut Hochbahn haben die neuen Busse vom Typ Solaris Urbino 18,75 electric eine Reichweite von mehr als 250 Kilometern. Ein Nachladen auf der Strecke ist nicht erforderlich. Angetrieben werden die Fahrzeuge von einem 240-kW-Elektro-Motor.

Bis zu 105 Fahrgäste können so schadstofffrei und geräuscharm befördert werden.

Stationiert auf dem Betriebshof Hummelsbüttel erfolgt das Aufladen der Batterien über Nacht. Mit Wasserstoff betankt werden sie an der Wasserstoff-Tankstelle in der HafenCity.

Während der Fahrt wird die Batterie über die Brennstoffzelle nachgeladen. Der Vorteil der Batterie (kostengünstiger Strom) wird laut Hochbahn ergänzt um den Vorteil der Brennstoffzelle (höhere Reichweite).

Die Busse werden vornehmlich auf der im Dezember eröffneten Hamburger Innovationslinie 109 eingesetzt und erprobt. Die Linie startet am Elektrobus-Terminal in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofs, fährt parallel zur Alster und dann in nördlicher Richtung bis zur Endhaltestelle in Alsterdorf. Dabei durchfährt sie zum Teil dicht besiedelte innerstädtische Wohn- und Arbeitsquartiere. Mehr als 15 000 Fahrgäste nutzen werktäglich diese wichtige Hamburger Buslinie.

Auf der rund zehn Kilometer langen Strecke fahren im Rahmen eines zweijä…

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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2 Antworten auf „Hochbahn nimmt Null-Emission-Busse auf Linie 109 in Betrieb“

Mich interessieren ja mal die Betriebskosten solcher Busse. Sind die etwas höher – oder doppelt so hoch? Müssen wir Fahrgäste diese Elektro-Hybird-Brennstoffzellen-Spielereien mitfinanzieren? Die Anschaffung der Busse wird über ein Bundesprogramm Elekromobilität bezuschusst, kein Unternehmen würde von sich aus solche Busse kaufen. Aber die laufenden Kosten?

Leider gibt es in Hamburg immer Jubelmeldungen – ohne dass die Rechnung präsentiert wird. Bei der U 5 ist es ganau so.

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