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Hochbahn testet seit heute Gelenkbus mit fünf Türen

So viele hat kein anderer: Die Hochbahn testet seit heute einen neuen Gelenkbus mit fünf Türen. Der knapp 19 Meter lange "Lion's City GL" des Herstellers MAN ist speziell für hochwertige Bus-Rapid-Systeme (BRT) entwickelt worden.
Christian Hinkelmann
Metrobus 5 am Dammtor in Hamburg
Ein Metrobus der Linie 5 fährt auf einer Busspur am Feierabendstau in der Edmund-Siemers-Allee in Hamburg vorbei.

Heute Vormittag fand die Premierenfahrt auf der Metrobuslinie M6 mit geladenen Gästen statt.

Mit dem neuen 5-Türer (bisher haben die Hochbahn-Gelenkbusse nur drei Türen) soll der Fahrgastwechsel einfacher und schneller werden. Berechnungen von MAN haben ergeben, dass die Zeitersparnis beim Wechsel von 40 Fahrgästen bei einem 5-Türer gegenüber einem Bus mit vier Türen bei 10 Sekunden liegt.

Außerdem verfügt das Fahrzeug laut Hochbahn mit 115 Plätzen über zehn Plätze mehr als bisherige Gelenkbusse. Ein neuartiges, modernes und helles Innendesign sowie ein lichtdurchlässiger Faltenbalg zwischen den beiden Fahrzeugteilen machen den Bus heller.

Hochbahn-Vorstand Ulrich Sieg: „Der neue 5-Türer-Bus ist ein Baustein im Bussystem der Zukunft.“

Das Testfahrzeug soll in den kommenden Monaten vor allem auf den hochfrequentierten Metrobuslinien 4, 5 und 6 eingesetzt werden.

MAN hat seinen 5-Türer bereits in mehreren europäischen Städten getestet – darunter auch in Budapest auf einer Innenstadtlinie mit werktäglich rund 26.000 Fahrgästen.

Die Hochbahn sucht zurzeit mit Hochdruck nach Alternativen für ihre bisherige Doppelgelenkbusflotte. Die XXL-Wagen des Herstellers Van Hool, die seit 2005 auf der Metrobuslinie M5 mit täglich rund 60.000 Fahrgästen eingesetzt werden, hatten sich als zu störanfällig erwiesen und solle…

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Christian Hinkelmann ist begeisterter Bahnfahrer und liebt sein Fahrrad. Wenn er hier gerade keine neue Recherchen über nachhaltige Mobilität veröffentlicht, ist der Journalist und Herausgeber von NAHVERKEHR HAMBURG am liebsten unterwegs und fotografiert Züge.

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33 Antworten auf „Hochbahn testet seit heute Gelenkbus mit fünf Türen“

@Patscho und HVV-Kennxperter

Naja, ich glaube in anderen Großstädten mit hoher Tradition und Weltruf ist das auch nicht viel anders. Fast jede größere Stadt der Welt behauptet in irgendwas das Modernste, Höchste, Schnellste, Beste oder sonst was zu haben. Meist stimmt das sogar, was aber normal ist, weil jede Stadt bei irgendwas etwas ganz Besonderes geleistet, erfunden, hervorgebracht oder entwickelt hat.
Dann kommt es auch auf politische Interessen an: auf der einen Seite ist zB die Busbeschleunigung nichts Neues oder Innovatives, aber dennoch genauso sinnvoll wie in anderen Städten auch. Trotzdem wurde die Busbeschleunigung als „Ampel Gehampel“ oder „Stussbeschleunigung“ bezeichnet und fast im selben Atemzug werden Städte als „Vorbild für Hamburg“ genannt, die schon seit Jahren mit Ampelvorrang für Busse arbeiten. Auch dort hat es deswegen Bauarbeiten gegeben und auch dort standen während der Arbeiten die Leute im Stau. Auch hier wurde zunächst geprüft, getestet und gemessen. Kurz: alle Anderen kochen auch nur mit Wasser und auch alle anderen Städte wollen ihre Konzepte der Bevölkerung schmackhaft machen. Auch beim ÖPNV gibt es Marketingstrategien und manchmal wird eben auch auf die berühmte Kacke gehauen- so ist das halt.

@HVV-Kennxperter
Als damals die Leitstelle der Hochbahn fertig gestellt wurde, haben ALLE Medien übereinstimmend über die „modernste Leitstelle Europas“ berichtet. Auch der Busbetriebshof Langenfelde ist ebenso übereinstimmend als „der dann wohl modernste Busbetriebshof Europas“ von ALLEN Medien der Öffentlichkeit angekündigt worden. So ein bisschen was wird wohl dran sein, oder meinen Sie nicht? 🙂
Mir persönlich ist das ohnehin relativ Wurst und was heute das Modernste ist, ist in einem Jahr sowieso überholt oder verbessert,aber bei Ihnen kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Sie ein Problem mit dem Hamburger ÖPNV im Allgemeinen und mit der Hochbahn im Besonderen haben. Ist Ihre Bewerbung nicht berücksichtigt worden oder wurde vielleicht ein Produkt nicht für gut befunden, dass Sie verkaufen wollten? Naja, vielleicht kommt ja bald Ihre so heiss geliebte Echtzeitinfo nach Hamburg, damit wir etwas haben, womit die Fahrgäste herumspielen können, wenn ihnen langweilig ist. Vielleicht kann man ja dann auch den Verschwörungstheoretikern ein Mittel an die Hand geben, damit sie endlich beweisen können, wie fürchterlich rückständig und unzuverlässig der Hamburger ÖPNV ist. Dann kann sich die Hochbahn bestimmt warm anziehen:-)

@Patscho:

Haha. OK. Damit nicht der Eindruck aufkommt, dass ich mich allein über die völlig unberechtigt großspurige Hochbahn lustig mache. Nein! Sie befindet sich in guter Gesellschaft. Denn Hamburg hat angeblich auch

– Europas modernstes Umspannwerk (in der Hafencity, Hamburg 1, 2013)
– Europas modernste Uni-Klinik (gemeint ist das UKE, Welt, 2008)
– Europas modernste Verkehrszentrale (in Alsterdorf, Abendblatt, 2013)
– Europas modernste Arena (heutige o2 World, Senats-Pressemitteilung, 2002)
– Europas modernstes Einkaufszentrum (Hamburger Meile, Bild Hamburg, 2010)

und selbstverständlich in der Autofahrer-Metropole

– Europas modernste Tankstelle (bietet Wasserstoff an, Autobild, 2012)

@ HVV-Kennxperter

Ja, das ist mir auch schon aufgefallen. Hamburg ist wirklich die superlativste Stadt Europas. Um das „modernste Bussystem Europas“ wird uns schon bald der ganze Kontinent beneiden. Und by the way: Ist noch gar nicht so lange her, da weihte Innensenator Michael Naumann – na, was wohl? – die „modernste Polizeischießanalage Europas“ ein. Wow.

@Marcus
Zunächst vielen Dank für die Info mit Mastricht. Das wusste ich bisher nicht, war immer von 20 ausgegangen. Ich habe aber auch noch die 2 Hybrid DGB von Hess vergessen, somit sind es auch bei uns z.Zt. 27.

„Warum ist es im Hinblick auf die Innovationskraft bemerkenswert, dass kein anderer Betrieb in Europa genau 25 (oder 26?) Doppelgelenkbusse im Bestand hat?“

Es ist diesbezüglich gar nicht bemerkenswert, aber das war auch nicht Grund dieser Aussage.
Der Grund meiner Aussage war, dass ich damit darauf hinweisen wollte, dass man sich in HH mit Bussen auskennt und weiss, was es gibt , was Sinn macht und wie man auch ohne Stadtbahn auf der M5.. 60.000 Fahrgäste/Tag befördert. Man braucht für die Linien,auf denen keine DGB fahren können, dringend Kapazitätsausweitungen. Hier entwickelt die Hochbahn mit den Herstellern auch neue Busse, die es eben SO noch nicht in großen Serien gibt. Auch mit EvoBus arbeitet man zusammen, weil die Hochbahn den CapyCity mit mehr Fahrgastkapazität haben möchte. Zur Zeit gibt es zu den DGB von VanHool noch keine zufriedenstellende Alternative, die die Kriterien der Hochbahn erfüllt. Van Hool hat leider außerdem in Sachen Zuverlässigkeit, Service und Lieferzeiten ziemlich versagt und fliegt deshalb raus. Möglicherweise bestückt man aber auch einige davon mit neuen Motoren, das muss man abwarten. Vielleicht würde auch in Zukunft ein Bus wie der MAN oder CapaCityPlus reichen, weil man im Moment davon ausgeht dichtere Takte fahren zu können, wenn die Beschleunigung aufgeschaltet ist. Natürlich weiss die Hochbahn, dass es woanders 5-Türer gibt und dass das nichts Neues ist. Das behauptet bei der Hochbahn im Übrigen auch keiner, sondern die Presse schmeisst gerne mit Superlativen um sich. Das dürfte jedem klar sein.
Jetzt muss man am Ende auch mal anerkennen, dass man in HH gerade auf das Ziel zustrebt, in 20 Jahren ohne Diesel zu fahren. Mir persönlich ist jedenfalls keine andere Stadt bekannt, wo man das mit dieser Deutlichkeit umsetzt. Jetzt kann man natürlich wieder argumentieren, dass es in anderen Städten dafür eine Stadtbahn gibt, aber es macht ja keinen Sinn da ewig hinterher zu heulen.Außerdem kommen solche Argumente meist von Hobby-Stadtplanern und Amateur-ÖPNV-„Experten“ die immer denken, dass man nur noch VW-Busse braucht, nur weil man eine Stadtbahn hat. Die Hochbahn setzt das um, was ihr vom Senat aufgetragen wurde, bzw was man gemeinsam zum Ziel hat. Ich persönlich finde das durchaus innovativ, die Flotte auf diesem Wege zu modernisieren.

Was es andernorts längst gibt, ist in Hamburg fast immer eine „Innovation“. Die Hamburger haben einen Hang dazu, sich besonders herauszustellen. Die Hochbahn hat wahrscheinlich auch immer noch „Europas modernste Betriebszentrale“, durch deren zugegeben für Laien imposante Armada an Bildschirmen jeder Gast der Steinstraße geschleust wird, der nicht bei Drei auf den Bäumen ist. Verzeihung, zwischenzeitlich kam noch der weltweit modernste Busbetriebshof hinzu. Die anderen Betriebe spielen nicht ganz so sehr auf der Klaviatur der Großkotzigkeit, doch die Marschrichtung in Hamburg neigt nicht gerade zur hanseatischen Bescheidenheit, die man ganz gut für angebracht halten müsste.

@Busfaher:
Zu der Anzahl der Doppelgelenkbusse: Warum ist es im HInblick auf die Innovationskraft bemerkenswert, dass kein anderer Betrieb in Europa genau 25 (oder 26?) Doppelgelenkbusse im Bestand hat?
Aachen hat weniger (8), Utrecht hat mehr (27), werden dort jedoch gegen eine Stadtbahn getauscht.
Nur was bedeutet dies?

@Hamburg-Besucher
Ich finde Deine Kritik etwas überheblich. Ich möchte das kurz begründen..
Man testet diesen Bus nicht als Innovation und man testet ihn auch nicht, weil man in HH so eine Art von Bus vorher noch nicht kannte. Dieser Bustyp ist allerdings in der Tat ein neues Modell. Am Rande sei nur mal erwähnt, dass es in ganz Europa keine Stadt gibt, die 25 Doppelgelenkbusse in der Flotte hat. Insofern ist man in HH bustechnisch nicht gerade hinten und ob das mit einer Stadtbahn besser wäre ist unter den Experten umstritten. Hinzu kommt, dass die Hochbahn seit (fast) 100Jahren Erfahrungen im Busbetrieb hat und auch da gucken eher andere Städte uns auf die Finger als umgekehrt. Aber zurück zum MAN
Man MUSS diesen Bus sogar testen, weil man ja bisher hier in HH keine Erfahrungen damit hat. Dass es in anderen Städten längst solche Busse gibt und dass es dort wunderbar klappt, hat in etwa den gleichen Aussagewert, als wenn ich sagen würde Grün ist eine schöne Farbe…Ausserdem ist es ja nicht so, dass man in HH den Busbetrieb von Null an aufbaut, sondern dass man die Kapazitäten erweitern will. Hier ist groß nicht immer gleich viel, sondern eher ist schnell geich mehr.
Vor allem muss man testen, ob die 5 Türen den Fahrgastwechsel auch hier in HH wirklich beschleunigen. Das hängt ja sehr damit zusammen, wie sich die Fahrgäste verhalten und ob deshalb der Fahrgastfluss besser ist. Möglicherweise behindert dieser Bus sogar den Fahrgastwechsel. Wie zuverlässig ist ein Bus mit 5 Türen? (Steuersoftware usw) Ein Hamburger Phänomen ist vor allem, dass die Fahrgäste hauptsächlich im Türbereich stehen bleiben. Das ist gemäß meiner persönlichen Erfahrung in anderen Großstädten nicht so auffällig. Außerdem muss berücksichtigt werden, dass man diesen Bus nur auf den Linien 4,5, und 6 einsetzten kann, weil auf allen anderen Linien der Vorneeinstieg gilt.
Richtig ist, dass man in HH relativ viel Fahrgäste mit dem Bus befördert. Allerdings nur kanpp mehr, als mit der U-Bahn.( ca.650.000Bus ca 600.000 U-Bahn)_ (Zahlen der Hochbahn. BefdrMg/Tag ohne VHH und andere Schnellbahnen)_ Ich bin auch für die Stadtbahn, aber es gibt auch viele vernünftige Argumente gegen die Stadtbahn. Außerdem zeigt HH, dass auch ein buslastiges System durchaus leistungsfähig sein kann.

Man testet also, aha. Was für eine Neuheit…in Prag habe ich schon vor einigen Jahren Gelenkbusse des Herstellers SOR mit fünf Türen(und als Solobus mit vier Türen) erlebt. Klappt wunderbar und bewährt sich.
Und in Deutschland tut man jetzt so, als wäre das die große Innovation.
Da muß ich schon drüber lachen.
Im Übrigen ist der Bus in Prag auch nicht Hauptverkehrsträger, sondern Ergänzung. In anderen Städten ist das auch so. Dort sind U-Bahn und Straßenbahn die Hauptverkehrsträger.
Hamburg kann immer wieder neue Ansätze versuchen und wird sicher irgendwann einen Bus testen, bei dem die gesamte rechte Seite zum Fahrgastwechsel aufgeklappt wird, es ändert jedoch nichts an der Tatsache, daß man auf den stark frequentierten Linien mit einer Straßenbahn deutlich besser fahren würde. Alles andere sind nur Feigenblätter und mehr nicht.
Aber bei dem Senat ist wirkliche Innovation wohl kaum zu erwarten.

Etwas wichtiges wird dabei verschwiegen: Die Stehplätze in Bussen werden nicht nach dem tatsächlichem menschlichem Platzbedarf berechnet, sondern nach dem zulässigen Gesamtgewicht.
Wie viel „Platz“ gibt es also wirklich?
Es wird die Diferenz zwischen Leergewicht und zul. Gesamtgewicht berechnet. Bei einer Differenz von 6000 kg und einem durchschnittl. wiegendemFahrgast (80 Kg) kommen wir auf 75 Fahrgäste.
In einem O405 galt übrigens 0,1 m² als 1 Stehplatz..

@nachtfahrer
Mercedes rechnet mit 8(!!!) Fahrgästen/m². Das ist natürlich nicht realistisch.
Man hat ja mal einen 78er zum Zählen ausprobiert. Es sind tatsächlich 152 Leute drin gewesen (HSV-Spiel) aber da hat der Sauerstoff wohl auch nur für die Shuttle-Strecke gereicht:-)))

KORRIGIERTER KOMMENTAR

@Busfahrer: >>Der „normale“ Gelenkwagen (17,90m) kann ca. 150 Fahrgäste aufnehmen. Das ist zwar kaum realistisch, aber 130 sind es wohl schon. Bedenkt man jetzt, dass der MAN noch etwas länger ist, kommt man am Ende bestimmt auf 140 Fahrgäste.

Die guten alten O405 GN hatten Platz für mindestens 150 Fahrgäste (53 Sitzplätze/ 100 Stehplätze) und da war noch Luft nach oben. Ich hatte letztens einen der der letzten in Dienst stehenden Wagen (aus ’99) unterm Hintern und habe bei der Gelegenheit mal auf das Klebeschild geschaut.

Das Platzangebot in den Fahrzeugen (auch in den Solowagen) hat seither leider kontinuierlich abgenommen. Aber es wird sich an verantwortlicher Stelle gewundert, daß die Fahrgäste nicht mehr wegkommen……… Und daß statt Solowagen Gelenkwagen eingesetzt werden müssen. Früher hatten im Solowagen locker 100 Fahrgäste Platz, heute liegen wir bei ungefähr 80……

Vielleicht sollte nicht immer vom Schreibtisch aus bestellt werden

@Busfahrer: >>Der „normale“ Gelenkwagen (17,90m) kann ca. 150 Fahrgäste aufnehmen. Das ist zwar kaum realistisch, aber 130 sind es wohl schon. Bedenkt man jetzt, dass der MAN noch etwas länger ist, kommt man am Ende bestimmt auf 140 Fahrgäste.aus ’99) unterm Hintern und habe bei der Gelegenheit mal auf das Klebeschild geschaut.

Das Platzangebot in den Fahrzeugen (auch in den Solowagen) hat seither leider kontinuierlich abgenommen. Aber es wird sich an verantwortlicher Stelle gewundert, daß die Fahrgäste nicht mehr wegkommen……… Und daß statt Solowagen Gelenkwagen eingesetzt werden müssen. Früher hatten im Solowagen locker 100 Fahrgäste Platz, heute liegen wir bei ungefähr 80……

Vielleicht sollte nicht immer vom Schreibtisch aus bestellt werden

@Rotstift
Richtig! Es wird in übertriebener Art und Weise gejammert und immer vergessen, dass der ÖPNV subventioniert wird. Die Ansprüche einiger Leute sind völlig weltfremd. Zudem wird immer behauptet, es sei in HH so schlecht. Lediglich München kann Hamburg in Sachen ÖPNV was vormachen. Alle anderen deutschen Städte sind eher hinter HH anzusiedeln.

Man darf nicht vergessen, dass eine Abokarte umgerechnet nicht mal drei Euro pro Tag kostet. Dafür bekommt man nahezu uneingeschränkte Mobilität auf ca. 800 Quadratkilometern. Ich finde – und damit werde ich mir jetzt viele Feinde machen – dass man für diesen Preis nicht erwarten darf wie ein Kaiser chauffiert zu werden. Wenn man dann mal stehen muss, ist das eben so. Wer eine Sitzplatzgarantie haben möchte, der fährt Auto mit allen Vor- und Nachteilen, die dieses Verkehrsmittel darbietet.

Selbst wenn jetzt viele wieder sagen werden, dass der ÖPNV in anderen Städten viel billiger und komfortabler ist, muss man auch mal im Verhältnis sehen: Mobilität ist für uns eine solche Selbstverständlichkeit geworden, dass wir den Preis überhaupt nicht mehr vernünftig ins Verhältnis zu dem setzen können, was wir dafür bekommen.
PS: Die CDU hat jüngst in einer kleinen Anfrage die Besetztmeldungen im Busbereich für 2013 abgefragt. Die sind deutlich zurückgegangen. Das „es wird immer schlimmer“ ist also scheinbar nur ein subjektives Gefühl….

Sollte auf der Linie M5 kein Doppelgelenkbus mehr eingesetzt werden, wird der ÖPNV auf dieser Strecke auf kurz oder lang zum erliegen kommen. Der neu getestete MAN-Bus hat etwa 40 Plätze weniger und müsste schon zu den Hauptverkehrszeiten im 3-Minutentakt fahren, um seine Existenz zu rechtfertigen. Die fünf Türen sind hier nur eine nebensächliche Verbesserung. Hier ist es wohl nachhaltig erforderlich sich für eine Schienenbahn zu entscheiden, alles andere ist wirkungslos und nur Flickschusterei!

@spm9153 Ja, das kann ichn nur unterstützen. Ich werde schon von Altona bis Barmek mit der S 11 oft wie Vieh tarnsportiert, weil die S-Bahn ja offensichtlich nicht kalkulieren kann und aufgrund eines zu kleinen Wagenparks auf der S11 nur Kurzzüge einsetzt. Und das geht dann auf den Buslinien 173 oder 177 munter so weiter, weil die Hochbahn auch nicht merkt, dass sie dort bis 19:30 Uhr entweder den 5 Minuten-Takt oder aber bei 10 Minuten-Takt mit Gelenkbussen fahren müsste. Bei den Standard-Bussen hat man manchmal nicht mal mehr die Möglichkeit hinten auszusteigen, weil die Gänge dermaßen voll sind, dass man nicht an die Tür kommt (insofern finde ich die 3-Türer-Busse schon besser). Letztendlich würde ich mir aber auch – wie Sie – wünschen, dass hier mehr auf Fahrkomfort geachtet wird – schließlich zahlen wir alle gutes Geld (und nicht wenig!) für die sogenannte Leistung. Jeden Arbeitstag 2x 50 Minuten wie Vieh transportiert zu werden, läßt einen den Arbeitstag nicht gerade mit Freude beginnen und beenden.

Man muss auch bedenken, dass sich auf zwei Sitzplätze in der stärksten HVZ vier stehende Leute hinquetschen könnten. Da auf diesen Linien die Leute eher nicht so lange im Bus sind, braucht man auch nicht so viele Sitzplätze, denn die bedeuten letztendlich nur weniger Kapazität.

Es wäre alles so einfach: 5 Doppeltbreite Türen, jeweils doppelflüglig. Von außen betrachtet wird im linken Flügel ausgestiegen und am rechten Flügel eingestiegen.
Sitzplätze sind in einem Reisebus unvermeidlich, aber in einem STADTBUS geht es um schnellen Fahrgastwechsel OHNE Barrieren!
Gerade weil „Einstieg vorn“ gilt (ich bin davon überhaupt kein Fan!), muss der vordere Bereich im Bus über besonders breite Durchgänge verfügen. Wichtig ist auch, dass die 2. Tür näher an der 1. ist.
Wie wäre es denn, um es allen recht zu machen, wenn in Hamburg Doppeldecker-Gelenkbusse eingeführt werden?
Unten nur Stehplätze und Gepäckablagen und oben nur Sitzplätze.

@spm9153
Verständlich, aber nur teilweise realisierbar. In den Hauptzeiten wird es immer und mit jedem Fahrzeug so sein, dass man eher selten einen Sitzplatz bekommt. Jedenfalls nicht für die gesamte Strecke. Aber selbst morgens um acht wird man nicht die ganze Strecke vom Tibarg bis in die Stadt stehen müssen. Gerade ab Tibarg wird der Bus nämlich eher leerer als voller. Ist die Hauptverkehrszeit vorbei, bekommt man aber fast immer einen Sitzplatz. Locker 20- 30% der Sitzplätze werden übrigens mit Taschen besetzt. Hier kommt es eben auf die Leute selber an.
Am Ende muss man folgendes bedenken: richtet man mehr Sitzplätze ein, hat man weniger Gesamtkapazität, was letztlich dazu führt, dass die Busse noch schneller besetzt wären und dass sie langsamer vorankommen, weil man an den Haltestellen länger braucht. Man will durch die Busbeschleunigung erreichen, dass mehr Busse/Stunde fahren können und das wiederum führt dazu, dass die einzelnen Busse weniger stark besetzt sind.
Zum Schluß kann ich hier nur nochmals betonen, dass extrem viel davon abhängt, wie sich die Fahrgäste verhalten. Wenn die Leute mitdenken und durchgehen (oder beim Sitzplatz zum Fenster rücken) dann geht es eben besser, wenn nicht, dauert es länger und die Busse bekommen Verspätung. Wenn man nun einen dichten Takt fährt, dauert es nicht lange und man hat wieder 2 Busse auf einer Fahrzeit. Der erste platzt aus allen Nähten und der Zweite ist leer. Das will weder der Fahrgast, noch der Busfahrer und auch nicht das Unternehmen.

p.s.: die Skizze entspricht nicht der Version, die die Hochbahn bestellt hat. Die Angabe 115 Fahrgäste ist auch sehr vorsichtig gehalten. Der „normale“ Gelenkwagen (17,90m) kann ca. 150 Fahrgäste aufnehmen. Das ist zwar kaum realistisch, aber 130 sind es wohl schon. Bedenkt man jetzt, dass der MAN noch etwas länger ist, kommt man am Ende bestimmt auf 140 Fahrgäste.

Jetzt wäre ich gerne wieder in Hamburg um den zu testen. Und endlich sehe Bildschirme auf den Fotos, die LED-Anzeiger hatte ich auch schon langsam satt.

Und wenn Herr Scholz den unbedingt auf dem 5er haben möchte, bestellt er den Fünftürer bald als Doppelgelenkbus Siebentürer -Variante. Und falls die Kapazität nicht ausreicht hängen wir noch einen Göppel-Anhänger ran ;D

Wir wollen nicht mehr TÜREN, wir (die Fahrgäste) wollen mehr SITZPLÄTZE !!! Seht Euch mal die Skizze an, dieser Bus hat im vorderen Wagen gerade noch 20 Sitzplätze und davon sind 9 Klappsitze. Weg mit diesen lächerlichen 1 1/2 Sitzen, weg mit den Klappsitzen, wir wollen RICHTIGE, BEQUEME Sitze. Das ständige Geschaukel der Busse ist schon nicht angenehm, dann muß man sich mal vorstellen daß man die ganze Fahrt (z.B. Niendorf – Innenstadt) auch noch im Stehen verbringen soll. Das hat nichts mehr mit Komfort zu tun. Das ist Viehtransport !

@Fahrgast: Diese Ausnahme kennen aber viele Fahrgäste gar nicht, weil sonst generell gilt: Einstieg vorn!
Wenn man nämlich sonst versucht, hinten einzusteigen, wird man vom Fahrer zurück gepfiffen.

Ich habe den MAN in Budast auch schon testen dürfen, dort gibt es eine größere Flotte von diesen Fahrzeugen. Außerdem gibt es in Osteuropa auch viele andere Fabrikate, die dieses Konzept besitzen, und auch schon erfolgreich eingesetzt wurden. Es ist schon ein super Fahrzeug für die Innenstadtlinien. Aber eine dringend benötigte Stadtbahn, kann auch dieser Highend-Bus nicht ersetzen!

Das Problem ist doch nicht die Anzahl der Türen (S- und U-Bahn Wagen haben auch nur drei). Das Problem ist, daß a.) die Fahrgäste ein- und aussteigen wo auch immer ein Loch im Fahrzeug und daher kein geordneter Fluß vorhanden ist, und b.) daß die Standzeiten an den Haltestellen zu knapp berechnet sind und daher schnell Verspätungen auflaufen.
Die viel beworbene Fahrgastfreundlichkeit geht auf jeden Fall mal auf die Knochen der Fahrer. Sollen die doch zusehen, daß sie freundlich, zuvorkommend und auch noch pünktlich sind.
Ich möchte mal die Damen und Herren, die sich diese Ideen einfallen lassen, eine Woche hinter dem Lenkrad eines Busses sehen. Auf einer stark frequentierten Linie zur besten Zeit selbstverständlich…….

Du lieber Himmel. Hier wirds Zeit für Grundlagenkenntnisse:

@Ralf Kapszus:::“18,75 Meter Länge?? Das ist auf Hamburgs hochfrequentierten Hauptstrassen doch völliger Irrsinn!!
Auf der M5 fahren Doppelgelenkbusse, die 25m lang sind. Die Länge des Busses ist völlig problemlos. Das Problem ist, dass man die Doppelgelenkbusse nicht auf der M4 oder der M6 einsetzten kann und dass es zum VanHool (DGB) (noch) keine zufriedenstellende Alternative gibt.

@Fritz:::“Kann die Hochbahn nicht ihre Busflotte vielleicht auf reduzierte Türzahlen umstellen? Als Vorschlag: Für alle Linien außer der 4-6 streicht man bei Gelenkbussen einfach die mittlere Tür. Nur ganz hinten kommt noch eine hin. Das sorgt für Mehrkapazitäten. Und der Fahrgastwechsel wird schneller!“

Wenn dieses Zitat Ironie sein soll, kann man vielleicht sogar drüber lächeln, falls nicht, müsste man über solch einen Unsinn weinen. Im Übrigen hat die Hochbahn NICHT errechnet, dass der Fahrgastwechsel durch den Einstieg vorn generell schneller geht. Richtig ist, dass beim Solobus ein besserer Einstieg möglich ist, wenn die vordere Tür zum Einstieg frei bleibt. Beim Gelenkwagen ist das anders. Außerdem geht der Einstieg vorn nur schneller, wenn max 30 Personen einsteigen. Beim Gelenkwagen ist ja gerade die Länge des Busses der Vorteil. Je mehr Türen, desto schneller der Fahrgastwechsel (Sofern die Fahrgäste nicht dagegen arbeiten, indem sie nach dem Einstieg im Türbereich stehen bleiben) Nimmt man jetzt weniger Türen, wäre die Länge des Fahrzeugs ein Nachteil.. Auch bei Solobussen, macht eine dritte Tür Sinn, weshalb jetzt endlich auch die Hochbahn auf Dreitürer umstellt.

@Mr. C:::“Wirst Du auch auf dem Lion’s City GL eingesetzt werden ?“

Kann ich nicht sagen, ist z.Zt. eher unwahrscheinlich, weil wir zunächst nur einen davon haben. Zudem arbeite ich auf Langenfelde (M4+M5,aber nicht M6). Auf Langenfelde gibt es keine MAN-Mechaniker, sodass ich mir nicht vorstellen kann, dass der Wagen lange auf Langenfelde sein wird, sofern er überhaupt kommt. Er wurde auf Langenfelde nur beklebt und ist jetzt auf Mesterkamp, Wandsbek (M6) Ich vermute mal, dass man zunächst feste Fahrer für den Wagen einsetzten wird. Fraglich ist auch, ob sich der MAN durchsetzten wird. EvoBus plant ja gerade den CapaCityPlus, der noch mehr Kapazitäten hat. Für die M5 ist der MAN meines Erachtens nicht ausreichend. Ideal ist er auf der M4, M6 .( M20, M25 )

Zitat“ MAN hat seinen 5-Türer bereits in mehreren europäischen Städten getestet“
Frage dazu: Und hat den auch schon einer gekauft? Falls nein, warum nicht?

@ Fahrgast
Zitat: „Auf den Linien 4 und 5, wo der Bus hauptsächlich fahren soll, gibt es doch gar keinen Einstieg vorn.“

RICHTIG !! Sogar auch noch auf der Linie M6 !
Aber ich wäre dafür, das ganze auch noch zusätzlich auf die Linien M2 und M3 auszuweiten !

@ Busfahrer
Wirst Du auch auf dem Lion’s City GL eingesetzt werden ?

Das Gute an dem Bus ist, dass man jetzt als Fahrer alle Türen manuell bedienen kann. Die Automatik hat sich bei höherer Auslastung nicht bewährt, weil dazu die Kooperation der Fahrgäste nötig wäre. Jetzt kann man die Türen einfach schließen, selbst wenn ein Fahrgast die Lichtschranke auslöst.

„Berechnungen von MAN haben ergeben, dass die Zeitersparnis beim Wechsel von 40 Fahrgästen bei einem 5-Türer gegenüber einem Bus mit vier Türen bei 10 Sekunden liegt.“

Kann nicht sein! Berechnungen der Hochbahn haben ergeben, dass der Fahrgastwechsel mit einer statt drei Türen bei Gelenkbussen zum Einstieg sogar schneller geht!

Kann die Hochbahn nicht ihre Busflotte vielleicht auf reduzierte Türzahlen umstellen? Als Vorschlag: Für alle Linien außer der 4-6 streicht man bei Gelenkbussen einfach die mittlere Tür. Nur ganz hinten kommt noch eine hin. Das sorgt für Mehrkapazitäten. Und der Fahrgastwechsel wird schneller!

„Außerdem verfügt das Fahrzeug laut Hochbahn mit 115 Plätzen über zehn Plätze mehr als bisherige Gelenkbusse […].“

Haha, dafür ist aber die Anzahl der Sitzplätze deutlich gesunken!?

18,75 Meter Länge?? Das ist auf Hamburgs hochfrequentierten Hauptstrassen doch völliger Irrsinn!! Diese Stadt braucht schnellstmöglich ein gut ausgebautes Stadtbahnnetz mit eigenen Trassen, sonst sind spätestens im kommenden Jahrzehnt die täglichen Verkehrsinfarkte auf allen jetzt schon neuralgischen Punkten vorprogrammiert!!

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